Die flutbetroffenen Ortsteile der Kreisstadt bestimmen die Berichterstattung in den Medien - doch wie ist es in der letzten Jahren den anderen Ortsteilen ergangen?
„Wir fühlen uns nicht abgehangen“
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Flutkatastrophe vom 14. und 15. Juli war eine Zäsur in der Geschichte der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler. Das Ahrtal - und Bad Neuenahr-Ahrweiler als größte Stadt in der von der Flut betroffenen Region - waren aufgrund der großen Zerstörungen und des großen Leids, das die Katastrophe mit sich brachte, überall in den Medien präsent. Das internationale Medieninteresse an der Katastrophe war sehr groß, so erschien ein Foto des zerstörten Ahrtorfriedhofs auf der Titelseite der New York Times. Die betroffenen Stadtteile bestimmten zwangsläufig die Berichterstattung, lokal, überregional und international. Dies hält bis heute an. Aber nicht alle Ortsteile waren betroffen, wie zum Beispiel die Höhengemeinde Ramersbach. Ist hier seit der Flut die Zeit stehen geblieben? BLICK aktuell sprach mit Ortsvorsteher Werner Kasel (SPD). „Wir fühlen uns von der Stadt nicht im Stich gelassen“, sagt Kasel. Im Gegenteil: Auch in Ramersbach gehe es weiter, dringende Probleme würden trotz der drängenden Baustellen im Tal angegangen und gelöst. „Es ist natürlich klar, dass die Projekte im Tal, die den Wiederaufbau betreffen, Vorrang haben“, sagt der Ortsvorsteher. Man fühle sich aber nicht abgehängt und die Stadtspitze kümmere sich gut um die Belange Ramersbachs, so Kasel. Ein Beispiel sei der Breitbandausbau, der in Ramersbach erfolgreich vermarktet und sich in der Realisierung befinde. Straßenbauprojekte seien in Ramersbach aufgeschoben worden, damit sich die Stadtverwaltung auf die Sanierung der betroffenen Ortsteile konzentrieren könne. „Wir merken, dass die Bemühungen der Stadt, die Infrastruktur zu verbessern, hohe Priorität haben“, so Werner Kasel.
Funktionierender Zusammenhalt
In Ramersbach funktioniere vieles, man halte zusammen, so der SPD-Ortsvorsteher. In jüngster Zeit wurden und werden einige Projekte umgesetzt, die das Zusammenleben in der Gemeinde verbessern. So wurden neue Geräte für den örtlichen Spielplatz angeschafft. Damit soll der Ort vor allem für junge Familien aufgewertet werden. Auch ein neuer Basketballkorb wird aufgestellt und neue Tore für den Friedhof werden angeschafft. „Die Gemeinschaft in Ramersbach funktioniert“, sagt Werner Kasel. Darauf sei er sehr stolz und dankbar für das bürgerschaftliche Engagement vor Ort. Dass es in Ramersbach rund läuft, sei vor allem auch den Vereinen zu verdanken. Derzeit plane man, eine Art Ortsvereinsring zu gründen, der die Aktivitäten der einzelnen Vereine bündelt. So könne man sich beispielsweise bei Festen personell besser unterstützen. Diese Veranstaltungen seien nicht nur für die Ramersbacher wichtig, sondern finanzierten auch die Vereine und damit Tradition und Brauchtum vor Ort.
Mitmachen erwünscht
Auch die Zusammenarbeit im Ortsbeirat funktioniere gut. Auch deshalb will Werner Kasel bei der nächsten Kommunalwahl wieder für das Amt des Ortsvorstehers kandidieren. „Im Ortsbeirat arbeiten wir Hand in Hand und konsensorientiert über Parteigrenzen hinweg“, so der Ortsvorsteher. Gleichzeitig wünscht sich Werner Kasel, dass sich mehr jüngere Menschen engagieren. Damit sind vor allem Menschen um die 30 Jahre gemeint, gerne natürlich auch jüngere. „Gerade in kleineren Orten kann man im Ortsbeirat viel bewegen“, sagt Werner Kasel. Es sei eine schöne und sinnvolle Tätigkeit, im Ortsbeirat mitzuarbeiten. Denn der Ortsbeirat sei der „Motor, der die Anliegen von Ramersbach in die Stadtverwaltung trägt“. Neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter sind herzlich willkommen. ROB
Ortsvorsteher Werner Kasel. Foto: privat
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