Lokalsport | 10.04.2019

Meckenheimer Jugendvolleyballer wieder in der Elite Nordrhein-Westfalens vertreten

Es wäre sogar eine Sensation möglich gewesen

Für den MSV spielten (v.l.): Anton Krone, Jonas Bach, Niklas Berner, Paul Busch, Nils Stellmach, Melvin Hüffel, Jakob Trammer, Nils Wortmann, Max Katter, Jakob Krone, Sven Ruetz, Erik Springer, Niklas Müller.Foto: privat

Solingen. Nach einer nicht immer sehr einfachen Saison mit vielen personellen Problemen war es für die U20 des Meckenheimer SV durchaus schon ein Erfolg, sich überhaupt für die Westdeutsche Meisterschaft in Solingen zu qualifizieren. Die Mannschaft wurde vor der Saison neu zusammengestellt. Da die Spieler aus unterschiedlichen Herrenmannschaften kommen, konnte auch nicht regelmäßiger als einmal im Monat trainiert werden.

Dennoch war es das Ziel, die Vorrunde zu überstehen und mindestens den 8. Platz in Nordrhein-Westfalen zu erreichen. Dies hat die Mannschaft des Trainergespanns Georg Münz und Eddy Witt auch geschafft. Dass man am Ende über diese Platzierung sogar ein wenig enttäuscht war, zeigt, was eigentlich möglich gewesen wäre. In der Gruppe traf die Meckenheimer Mannschaft zunächst auf den TB Höntrop aus Bochum. In diesem Spiel wurde sie ihrer Favoritenrolle gerecht und gewann mehr als deutlich mit 2:0 (13,9). Da die Höntroper ihr erstes Spiel gegen die dritte Mannschaft der Gruppe FCJ Köln ebenfalls verloren hatten, stand fest, dass mit dem Sieg das Viertelfinale erreicht und der 8. Platz somit sicher war.

Die Kölner waren ein sehr starker Gegner. Sie erreichten am Ende der Meisterschaft sogar etwas überraschend das Finale und qualifizierten sich somit für die deutsche Meisterschaft. Nach einem schwachen ersten Satz konnten die Meckenheimer im zweiten Satz Paroli bieten. Dennoch musste man sich am Ende mit 0:2 geschlagen geben. Da man dennoch im Viertelfinale stand, hielt sich die Enttäuschung in Grenzen.

Als Gegner für das Viertelfinale wurde der TSC Münster Gievenbeck zugelost, seines Zeichens 3. der NRW-Liga und somit ein schwerer Brocken für die Meckenheimer Jungs. Das Trainergespann Münz und Witt waren sich jedoch sicher, dass man nicht ganz chancenlos war und dies sollte sich bewahrheiten. Die Volleyballer des Meckenheimer SV zeigten ihre stärkste Saisonleistung. Es entwickelte sich ein Spiel auf höchstem Jugendniveau und man merkte, wieviel Respekt Münster auf einmal hatte. Leider mussten sich die Meckenheimer im ersten Satz dennoch mit 20:25 geschlagen geben. Umso stärker spielten sie im zweiten Satz und gewann diesen sensationell mit 25:18. Der Tie Break war eine spannende Schlacht zweier gleichstarker Mannschaft. In der Schlussphase gelang es den Meckenheimern, sich abzusetzen und sie erspielten sich sogar den Matchball zum Halbfinale. Leider wurde dieser nicht verwertet und am Ende gewann Münster mehr als knapp mit 16:14. So knapp ist eine Meckenheimer noch nie am vierten Platz in Nordrhein-Westfalen vorbeigeschrammt. Dementsprechend groß war natürlich der Frust, zumal die Mannschaft eine tolle Leistung zeigte.

Im ersten Spiel der Platzierungsrunde um die Plätze 5 bis 8 wollten die Meckenheimer Jungs nochmal zeigen, dass das Viertelfinale kein Zufall war. Gegen den NRW-Liga-Meister VOR Paderborn, der zu den absoluten Volleyball-Hochburgen des Bundeslandes zählt und selbst im Viertelfinale an dem allen überragenden Meister Bocholt gescheitert war, zeigte der Meckenheimer SV wieder eine bärenstarke Leistung. Der erste Satz verlief sogar historisch: mit einem Endstand von 40:42 für Paderborn gingen die beiden Teams wohl in die längste Verlängerung die es je in einer Meisterschaft gegeben hatte. So stolz man darauf sein kann, einem so starken Gegner so lange Paroli geboten zu haben, umso frustrierender ist es, nach dem Viertelfinale erneut so knapp an einer Sensation vorbeizuschrammen und mit leeren Händen da zu stehen.

Der zweite Satz war dann der logische Einbruch auf Meckenheimer Seite, den man zu 13 verlor.

Somit ging es am Ende nur noch um Platz 7 gegen Moers (ebenfalls eine Volleyball-Hochburg). Man merkte der Mannschaft aber so langsam an, dass nach den Frust-Erlebnissen die letzte Energie fehlte. Trotz Überlegenheit in den Anfangsphasen belohnte sich die Mannschaft nicht und verlor in zwei knappen Sätzen mit 0:2.

Zusammenfassend kann gesagt werden: Ziel erreicht und dennoch traurig, da so viel mehr drin gewesen wäre. Obwohl sie in den letzten Jahren schon bessere Platzierungen hatten, ist sich Trainer Münz sicher, dass sie noch nie so nah an den Großen dran waren wie jetzt.

Betrachtet man die letzten Jahre ist der Meckenheimer Jugendvolleyball eine Erfolgsgeschichte. In den letzten sieben Jahren verzeichnete die „kleine“ Abteilung 12 Teilnahmen an Westdeutschen Meisterschaften. Besonders stolz sind sie darauf, dass es dieses Jahr auch die U12 und U13 geschafft haben. Diese Meisterschaften finden im Mai statt. Das zeigt, dass die Jugendarbeit funktioniert und man vor einer rosigen Zukunft steht.

Sie suchen für ihre U12/U13 Teams immer nach motivierten und ehrgeizigen Verstärkungen, die ähnlich groß rauskommen wollen, wie die U 20.

Für den MSV spielten (v.l.): Anton Krone, Jonas Bach, Niklas Berner, Paul Busch, Nils Stellmach, Melvin Hüffel, Jakob Trammer, Nils Wortmann, Max Katter, Jakob Krone, Sven Ruetz, Erik Springer, Niklas Müller.Foto: privat

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