Lokalsport | 07.10.2019

Fußball-Rheinlandliga, elfter Spieltag

Robin Rohr riss sein Team aus allen Träumen

SG Eintracht Mendig/Bell – FSV Salmrohr 3:4 (1:2)

Mit diesem Freistoß sorgte Mustafa Madanoglu in der 77. Minute bei strömendem Regen für den 3:3-Ausgleich. Fotos: SK

Mendig. Die SG Eintracht Mendig/Bell muss ihre Blicke langsam aber sicher nach unten richten: Durch die 3:4 (1:2)-Heimniederlage gegen den FSV Salmrohr ist die Mannschaft von Spielertrainer Kodai Stalph in der Fußball-Rheinlandliga nach nunmehr vier Partien ohne Sieg auf den neunten Platz der Tabelle abgerutscht. Die 130 Zuschauer auf dem Kunstrasenplatz an der Brauerstraße sahen bei Dauerregen eine kuriose Begegnung, die von drei kapitalen Torwartfehlern gekennzeichnet war.

„Wenn du zu Hause vier Tore kassierst, kannst du kein Spiel gewinnen. Nach der Pokalbegegnung gegen die TuS Koblenz ist bei unserem Defensivverbund kollektiv der Wurm drin“, brachte es SG-Spielertrainer Stalph auf den Punkt. „Wir sind schlecht gestartet, haben uns schnell gefangen und hätten die Partie nach unserer Führung besser kontrollieren müssen. Das ist uns leider nicht gelungen.“ Für diese Führung sorgte nach acht Minuten Niklas Heinemann, der von der starken Vorarbeit seines Teamkollegen Milan Rawert profitierte. Zuvor hatten Florian Wirths bei einem Schuss von Giancarlo Pinna (3.) und Kapitän Florian Schlich bei einem Versuch von Marco Unnerstall (6.) für ihren bereits geschlagenen Torhüter Robin Rohr auf der Linie klären müssen. Mit einem Doppelschlag drehten die Gäste die Partie noch vor der Pause: Zunächst traf Nico Toppmöller nach einem Eckball per Kopf (28.), ganze 120 Sekunden später drückte Pinna nach einer Hereingabe von Unnerstall den Ball aus kurzer Distanz über die Linie. „Der Gegner ist in dieser Phase zwei Mal in Überzahl auf unser Tor gelaufen, so etwas darf uns nicht passieren“, kritisierte Stalph.

Der Ärger wurde im zweiten Abschnitt noch größer, denn exakt zwölf Sekunden nach Wiederanpfiff lag der Ball zum dritten Mal im Netz der Eintracht. Daniel Littau hatte in Abstaubermanier für das 1:3 gesorgt. „Ich kenne meine Mannschaft ja, es gibt viele Aufs und Abs. Nach dem frühen Rückstand haben wir noch Nehmerqualitäten gezeigt, aber nach dem 3:1 hat jeder gedacht: Die Messe ist gelesen. Das war sie aber nicht“, blickte FSV-Trainer Lars Schäfer, der aus Ettringen stammt, auf den ungewöhnlichen Spielverlauf zurück. „Diesen Krimi hätten wir uns ersparen können, aber wir haben den Gegner mit unseren Geschenken am Leben erhalten. Unser Torwart hat heute einen rabenschwarzen Tag erwischt.“

Der hieß am Sonntagnachmittag Dominik Thömmes und ließ sich zunächst von einem 30-Meter-Freistoß von Kodai Stalph zum 2:3 überraschen (56.) und schließlich einen harmlosen 25-Meter-Freistoß von Mustafa Madanoglu zum 3:3 durch die Hosenträger rutschen (77.). Für kurze Zeit war die Eintracht, die auf die verletzten Marcel Berg (muskuläre Probleme im linken Oberschenkel) und Takahiro Hidaka (Platzwunde über dem linken Auge) verzichten musste, dem Sieg näher als die Gäste. Doch SG-Torhüter Rohr, der im bisherigen Saisonverlauf konstant gute Leistungen gezeigt hatte, riss seine Teamkollegen aus allen Träumen und boxte sich einen Schuss von Jakub Rufus Jarecki zwei Minuten vor Schluss zum 3:4-Endstand quasi selbst ins Tor.

SG Eintracht Mendig/Bell: Robin Rohr, Milan Rawert, Florian Schlich, Florian Wirths, Philipp Franzen (74. Rausch), Kodai Stalph, Manuel Oster, Björn Gilles, Niklas Heinemann, Mustafa Madanoglu, Lars Bohm; FSV Salmrohr: Dominik Thömmes, Lucas Abend, Maximilian Düpre, Giancarlo Pinna, Marco Unnerstall (89. Kader Toure), Daniel Littau (75. Niklas Lames), Lucas Lautwein, Nico Toppmöller, Jakub Rufus Jarecki, Michael Dingels, Marcel Giwer (65. Nico Kieren).

Schiedsrichter: Lukas Wilzek (Höchstenbach); Zuschauer: 130; Torfolge: 1:0 Niklas Heinemann (8.), 1:1 Nico Toppmöller (28.), 1:2 Giancarlo Pinna (30.), 1:3 Daniel Littau (46.), 2:3 Kodai Stalph (56.), 3:3 Mustafa Madanoglu (77.), 3:4 Jakub Rufus Jarecki (88.); Besonderheit: Das Spiel begann mit 18 Minuten Verspätung, weil die Gäste vom FSV Salmrohr im Stau standen.

Nächste Aufgabe für die SG Eintracht Mendig/Bell: Am Sonntag, 13. Oktober, um 14.30 Uhr beim Ahrweiler BC.

Nächste Aufgabe für den FSV Salmrohr: am Samstag, 12. Oktober, um 15.30 Uhr gegen die SG Schneifel Stadtkyll.

Allein gegen alle: Kodai Stalph sieht sich hier gleich vier Salmrohrer Abwehrspielern gegenüber.

Allein gegen alle: Kodai Stalph sieht sich hier gleich vier Salmrohrer Abwehrspielern gegenüber.

Milan Rawert (l.) hatte gegen Marco Unnerstall einen schweren Stand.

Milan Rawert (l.) hatte gegen Marco Unnerstall einen schweren Stand.

Allein gegen alle: Kodai Stalph sieht sich hier gleich vier Salmrohrer Abwehrspielern gegenüber.

Allein gegen alle: Kodai Stalph sieht sich hier gleich vier Salmrohrer Abwehrspielern gegenüber.

Milan Rawert (l.) hatte gegen Marco Unnerstall einen schweren Stand.

Milan Rawert (l.) hatte gegen Marco Unnerstall einen schweren Stand.

Mit diesem Freistoß sorgte Mustafa Madanoglu in der 77. Minute bei strömendem Regen für den 3:3-Ausgleich. Fotos: SK

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