Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

EHC „Die Bären“ 2016, Eishockey-Regionalliga West

Jan-Niklas Linnenbrügger nicht zu bremsen

Der Neuwieder Trainer Leos Sulak wollte seiner Mannschaft nach der 2:5-Niederlage keine Vorwürfe machen

Jan-Niklas Linnenbrügger nicht zu bremsen

Kevin Wilson ließ den EHC mit dem Anschlusstreffer zum 1:2 kurzzeitig hoffen, aber Herford zog schnell wieder davon.Foto: privat

27.01.2020 - 09:50

Neuwied. Der EHC „Die Bären“ 2016 ist mit einer Auswärtsniederlage in die Pre-Play-off-Runde der Eishockey-Regionalliga West gestartet. Wie bereits in der Hauptrunde mussten sich die Neuwieder auch zum Auftakt der Runde der besten sechs Mannschaften bei Titelverteidiger Herforder EV geschlagen geben, diesmal mit 2:5. „Heute hat nicht unbedingt die bessere, sondern die effizientere Mannschaft gewonnen. Wir hatten auch viele gute Torchancen, Herford hat seine Möglichkeiten aber besser verwertet“, fasste EHC-Trainer Leos Sulak die Partie zusammen. Neue Runde, neue Spieler im Rampenlicht: Das gibt’s im Eishockey immer wieder. Zum Leidwesen der Bären drehte sich der Scheinwerfer am Freitagabend im Eisstadion im Kleinen Felde vor 720 Zuschauern auf einen Mann, der das Trikot der Ice Dragons trug. Jan-Niklas Linnenbrügger, in der Saison 2012/2013 mit 19 Einsätzen für Neuwied, hat in der Hauptrunde in 16 Partien sechs Tore erzielt und vier vorbereitet – ordentlich, aber jetzt auch nicht hervorstechend. Gegen den EHC machte sich der 28-Jährige mit gleich vier Treffern zum Matchwinner für die Ostwestfalen.

Genau am richtigen Abend, wenn es nach den Drachen geht. Zur Unzeit aus Sicht der Deichstädter. Linnenbrügger eröffnete den Abend in Minute 13 mit dem 1:0, Verteidiger Niels Hilgenberg legte in der 16. Minute das 2:0 nach. „Dabei haben wir im ersten und auch später im zweiten Drittel gut gespielt und nicht viel zugelassen“, merkte Sulak an. Das Zwischenergebnis hatte sich der EHC anders vorgestellt, die Gästen wurden aber nicht nervös.

Rechtzeitig zum ersten Zwischenrunden-Spiel hatte Trainer Sulak schließlich so viel personelle Auswahl wie noch nie in seiner Amtszeit in Neuwied. 19 Feldspieler konnte er ins Rennen schicken, größer war der Kader zuletzt am 10. November. Knut Apel gab nach langer Verletzungspause sein Comeback, lediglich der langzeitverletzte Sven Schlicht stand nicht zur Verfügung. Das bot Möglichkeiten, die Einsatzzeiten auf viele Schultern zu verteilen, machte sich in der Summe aber auch nicht bezahlt.

Auch deshalb, weil HEV-Schlussmann Kieren Vogel zum Fels in der Brandung wurde. „Er hat eine sehr gute Leistung gezeigt und uns in den wichtigen Situationen in Führung gehalten“, sagte Herfords Trainer Jeff Job über seinen Schlussmann. In der 34. Minute durchbrach Kevin Wilson endlich das Bollwerk. In Überzahl verkürzte er zum 1:2. Der Anschlusstreffer hielt jedoch nicht lange. Keine zwei Minuten später schlug Linnenbrügger ebenfalls in Überzahl zurück (36.), ehe sein Doppelschlag gegen Mitte des Schlussabschnitts (48., 50.) Herford die ersten drei Punkte im Kampf um den Halbfinal-Einzug sicherte. Stephan Fröhlich verkürzte zwar noch einmal (51.), aber das hatte nur noch statistische Relevanz.

„Das vierte Herforder Tor war der Knackpunkt. Danach haben wir aufgemacht, und dann ist es ganz normal, dass du ein paar Konter bekommst“, beschrieb Sulak den in seinen Augen entscheidenden Moment. Anders als in Diez vor einer Woche hatte er aber nicht viel auszusetzen an der Vorstellung der Bären: „Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen, außer, dass wir ein paar zu viele dumme Strafen kassiert haben. Wir haben uns insgesamt aber gut verkauft gegen eine starke Mannschaft, die nicht umsonst zweimal hintereinander Meister geworden ist.“

Herforder EV: Vogel (Pohlmann) – Martin, Gehring, Naud, Brinkmann, Droick, Hilgenberg, Rempel – Schürstedt, Weikamp, Unger, Linnenbrügger, Bohle, Berezovskij, Staudt, Chmelkov, Häufler, Hutt.

