Politik | 25.01.2020

Gemeindeversammlung in der Freirachdorfer Kirche

Wie sieht die Zukunft des Gemeindehauses aus?

Freirachdorf/Roßbach. Soll das evangelische Gemeindehaus verkauft werden? Und soll der Erlös für die Sanierung der Kirchenruine in Roßbach verwendet werden? Ein Artikel in der Westerwälder Zeitung vom 14. Dezember 2019 hat bei den Einwohnern von Freirachdorf zu einigen Irritationen geführt. Um diese auszuräumen, hat die Willkommensgemeinde Freirachdorf – Roßbach zu einer Gemeindeversammlung in die Kirche Freirachdorf eingeladen. Dieser Einladung sind zahlreiche Mitbürgerinnen und Mitbürger gefolgt, sodass die Kirche nahezu voll besetzt war. In ihrer Begrüßung hat Pfarrerin Ilona Fritz zunächst einige einleitende Worte zur Kirchenruine gesagt und auch auf einen Rechtsstreit zwischen Landeskirche, dem Land Rheinland Pfalz und Kirchengemeinde hingewiesen. Auch die Landesregierung ist involviert, denn unter der Ruine befindet sich ein alter Stollen. Eine beabsichtigte Prüfung auf dessen Zustand, was in der Verantwortlichkeit des Landes liegt, ist bisher aber noch nicht erfolgt, weil erst ein Zugang geschaffen werden muss. In dem Artikel sind Aussagen von Pfarrerin Ilona Fritz zitiert worden, die bei dem Leser den Eindruck erwecken konnten, dass bei der Kirchengemeinde schon konkrete Pläne vorhanden sind, durch Einsparungen an anderer Stelle sowie dem Verkauf des Gemeindehauses in Freirachdorf die Sanierung der Kirchenruine zu finanzieren. Ilona Fritz und die Vertreter des Kirchenvorstandes stellten jedoch klar: Es gibt einen Beschluss, kein Geld für die Sanierung der Ruine ausgeben zu wollen! Der Kirchenvorstand machte auch klar, dass es keinerlei Überlegungen zu einer Gegenfinanzierung einer Sanierungsmaßnahme durch den Verkauf des Gemeindehauses gibt. Die Sicherung des Geländes, um Gefahren für Dritte auszuschließen, müsse jedoch gewährleistet werden. Da die Landeskirche immer weniger Geld zur Verfügung stellt, müssen insbesondere zu den vorhandenen Gebäuden Möglichkeiten gefunden werden, wie diese erhalten werden können. Die Überlegungen dazu hat der Kirchenvorstand mit der Landeskirche im Rahmen eines Gebäudeworkshops besprochen. Da es im Jahr 2015/2016 bereits Gespräche mit dem Gemeinderat über eine mögliche Übernahme des Gemeindehauses gab, wurde angeregt, diese wieder aufzunehmen. Damals wurden die Verhandlungen gestoppt, da die Kommune bereits die Planungen für andere Projekte wie Neubaugebiet und Solarpark in Arbeit hatte. Und das ist der derzeitige Stand zum Gemeindehaus in Freirachdorf. Der Austausch mit der Kommune soll dann auch zeitnah erfolgen. Nachdem durch den Kirchenvorstand zahlreiche Fragen der Zuhörer zu bestehenden Details eines möglichen Verkaufs, einem Vorkaufsrecht für die Gemeinde, den Einnahmen aus Vermietungen, der Möglichkeit von Kosteneinsparungen bei der Ruine, der Kriterien zur Auswahl des Gemeindehauses als Verhandlungsobjekt und den zukünftigen Aufgaben zu den vorhandenen Gebäuden beantwortet worden sind, ist von einigen Zuhörern darauf hingewiesen worden, dass das Gemeindehaus sowohl mit dem Kindergarten als auch mit der Kirche eng verbunden ist. Die Versammlung ist mit einem Abendgebet beendet worden. Als Ergebnis dieser Gemeindeversammlung kann festgehalten werden, dass die Irritationen durch den Artikel ausgeräumt worden sind und das Gemeindehaus Freirachdorf nicht als Subventionsobjekt für die Kirchenruine dienen wird. Vielmehr ist klar geworden, dass nach wie vor der eindeutige Wille vorhanden ist, die Zukunft des Gemeindehauses so zu gestalten, dass es der Gesamtgemeinde zur Verfügung steht.

Jörg Greb

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Dauerauftrag
Ralf Schweiss
Imageanzeige
Projektingenieur
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, Juni 2026
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0366#
Innovatives rund um Andernach
PR Anzeige Last Christmas Musical in Koblenz
Empfohlene Artikel
Die Straße „Am Gartenschwimmbad“ wird für 2,1 Millionen Euro fit für den Verkehr zum Are-Gymnasium und zum neuen Hallen- und Freizeitbad gemacht.  Foto: GS
17

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Der Rat der Kreisstadt hat die Vorplanung zur flutbedingten Wiederherstellung der Straße „Am Gartenschwimmbad“ freigegeben und die Aufbau- und Entwicklungsgesellschaft (AuEG) mit der weiteren Umsetzung beauftragt. Bestandteil der Maßnahme ist die Wiederherstellung der Verkehrsanlagen einschließlich einzelner Entwässerungseinrichtungen.

Weiterlesen

: Blick auf den trockengelegten Mühlenteich mit dem Mühlrad am Herderweg.  Foto: GS
13

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Kein Stadtrat in Bad Neuenahr-Ahrweiler ohne das Thema Wiederaufbau. So wurde in der jüngsten Sitzung am Montagabend erneut die Aufbau- und Entwicklungsgesellschaft (AuEG) einstimmig mit entsprechenden Maßnahmen beauftragt. Ein Blick in die Details.

Weiterlesen

Noch ist der Ahrradweg in Sinzig ein Provisorium – temporär eben.  Foto:GS
167

Sinzig. Eigentlich ist beim Ahrradweg in Sinzig noch alles in der Schwebe. Der Weg erstreckt sich im Bereich der Barbarossastadt von der Ahrmündungsbrücke bis hin nach Bad Bodendorf zur Ehlinger Ley. Derzeit wurde der Ahrradweg im Bereich Eisenbahnbrücke bis Spessartsteg und vom Ehrenfriedhof in Bad Bodendorf bis zur Ehlinger Ley temporär hergestellt. Temporär deshalb, da zum Zeitpunkt der Planung noch nicht festlag, wo die endgültige Trasse verlaufen soll.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Aufgrund eines Ladendiebstahls fahndet die Polizei nach dem Verdächtigen.
578

Hochpreisiges Parfüm gestohlen

Bonn: Polizei fahndet nach Ladendieb

Bonn. Fahndung nach einem mutmaßlichen Ladendieb in Bonn: Das Kriminalkommissariat 15 der Bonner Polizei hat eine öffentliche Suche nach einem Verdächtigen eingeleitet, der im Verdacht steht, am 12. März 2026 ein teures Parfüm aus einer Parfümerie in der Bonner Innenstadt gestohlen zu haben.

Weiterlesen

Foto: Polizei
8090

Die Gesuchten sollen einen 24-Jährigen bewusstlos geprügelt haben:

22.06.: Fahndung: Wer kennt diese Männer?

Köln. Die Kriminalpolizei Köln fahndet mit Bildern von Zeugen nach zwei Männern, die am 12. Februar (Weiberfastnacht) einen 24-Jährigen angegriffen und schwer am Kopf verletzt haben sollen.

Weiterlesen