Politik | 18.11.2019

Volkstrauertag: Den Opfern von Krieg und Terror gedacht

„Wir müssen den Toten eine Stimme geben“

Volksbund, Kreis und Stadt Neuwied legten Kränze nieder

OB Jan Einig, Rolf Blum (VdK) und Landrat Achim Hallerbach legten die Kränze zum Gedenken nieder. Fotos: FF

Neuwied. Vierundsiebzig Jahre sind seit dem zweiten Weltkrieg vergangen. Und trotzdem verliert der Volkstrauertag nicht an Bedeutung. Ganz im Gegenteil: Aufkommender Nationalismus, Antisemitismus und Diskriminierung von Minderheiten sind in manchen Teilen Deutschlands nicht zu übersehen. Anlässlich der zentralen Neuwieder Gedenkfeier auf dem Friedhof Heimbach-Weis forderte Oberbürgermeister Jan Einig jeden einzelnen dazu auf, in seinem persönlichen Umfeld dem Antisemitismus und der Fremdenfeindlichkeit die Stirn zu bieten sowie Nationalisten mit extremer Propaganda entgegenzutreten. Jan Einig berichtete, dass die Idee des Volkstrauertags vor einhundert Jahren, nach dem ersten Weltkrieg geboren und drei Jahre später umgesetzt wurde. Wie zerbrechlich der Frieden ist, wurde zwanzig Jahre später sichtbar. Vor achtzig Jahren überfiel die Wehrmacht Polen.

Die Deutsch-Polnische Freundschaft steht deshalb in diesem Jahr im Mittelpunkt. Der Oberbürgermeister forderte dazu auf, die Erinnerungen wach zu halt. Nur wer sich der Geschichte bewusst ist, wird die Fehler nicht wiederholen. „Wir müssen den Toten eine Stimme geben, sonst sterben sie ein zweites Mal“, sagte Neuwieds Stadtchef. Das Erinnern hat in Europa bislang gut funktioniert. Der Kontinent lebt so lange in Frieden, wie nie zuvor in der langen Geschichte. Aber, so der Oberbürgermeister im Hinblick auf die Friedenseinsätze der Bundeswehr, die Konflikte rücken näher. Ausdrücklich bezog er die im Auslandseinsatz getöteten deutschen Soldaten mit ins Gedenken ein. Die Feierstunde wurde musikalisch umrahmt vom Gesang Verein Rheinperle Weis und dem Musikverein Heimbach-Weis. „Ich hatt´ einen Kameraden“, spielten die Musikanten, bevor sie zum Abschluss die deutsche Nationalhymne anstimmten. Junge Menschen waren nicht nur durch den Musikverein, sondern auch in Person von Florian Schneider in das Gedenken eingebunden. Der Pfadfinder nahm eine Bestandaufnahme vor: Derzeit toben 28 Kriege in fünf von sieben Kontinenten. Seit Ende des 2. Weltkriegs seien 25 Mio. Menschen Opfer von Krieg und Terror geworden. Es sei dringend notwendig, sich zu erinnern und für den Frieden einzusetzen.

Florian Schneider setzt er auf Verständigung durch Freundschaft. Er wies auf den internationalen Austausch bei den Pfadfindern hin.„Lasst uns Freundschaften suchen“, forderte der junge Mann vom Sankt Georg Stamm Heimbach-Weis auf. Mittelpunkt der zentralen Gedenkfeier war die Kranzniederlegung am Ehrenmal.

Feuerwehrkameraden vom Löschzug Heimbach-Weis erwiesen den Toten von Krieg und Terror ihre Ehre und Vertreter der Streitkräfte salutierten, als Oberbürgermeister Jan Einig, Landrat Achim Hallerbach und Rolf Blum, vom Volksbund deutscher Kriegsgräberfürsorge, die Kränze niederlegten.