EHC Neuwied: Schrörs – Pering, Hellmann, Apel, D. Schlicht, Klingsporn, Morys, Neumann, Scharfenort – Fröhlich, Bruns, Asbach, Wilson, Litvinov, Aminikia, Herz, Wasser, Smith, Etzel, Aulie.

Schiedsrichter: Eugen Schmidt.

Zuschauer: 720.

Strafminuten: 18 –22.

Torfolge: 1:0 Jan-Niklas Linnenbrügger (13.), 2:0 Niels Hilgenberg (16.), 2:1 Kevin Wilson (34.), 3:1, 4:1, 5:1 Jan-Niklas Linnenbrügger (36., 48., 50.), 5:2 Stephan Fröhlich (51.).

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
Weitere Berichte

Wanderung mit idyllischer Aussicht rund um Rech

Felsen, Wälder, Wasser und Wein

Rech. Alljährlich steht bei den Eifel- und Wandervereinen der Mittelahr die beliebte Gemeinschaftswanderung auf dem Plan. In diesem Jahr lädt der Eifelverein aus Rech alle Wanderfreunde ein, am Sonntag, 1. März herrliche Ausblicke auf das Ahrtal rund um Rech zu genießen. Ausgangspunkt der Rundwanderungen ist die „Alte Schule“ in Rech. „Felsen, Wälder, Wasser und Wein“, die vom Eifelverein Rech geführten... mehr...

Erlös des Adventsnachmittages in Kesseling wurde an Vereine übergeben

1.500 Euro für drei ortsnahe Projekte und Vereine

Kesseling. Vor kurzem fand in Kesseling traditionell der sogenannte Adventsnachmittag statt. Die ortsansässigen Vereine: Blaskapelle, Feuerwehr, Kinder- und Funkengruppe, Eifelverein, Junggesellenverein, Möhnen und Karnevalsgesellschaft richten diese auf gemeinnützige Zwecke ausgerichtete Veranstaltung gemeinsam aus. Dabei übernimmt im jährlichen Wechsel jeweils ein anderer Verein die Gesamtorganisation. mehr...

Weitere Berichte
Große Dernauer
Weinpräsentation und vieles mehr

Vorbereitungen für den 11. Dernauer Weinfrühling laufen auf Hochtouren

Große Dernauer Weinpräsentation und vieles mehr

Dernau. Auf Einladung des Verkehrsverein WeinKulturDorf Dernau trafen sich die Teilnehmer des Weinwanderwochenendes, um neue Ideen in das Event einzubringen. Erstmals findet für die Gäste, die die Wanderschuhe... mehr...

FWG Grafschaft bleibt bürgerfreundlich

Hintergründe des Fraktionswechsels von Richard Horn

Grafschaft. Der ein oder andere Besucher der Hauptausschusssitzung vom 6. Februar glaubte zunächst sich verhört zu haben, aber so oft wie Richard Horn es in seinem Statement, das er es für die CDU-Fraktion abgäbe, betonte, konnte es kein Versprecher sein. mehr...

Bürger können Fragen einreichen

Einwohnerfragestunde

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die nächste Einwohnerfragestunde ist für die Stadtratssitzung am Montag, 9. März, vorgesehen. Hierbei zu behandelnde Fragen, Vorschläge oder Anregungen sollten der Stadtverwaltung... mehr...

Politik
Spende für „Nachbar in Not“

Unternehmerfrauen im Handwerk zu Gast im AW-Kreishaus

Spende für „Nachbar in Not“

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Andrea Krämer, die neue erste Vorsitzende der Unternehmerfrauen im Handwerk – Arbeitskreis Bad Neuenahr-Ahrweiler, hat Landrat Dr. Jürgen Pföhler im Kreishaus einen Antrittsbesuch abgestattet. mehr...

Aktiv gegen
Lebensmittelverschwendung

Foodsharing zu Gast bei den GRÜNEN im Kreis Ahrweiler

Aktiv gegen Lebensmittelverschwendung

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Im Rahmen ihrer Mitgliederversammlung hatten die GRÜNEN im Kreis Ahrweiler Anna Gieraths von Foodsharing e.V. zu Gast. Sie berichtete über die Aktivitäten des bundesweit tätigen Vereins und von der neu gegründeten Gruppe in Bad Neuenahr-Ahrweiler. mehr...

