Lokalsport | 17.06.2019

Enrico Förderer beim Rok Cup Germany im Rahmen der ACV Kart Nationals

Erfolgreich trotz Handicaps

(v.re.) Enrico Förderer, Mutter Stephanie Förderer, Opa Georg Hutter und Uropa Hans Hutter.Fotos: privat

Ampfing. Ins 520 km entfernte bayrische Ampfing zog es das Team von Enrico Förderer. Auf dem 1060m langen Schweppermannring, der eine der modernsten Strecken Deutschlands präsentiert, fand die zweite Veranstaltung des Rok Cup Germany im Rahmen der ACV Kart Nationals statt. Eine wirklich tolle, anspruchsvolle Strecke, die mit vielen Kurven, Höhenunterschieden und einer Breite von 10 bis 12 m viel Platz zum Überholen bietet.

Die freien Trainings am Freitag und Samstag stellte die Teilnehmer, sowie ihr Material auf eine harte Probe, denn bei über 30 Grad war dies eine reine Hitzeschlacht.

Auch für Enrico lief es anfangs nicht so gut, bis seine Mechaniker Waldemar Förderer und Andy Anton eine perfekte Einstellung gefunden hatten. Dann platzte der Knoten und Enrico konnte sogar die Bestzeiten der erfahreneren Piloten toppen. Dies zeigte sich ebenfalls in beiden Warm ups am Sonntagmorgen, die er beide als schnellster Pilot abschließen konnte. Im darauffolgenden Zeittraining konnte er dies jedoch nicht wieder ausführen, da er nicht so frei fahren konnte, wie noch zuvor im Training. „Das Zeittraining starten wir immer mit neuen Reifen und diese liefern ihre Bestleistungen nur in Runde 5 bis 6. Wenn ich da nicht frei fahren kann, sondern Andere überholen muss, kann ich einfach keine Bestzeiten fahren“, erklärt Enrico.

Dennoch startete er als starker dritter ins erste Rennen. Da der Vordermann beim Start durch Motorenprobleme nicht weg kam, verlor auch Enrico erst mal einige Plätze und befand sich auf Rang 7. Nun hieß es kämpfen, und das zeigte er seinem Fanclub, der sogar diese weite Reise auf sich nahm, mit Bravour! Er fuhr deutlich schnellere Rundenzeiten als alle Konkurrenten vor ihm, deshalb schaffte er es, Runde um Runde weiter nach vorne zu fahren. Vier Runden vor Ablauf der Zeit befand er sich bereits auf Platz 2 und versuchte ebenfalls den Führenden zu überholen. Leider gab es eine Kollision, bei der Enrico zurückziehen musste. Er konnte nur noch mit Mühe und Not sein Kart gerade halten und keine schnellen Zeiten mehr fahren. In der späteren Analyse bestätigte es sich dann, das Kart war krumm. Damit konnte man kein Rennen mehr gewinnen.

„Ich habe noch versucht, so gut es ging zu fahren, aber das war sehr schwer, da das Kart ständig nach links gezogen hat. Leider fiel ich dadurch auf Platz 4 zurück. Zum Glück hatte ich vorher so viel Vorsprung rausfahren können, dass mich nicht noch mehr Kontrahenten einholen konnten. Es war natürlich schade, denn ich hätte das Rennen gewinnen können, jedoch macht es mich auch stolz, dass ich mittlerweile mit den großen mithalten kann und ich werde weiter kämpfen!“, erzählt Enrico.

Nun musste das Team allerdings erst mal versuchen, das krumme Kart wieder rennfertig zu bekommen und da nicht viel Zeit zwischen den Wertungsläufen lag, konnte man ein anderes Kart in der Kürze nicht fahrfertig zusammenbauen. Man konnte nur hoffen, dass das Kart wenigstens dieses eine Rennen durchhielt, was jedoch nur teilweise zutraf. Da die Strecke sehr anspruchsvoll ist, und man über die Curbs mit Vollgas drüberfahren muss, dass man mit allen vier Rädern in der Luft ist, war bereits klar, dass das Kart dies nicht aushalten wird. Dies bestätigte sich dann leider auch nach dem Rennen.

Dennoch bewies der 12-jährige seinen Kampfgeist dann auch im zweiten Rennen des Tages. Von Platz vier gestartet, kämpfte er sich wieder nach vorne und beendete das Rennen auf Platz 2, was alle im Team freudig stimmen lies.

„Ich freue mich sehr über dieses Ergebnis und vor allem freut es mich, dass heute mein Opa und mein Uropa zum zuschauen dabei waren. Nur auf Uropas Rat, ich solle doch nicht ganz so schnell fahren, weil es zu gefährlich sei, habe ich nicht gehört,“ erzählte Enrico amüsiert.

Zeit zum verschnaufen gibt es für das junge Talent jedoch nicht, so geht die Reise am kommenden Wochenende weiter. Dieses Mal zur RMC Clubsport Veranstaltung nach Bopfingen, in den Ostalbkreis in Baden-Württemberg.

Das Westerwälder Talent wird weiterhin unterstützt durch:

X-Direct Group aus Frankfurt, Hölzgen Betonsteinwerk aus Leuterod, Clean-XL GmbH & Co KG aus Leuterod, Kurz Personal aus Wirges, AXA Versicherung Alex Leis aus Ransbach-Baumbach, Storm Photography, GT LST und Kohlhaas Bau aus Heiligenroth, Fitneßpark Charly aus Ruppach-Goldhausen, TMK Gebäudereinigung GmbH aus Neuwied, der Steuerberaterpartnerschaft Jund & Wittlich aus Dierdorf, sowie von seinem Medienpartner BLICK aktuell - Die Heimatzeitung.

Enrico Förderer im Kart.

Enrico Förderer im Kart.

(v.re.) Enrico Förderer, Mutter Stephanie Förderer, Opa Georg Hutter und Uropa Hans Hutter.Fotos: privat

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