Lokalsport | 15.05.2023

Fußball-Bezirksliga Ost

Eine schmerzliche 3:4-Heimniederlage der Schuster-Elf

VfB Linz – TuS Burgschwalbach 3:4 (0:2)

Linz. Spannung pur in der Fußball-Bezirksliga Ost um Meisterschaft und Aufstieg in die Rheinlandliga. Durch die schmerzliche 3:4 (0:2)-Heimniederlage gegen den TuS Burgschwalbach verpasste der VfB Linz den Sprung an die Tabellenspitze, die der Ex-Rheinlandligist Spvgg EGC Wirges (53 Punkte) weiterhin einnimmt. Dahinter platzieren sich die punktgleichen Verfolger Linz (51) und Burgschwalbach (51). Auf dem vierten Tabellenrang lauert die SG Westerburg/Gemünden/Willmenrod auf einen Ausrutscher der Konkurrenten und macht sich noch berechtigte Hoffnung, das Meisterschaftsrennen für sich zu entscheiden.

Zum Spiel: Der TuS Burgschwalbach bestätigte in der ersten Halbzeit seinen Ruf als Angstgegner der Kaiserberger und führte zur Pause mit 2:0. Der Gästeangreifer Julian Ohlemacher (31., 43.) hatte seine Torjägerqualitäten bewiesen und durch einen sicher verwandelten Foulelfmeter sowie einen Treffer nach Vorarbeit von Yannis Scheid für die beiden Treffer gesorgt. Die Schuster-Truppe enttäuschte auf der ganzen Linie. Sie präsentierte sich nervös, abzulesen an einer Fülle von ungenauen Pässen und vielen individuellen Fehlern. Anders die Mannschaft aus dem Rhein/Lahn-Kreis, die durch aggressives Zweikampfverhalten und offensiven Pressing den Spielaufbau der Platzherren gravierend störte. Die Gastgeber konnten sich bei der Abschlussschwäche der Gäste und dem starken VfB-Keeper Peter Stegemann bedanken, dass sie zur Pause nicht höher im Rückstand lagen. „Das war eine überragende erste Halbzeit. Wir hätten eigentlich noch höher führen können“, unterstrich Tim Heimann, der den erkrankten Chefcoach Walter Reitz vertrat. Die Burgschwalbacher ließen nur eine nennenswerte Torchance der Linzer zu, als Fabio Schopp (44.) am reaktionsschnellen TuS-Schlussmann Benjamin Rick scheiterte. In der zweiten Halbzeit änderte sich das Bild. Die 150 Zuschauer sahen jetzt eine mutige und selbstbewusste VfB-Elf, die das Geschehen beherrschte. Die Belohnung folgte in der 51. Minute, als Yannik Dillmann auf 1:2 verkürzte. Zwei Minuten später enteilte Ohlemacher dem schwachen Finn Schlebach und stellte den alten Zwei-Tore-Abstand wieder her. Ein Treffer, der die Schuster-Schützlinge aber nicht schockte, die in der Folgezeit die drohende Niederlage mit aller Macht verhindern wollte. Burgschwalbach fand den Faden nicht mehr und erlaubte den Einheimischen gute Einschussmöglichkeiten. Schlebach (69.) und Manuel Rott (76.) markierten schließlich den 3:3-Ausgleich. Sogar der Siegtreffer war noch möglich, aber der eingewechselte Mario Seitz scheiterte mit seinem Kopfball am SG-Torwart Rick. Und wieder war es Schlebach, der durch seinen zweiten katastrophalen Fehler die 3:4-Niederlage der Platzherren einleitete. Und wieder war es Ohlemacher, der in der vierten Minute der Nachspielzeit zur Stelle war und den Siegtreffer eiskalt einnetzte.

VfB-Trainer Thomas Schuster verstand die Welt nicht mehr und stellte enttäuscht fest: „Ein brutales Ergebnis nach diesem Spielverlauf. Wir haben uns zu viele persönliche Fehler erlaubt und im ersten Durchgang keinen ordentlichen Fußball gezeigt. Wir hätten heute einen großen Schritt machen können, aber noch sind wir im Rennen.“ Im Lager der Gäste freute sich Heimann über die wertvollen drei Punkte: „Ein geiles Spiel mit optimalem Ausgang für uns. Jetzt wollen wir auch Meister werden.“

Am kommenden Sonntag um 15 Uhr steht der VfB Linz erneut auf dem Prüfstand, wenn man beim Tabellenvierten SG Westerburg/Gemünden/Willmenrod zu Gast ist. Bei einer erneuten Niederlage wird auf dem Kaiserberg auch in der neuen Saison Bezirksliga-Fußball gespielt.

VfB Linz: Stegemann, Dillmann, M. Siljkovic, Manuel Rott, Krupp, Nürnberg (57. Dech), Fiebiger (71. Seitz), Moritz Rott, Schlebach, Böcking (57. A. Siljkovic), Schopp (77. Vucic).

TuS Burgschwalbach: Rick, Haas, Fiedler, Schramm, Heimann, Weilnau, Lauter (90. Klöppel), Bremenkamp (85. Schwenk), Scheid (46. Bartels), Ohlemacher, Siekmann (77. Biebricher).

Schiedsrichter: Ingo Kreutz (Lutzerath). Assistenten: Johannes Kirsch, Winfried Appel.

Zuschauer: 150.

Torfolge: 0:1, 0:2 Julian Ohlemacher (31., Foulelfmeter, 43.), 1:2 Yannik Dillmann (51.), 1:3 Ohlemacher (53.), 2:3 Finn Schlebach (69.), 3:3 Manuel Rott (76.), 3:4 Ohlemacher (90.+4). LS

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