Lokalsport | 06.06.2018

SV Rot-Weiß Merl, C-Juniorinnen

Größter Erfolg in der Vereinsgeschichte

Die C-Juniorinnen mit den Trainern Ari Bedrosoglu, Daniel Nitsch und Sascha Petzold.privat

Merl. Auf die Merler C-Juniorinnen wartete gegen Ende der Spielzeit noch der absolute Saisonhöhepunkt. Mit Auswärtssiegen bei GW Welldorf-Güsten (4:0, Kreisligist), TSV Wolsdorf (4:0, Bezirksligist) und Rheinsüd Köln (3:1, Mittelrheinligist) hatten sich die Mädels recht souverän ins Finale des Fußball-Verbandspokals gespielt. Dort wartete kein geringerer Name als die Alemannia aus Aachen, die im Ligabetrieb mit einer reinen U15 in der U17-Mittelrheinliga spielt. Die Aachenerinnen hatten sich zudem noch mit drei Spielerinnen aus der U17-Regionalligamannschaft verstärkt und galten demzufolge als haushoher Favorit.

Der Bedeutung des Anlasses angemessen machte sich die Mannschaft mit ihren Fans am frühen Morgen im Reisebus auf den Weg nach Düren-Arnoldsweiler. Doch sieben Kilometer vor dem Ziel ging erst einmal der Bus kaputt. Die Zeit bis zum Eintreffen des Ersatzbusses nutzte Trainer Ari Bedrosoglu schon mal zur Taktikbesprechung, die Mädels zogen sic derweil schon um. Nach einer Dreiviertelstunde ging es im Linienbus weiter, sodass die Karawane noch halbwegs rechtzeitig auf der altehrwürdigen Platzanlage von Viktoria Arnoldsweiler eintrudelte. Kurzes Aufwärmprogramm auf ungewohntem Naturrasen (übrigens in einem bedauernswerten Zustand), und schon ging es los vor einer ansehnlichen Kulisse.

Gleich zu Beginn der Partie war zu spüren, dass sich die Merlerinnen an diesem Tag einiges vorgenommen hatten. Sie spielten mutig nach vorn, blieben aber erst mal an der souveränen Abwehr des Gegners hängen. Dann die erste Schlüsselszene des Spiels: Nach einem langen Ball in den Rücken der Abwehr wurde eine Merler Spielerin unweit der Eckfahne klar gefoult, aber weder Linien- noch Schiedsrichterin sahen etwas. Da die Gästeabwehr bereits im Vorwärtsgang war, konnte die gegnerische Stürmerin ungehindert zum 1:0 einschießen.

Dieses Tor versetzte den Mädels aus der Amselstadt einen Nackenschlag, von dem sie sich nicht so schnell erholten. Die bärenstarken Aachener Mädchen witterten ihre Chance und legten bis zur Pause zwei weiterere Treffer zum 3:0 nach.

Nach einer leichten taktischen Neuausrichtung in der zweiten Halbzeit belohnten sich die Amselstädterinnen schnell für ihren Kampfgeist und konnten auf 1:3 verkürzen. Jetzt schalteten die Merlerinnen noch einen Gang hoch, gerieten jedoch auch mehrfach in höchste Abwehrnot. Eine Merler Spielerin hat die Chance zum Anschlusstreffer, wird in letzter Sekunde jedoch mit vereinten Kräften leicht abgedrängt und trifft deshalb mit ihrem schönen Schuss nicht ins Tor, sondern nur das Außennetz.

Im Gegenzug gelang Aachen der vierte Treffer. Damit war der Siegeswille der Merler Mädchen nun doch gebrochen, die nach einer langen und kräftezehrenden Saison nicht mehr viel zuzusetzen hatten. Das 1:5 in der letzten Minute der Partie war dann nur noch Statistik.