FF

„Wir müssen den Toten eine Stimme geben“

OB Jan Einig, Rolf Blum (VdK) und Landrat Achim Hallerbach legten die Kränze zum Gedenken nieder. Fotos: FF

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Gitta Meyer: Ehrlich,die ganze Idee Buga im Mittelrhein ist falsch. Die Gemeinden sind verschuldet. Schauen sie sich Lahnstein an. Hier ist nichts los. Die Brücke wird bestimmt toll,aber sonst.....
  • Oliver Burggraf: Sehr schöne Vorabinfo vor dem Festival. Freuen uns schon drauf

BLICK aktuell-Bilderrätsel: Folge 3

  • Claus Wiest: Das Foto zeigt die Rheinfähre Linz-Remagen, aufgenommen von der Anfahrt auf der Linzer Seite mit Blick auf den Ort Kripp.
Dauerauftrag
Heizölanzeige
Schulhausmeister
Maifest in Gönnersdorf
Innovatives rund um Andernach
Biker Segnung
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Empfohlene Artikel
17

„Saubere Flüsse bieten Schutz vor Hochwasser“ lautete die Überschrift eines Berichts in der Ausgabe 14/2026 des BLICK aktuell. Darin hieß es u.a.: „Während die Verbandsgemeinde Bad Breisig die öffentlich-rechtliche Verpflichtung zur Gewässerunterhaltung wahrnimmt, obliegt den Grundstückeigentümern die zivilrechtliche Verkehrssicherungspflicht für Uferbereiche und Bewuchs.“

Weiterlesen

Der marode Zustand der L 83 ist in Kempenich Dauerthema.  Foto: Jochen Seifert
350

Der Artikel zeigt deutlich das Dilemma mit der Sanierung von Landes- und Kreisstraßen im Kreis Ahrweiler. Dem LBM ist der Zustand der L 83 von der K 18 bis nach Kempenich bekannt – das freut mich. Offensichtlich nicht bekannt ist der miserable und verkehrsgefährdende tatsächliche Zustand, denn dann hätte man die Straßen längst saniert. Der benannte Abschnitt der L 83 stand schon im Investitionsplan Landesstraßen der Landesregierung von 2019 – 2023 mit insgesamt 1,934 Millionen Euro.

Weiterlesen

Die CDU Rheinbreitbach freut sich auf viele Gäste beim Burgfest am 26. April.  Foto: Heinz-Werner Lamberz
32

Rheinbreitbach. Der CDU-Ortsverband Rheinbreitbach lädt ein zum Burgfest am Sonntag, 26.04.2026 ab 15:00 Uhr in und um die Obere Burg, Schulstraße 7a in Rheinbreitbach. Angeboten werden leckere, von Mitgliedern gebackene Kuchen, selbstverständlich auch Kaffee, Tee sowie andere alkoholische und alkoholfreie Getränke. Natürlich besteht Gelegenheit zu Gesprächen untereinander sowie mit Abgeordneten und Kommunalpolitikern.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild.
16

Blaulichtmeile Koblenz am 09.05.2026

Thementag Kriminalprävention und Karriere in Koblenz

Koblenz. Die Polizei Koblenz lädt gemeinsam mit dem Ordnungsamt der Stadt, der Berufsfeuerwehr und dem Deutschen Roten Kreuz am Samstag, den 09.Mai 2026, ab 10:00 Uhr zu einem abwechslungsreichen Thementag am Löhrrondell in Koblenz ein.

Weiterlesen

Symbolbild.
71

Flucht trotz ausgelöstem Airback: Polizei stoppt Autofahrer unter erheblichem Alkoholeinfluss

22.04.: Kontrollverlust auf der B260: Alkoholisierter Fahrer flieht nach Unfall

Nievern. Am Abend des 22. April 2026, etwa um 20:15 Uhr, ereignete sich auf der B260 in Fahrtrichtung Bad Ems ein Unfall. Ein Fahrzeug geriet auf Höhe des Überfliegers im Nievern-Bereich außer Kontrolle, begann zu schleudern und stieß schließlich an den Bordstein. Der Schaden an der Felge war beträchtlich, und die Airbags des Autos wurden ausgelöst. Trotz dieser Umstände entfernte sich der Fahrer zunächst unerlaubt von der Unfallstelle.

Weiterlesen

Imageanzeige Werbeplan 2026
Dauerauftrag 2026
Floristik Meyer
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0240#
Maibaumstellen Heimersheim
Maibaumstellen Heimersheim
Maibaumstellen Heimersheim
Maifest in Gönnersdorf
Familienfest freiwillige Feuerwehr Ringen-Bölingen am 01.05.26
Maifest in Dedenbach
Stellenanzeige Kaufmännische/r Angestellte/r
Industriemechaniker
Gesundheit im Blick
Tank leer?
Maifest Gönnersdorf
Gesundheit im Blick // Anzeige Kinder
Angebotsanzeige (April)
SB Wahlen