Guido Ernst und Horst Gies äußern sich zu Straßenausbaubeiträgen

Nur die Abschaffung führt tatsächlich zur Entlastung

Region. „Straßenausbaubeiträge sind unsozial“, unterstreichen die beiden CDU-Landtagsabgeordneten aus dem Kreis Ahrweiler, Guido Ernst und Horst Gies, die Kritik des Steuerzahlerbundes am Vorschlag der Landesregierung zur Einführung wiederkehrender Straßenausbaubeiträge. mehr...

Sport

TTC Karla e.V.: Boom beim Tischtennisnachwuchs

Endlich wieder ein Sieg für die „Vierte“

Lantershofen. Zwar war das Karnevalswochenende für die Tischtennissportler spielfrei, aber unter der Woche hatte die 4. Mannschaft ein Nachholspiel gegen die SG Bad Breisig II zu bestreiten. Nach zuletzt... mehr...

Fußball im Westerwald in der Saison 2019/20

Zahlreiche Nachholspiele stehen an

Region. Es folgen aktuelle Spielergebnisse sowie Informationen zu bevorstehenden Begegnungen. SG Nauort/Ransbach – SV Hillscheid 2:1, SV Marienrachdorf – SV Maischeid 2:2, Türkiyemspor Ransbach-Baumbach... mehr...

Wirtschaft
Bänker richtig „jeck“

- Anzeige -Empfang der Koblenzer Tollitäten in der Volksbank RheinAhrEifel in Koblenz

Bänker richtig „jeck“

Koblenz. Das Bänker richtig „jeck“ sein können bewiesen die Mitarbeiter in der Rizzastraße und vorne weg Sascha Monschauer – Vorstandsvorsitzender der Volksbank RheinAhrEifel und Walter Müller – Vorstandsmitglied Volksbank RheinAhrEifel an Schwerdonnerstag. mehr...

Verbundenheit zum Karneval

-Anzeige-Andernacher Tollitätenpaar besuchte Sparkassenfiliale am Johannesplatz

Verbundenheit zum Karneval

Andernach. Einer inzwischen langjährigen Tradition folgend, wurde das Andernacher Tollitätenpaar Prinz Albert I. und Prinzessin Katja I. mit Gefolge in der Kreissparkasse am Johannesplatz vom stellvertretenden Vorstandsmitglied Frank Mörsch und Vertriebsleiter Alexander Müller empfangen. mehr...

 
Lesen Sie Jetzt:
Umfrage

Was halten Sie von einem generellen Rauchverbot in der Öffentlichkeit?

Ich bin dafür.
Nein, sowas geht zu weit.
Mir egal.
aktuelle Beilagen
 
Kommentare
juergen mueller:
Ja - das Ordnungsamt ist viel mehr als nur "Knöllchen". Dafür braucht es auf dem Foto keiner mediengeiler politischer Vertreter, die keinen Anlaß auslassen, mit ihrer gestellten Anwesenheit darauf hinzuweisen, dass ohne sie nichts geht - ein Trugschluß, den noch nicht jeder begriffen hat. Man sonnt sich halt bei jeder Gelegenheit in Situationen, die anscheinend ohne künstlich politisch inszenierte Sonneneinstrahlung offensichtlich verblassen würden. Und die Farbe offenbart es dann doch - man bleibt halt "blass".
juergen mueller:
Wenn einem die Felle davon schwimmen, dann greift man halt nach etwas, was man mit seiner (un)sozialen Einstellung Jahrzehnte ganz einfach wissentlich ignoriert hat. Seit wann interessiert die SPD-Fraktion unter dem Fraktionsvorsitz von Lipinski-Naumann MENSCHEN mit niedrigen/mittleren Einkommen? Bisher konnten mit deren unverhohlenen Zustimmung Investoren ohne Rücksicht auf eine "soziale Quote" bauen auf Teufel komm raus. Diese plötzliche vermeintlich soziale Kehrtwende stinkt nur noch. Das einzig sinnvolle Instrument war bisher nur das, dessen Töne in den eigenen Kram passten. Diese Schleimer- u.Anbieterei um Wählerstimmen ist nur noch erbärmlich.
Marcel Iseke:
Die "jetzigen gefährlichen Einfahrten" sind dann nicht mehr gefährlich? Der Radweg muss einfach komplett freigegeben werden, für die Sicherheit unserer Fahrradfahrer, der Reduzierung des PKW Verkehrs, mehr Bewegung im Alltag, CO2 Reduktion und und und. Keine halben Sachen!!
Service
LESETIPPS
GelesenEmpfohlen
Anzeige Online bestellen

Geben Sie Ihre Anzeige in wenigen Schritten einfach selbst auf - Rund um die Uhr auf unserer Online-Anzeigenaufgabe! Wählen Sie hier einfach die passende Rubrik aus.