Am Ende mussten sich die Merlerinnen nach einem zwar etwas unglücklichen Spielverlauf, aber doch leistungsgerecht einer in allen Belangen überlegenen Aachener Mannschaft geschlagen geben, die absolut zu Recht den Mittelrheinpokal mit nach Hause nehmen durfte. Doch die Enttäuschung auf Amselstädter Seite währte nur kurz. Vielmehr überwog die Freude über die Teilnahme an diesem Endspiel, das - soweit die Archive zurückreichen - nicht mehr und nicht weniger ist als der größte Erfolg, den C-Juniorinnen in der Vereinsgeschichte des SV Rot-Weiß Merl je errungen haben.

Dies war aber noch nicht der Schlusspunkt einer großartigen Saison. Auch in der Mittelrheinliga sind die Merler C-Mädchen noch vorn dabei und haben mit drei Auswärtsspielen beim 1. FC Köln, Bayer Leverkusen und Fortuna Köln noch ein schwieriges Restprogramm vor sich.

Die Ehrung für den zweiten Platz durch den Fußballverband Mittelrhein.

Die Ehrung für den zweiten Platz durch den Fußballverband Mittelrhein. Foto: Picasa

Die Merler Mädchen gaben alles.

Die Merler Mädchen gaben alles. Foto: Picasa

Die C-Juniorinnen mit den Trainern Ari Bedrosoglu, Daniel Nitsch und Sascha Petzold.Fotos: privat Foto: Picasa

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Neueste Artikel-Kommentare
  • Julia Doll : Lieber Roman, ja absolut, sehe ich ganz genauso
  • Roman Bermel: Hallo Julia. Du hast vollkommen recht. Ich habe lange bei euch gearbeitet und bin auch heute noch in der Grundschule unterstützend tätig. Ich kann nicht feststellen, dass weniger Unterstützung notwendig ist, eher das Gegenteil ist der Fall.
  • Ignaz Wrobel: Bedauerlich und fragwürdig finde ich, dass offenbar nicht die konstruktive Mitarbeit (!!!) in kommunalen Gremien zur grundlegenden Mitwirkung bei solchen Entscheidungen gesucht wird. Ich würde mich...
  • W. Harkort: Danke für diesen Kommentar. Gab es auch Einwendungen wegen seltener Ameisen? Irgendwann in naher Zukunft werden diese Leute ihre Entscheidung bereuen. Dann ist es aber zu spät.
  • Walter Knieps: Warum erst jetzt ?!?!
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Tag der offenen Tür FFW Königsfeld
10 Jahre NoWi
Anzeige Show Alive
Outdoormöbel
Arbeiten bei van roje
Stellenanzeige Bauingenieur Trinkwasserversorgung/Abwasserbeseitigung
Stellenanzeige Servicekräfte
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Von links: ehemalige Tolitäten Josephine Müller und Julia Richter, neue Tolitäten Ann-Kathrin Bretz, Carolin Stieffenhofer und Lilli Karbach, erster Vorsitzender der Heimatfreunde Güls Christoph Müller und Ortsvorsteher Hans-Peter Ackermann. Foto: SCH
72

Carolin Stieffenhofer und ihren Prinzessinnen Ann-Kathrin Bretz und Lilli Karbach übernahmen das Zepter

Feierliche Eröffnung des Blütenfestes Güls mit Proklamation der neuen Blüten- und Weinkönigin

Koblenz-Güls. Wenn die Weinberge an der Mosel nach und nach wieder grün werden und im ganzen Umland auf den Höhen die Kirschbäume die Landschaft in ein weiß blühendes Meer verwandeln, ist es wieder so weit: Im Koblenzer Stadtteil Güls, dem Tor zur Mosel, beginnt endlich wieder das Blütenfest, welches rund um den ersten Mai gefeiert wird!

Weiterlesen

Rund um´s Haus
Kreishandwerkerschaft
Kreishandwerkerschaft
Dauerauftrag 2025
Holz Loth-Entsorgung
Industriemechaniker
Innovatives rund um Andernach
Azubispots Bad Neuenahr 2026
10 Jahre NoWi Bau
10 Jahre NoWi
Berufskraftfahrer gesucht
AZ_Gelenk 2026
Zukunft trifft Tradition KW 18
Biergarteneröffnung
Jubiläum
Innovatives rund um Andernach
Azubispots Bad Neuenahr 2026
Anzeige neuer Mitarbeiter Jürgen Paaß