Lokalsport | 21.11.2017

Koblenzer Kunstturner erreichen beste Platzierung seit dem Jahr 2003

Vierter Platz in der Abschlusstabelle

KTV Koblenz schlägt Turnzentrum Bochum-Witten mit 50:39

Oben v.l.: Tom Kunz, Tim Hartung, Stefan Salzmann. Mitte v.l.: Physiotherapeut Timo Schall, Boudewijn de Vries, Trainer Ralf Schall, Jochen Pfirrmann, Glenn Smink, Betreuer Viktor Klimenko. Unten v.l.: Alexander Heinrich, Ivo Hofmann, Angelo Schall, Pascal Glowienka, Vladimir Klimenko. Privat

Koblenz. Es war ein hartes Stück Arbeit bevor die Kunstturnvereinigung (KTV) Koblenz den Wettkampf gegen das Team des Turnzentrum (TZ) Bochum-Witten in einer hochklassigen und bis zum letzten Gerät spannenden Auseinandersetzung gewonnen hatte. Mit diesem Sieg sicherten sich die Koblenzer Kunstturner den vierten Platz in der Abschlusstabelle der zweiten Kunstturn-Bundesliga Staffel Nord und feierten damit die beste Platzierung seit dem Jahr 2003, als sie als damalige KTV Koblenz/Niederwörresbach den dritten Platz belegt hatten. Die Vorzeichen des letzten Wettkampfes waren klar: beide Teams wollten unbedingt gewinnen, um ihre Saisonziele zu erreichen. Die Gastgeber kämpften um den Klassenerhalt, die Mittelrheiner um eine Platzierung in der oberen Tabellenhälfte. Das Bodenturnen konnte die Riege von KTV Trainer Ralf Schall aufgrund der etwas höheren Ausgangswerte mit 6:5 für sich entscheiden. Auch das Seitpferdturnen ging mit 9:6 an die Turner aus der Rhein-Mosel Stadt. An den Ringen drehten die Schützlinge von TZ Coach Thomas Schlüter den Spieß um und gewannen das Gerät deutlich mit 12:4 zur 23:19 Pausenführung für die Gastgeber. Zu diesem Zeitpunkt wähnten die Bochum-Wittener den Klassenerhalt noch in greifbarer Nähe, da das ebenfalls abstiegsgefährdete Kunstturnteam Oberhausen beim TUS Vinnhorst hoffnungslos ins Hintertreffen geraten war. Im vierten Durchgang sah sich das Heimteam allerdings außerstande, die Sprünge von Vladimir Klimenko und Glenn Smink zu parieren, sodass die Koblenzer mit 10:4 gewannen und mit zwei Punkten Vorsprung das Barrenturnen eröffnen konnten. Hier profitierten die fehlerfrei agierenden Gäste von einem Sturz des ehemaligen georgischen Nationalturners Shalva Dalakishvili. 8:8 lautete das Ergebnis am vorletzten Gerät. Wowa Klimenko mit 14,00 Punkten und fünf Scores gegen Dario Sissakis und Boudewijn de Vries mit 14,45 und vier Scores gegen Shalva Dalajishvili entschieden die Partie. Die fehlerfreien Übungen von Ivo Hofmann und Angelo Schall rundeten einen tollen Wettkampf des „Team vom ( R)Eck“ ab. Die KTV beendete mit dem Sieg die Saison als Vierte der Abschlusstabelle und damit der besten Platzierung seit 14 Jahren.

Die Saison

Dabei hatte die in diesem Jahr zweigeteilte Saison alles andere als verheißungsvoll begonnen. Die im Juni ausgetragenen Wettkämpfe konnte die KTV nur mit einer Notmannschaft bestreiten: Stefan Salzmann, , Jochen Pfirrmann, Dennis Guschtyn, Ivo Hofmann, Glenn Smink , Boudewijn de Vries und und Raphael Alt: das ist die Auflistung von Turnern der Kunstturnvereinigung (KTV) Koblenz, die zum Saisonauftakt in derzweiten Kunstturn-Bundesliga nicht in das Wettkampfgeschehen eingreifen konnten. Verletzung, Auslandssemester oder berufliche Unabkömmlichkeit waren einige der Gründe, die dazu führten, dass die KTV Koblenz beim Rheinland-Pfalz Derby in Grünstadt gegen die heimische TSG und eine Woche später gegen die KTG Heidelberg nur mit dem allerletzten Aufgebot antreten konnte. Dabei warteten die Koblenzer mit zwei Neulingen im „Team vom (R)Eck“ auf: der Russe Alexey Kozlov übernahm die Ausländerposition anstelle der Niederländer Glenn Smink und Boudewijn de Vries, die für ihren Landesverband unterwegs waren. Der zweite Neuling ist ein alter Bekannter: der 31- jährige Vladimir Klimenko kehrte nach Jahren des Einsatzes in der Mannschaft des mehrfachen Deutschen Mannschaftsmeisters, KTV Straubenhardt, in das mittelrheinische Team zurück. Trotzdem gingen beide Wettkämpfe deutlich verloren und die im Oktober beginnende zweite Wettkampfserie schien zum puren Abstiegskampf zu werden. Es stellte sich aber schon im ersten Wettkampf gegen das Kunstturnteam Oberhausen heraus, dass die KTV in Bestbesetzung durchaus nicht als Kanonenfutter herhalten musste. Mit Alexander Heinrich fand zudem ein ehemaliger Erstligaturner von der KTV Chemnitz zusätzlich zu den bewährten Kräften den Weg in das Koblenzer Team. Nach Siegen gegen das KTT Oberhausen, den Vizemeister TUS Vinnhorst, den Aufsteiger KTV Ries und jetzt das TZ Bochum-Witten turnte die KTV in die obere Hälfte der Zweiten Bundesliga. Dies ist umso erstaunlicher, als die KTV nach dem Abriss der Trainingshalle am Mozartplatz seit mehr als zwei Jahren in einem Messezelt am Wallersheimer Kreisel trainiert. Da die ersehnte neue Trainingsstätte auf dem Asterstein frühestens Ende 2018 fertiggestellt wird, werden sich die Schützlinge von Trainer Ralf Schall auch auf die kommende Saison unter suboptimalen Bedingungen vorbereiten müssen.

TZ Bochum-Witten - KTV Koblenz 39:50 (3:9 Gerätepunkte, 289,15:296,30 Wettkampfpunkte, Boden 5:6, Seitpferd 6:9, Ringe 12:4, Sprung 4:10, Barren 8:8, Reck 13:4,

Für die KTV Koblenz turnten: Boudewijn de Vries (18 Scorepunkte, Topscorer) Angelo Schall (6), Vladimir Klimenko (9), Jochen Pfirrmann, Pascal Glowienka, Ivo Hofmann (2), Tom Kunz, Glenn Smink (8) und Alexander Heinrich (7).

Oben v.l.: Tom Kunz, Tim Hartung, Stefan Salzmann. Mitte v.l.: Physiotherapeut Timo Schall, Boudewijn de Vries, Trainer Ralf Schall, Jochen Pfirrmann, Glenn Smink, Betreuer Viktor Klimenko. Unten v.l.: Alexander Heinrich, Ivo Hofmann, Angelo Schall, Pascal Glowienka, Vladimir Klimenko. Foto: Privat

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