Lokalsport | 05.06.2019

Die Mannschaft von Trainer Lars Lauber hat den Aufstieg in die Fußball-Kreisliga A erneut verpasst

Watchara Onthonglang zerstört alle Träume

SG Maifeld - FC Inter Sinzig 0:1 (0:1)

Auch für Artur Dschuasbaev gab es gegen die Defensive des FC Inter Sinzig (re. Albert Buhler, in der Mitte Jannis Poppe) kein Durchkommen. Fotos: SK

Mertloch. Die SG Maifeld (Zweiter der Kreisliga B Mayen) hat den Aufstieg in das Oberhaus des Fußballkreises Rhein/Ahr erneut verpasst. Nach dem 3:2 (1:1)-Erfolg am Mittwoch der vergangenen Woche bei der DJK Kruft/Kretz (Drittletzter der Kreisliga A) hätte gegen den FC Inter Sinzig (Zweiter der Kreisliga B Ahr) ein Unentschieden gereicht, doch durch die 0:1 (0:1)-Heimniederlage blieb der Mannschaft von Trainer Lars Lauber nur die Zuschauerrolle. In der nächsten Saison heißen die Gegner nun nicht Rheinland Mayen, SG Ettringen oder TuS Fortuna Kottenheim, sondern SV Ruitsch-Kerben, SV Alzheim oder SG Monreal.

Nachdem Schiedsrichter Hamid Rostamzada aus Mayen die spannende Partie vor 500 Zuschauern auf dem Kunstrasenplatz in Mertloch abgepfiffen hatte, sackten die Spieler der SG Maifeld zu Boden und vergruben ihre Gesichter in den Händen. Die mitgereisten Fans des FC Inter Sinzig hingegen jagten die ersten Raketen in den noch nicht vorhandenen Abendhimmel, zündeten Pyrotechnik, tanzten anschließend mit ihren Helden im Mittelkreis und bejubelten gemeinsam den dritten Aufstieg innerhalb von vier Jahren. 2015 ging es von der D- in die C-Klasse, 2017 von der C- in die B-Liga und 2019 schließlich ins Oberhaus des Fußballkreises. Eine beachtliche Bilanz für einen jungen Verein, der erst im Mai 2013, also gerade mal vor sechs Jahren, von Tugay Ögrük gegründet worden war.

„Der erste Torschuss des Gegners hat gleich gesessen, da haben wir aber auch nicht gut verteidigt“, suchte SG-Trainer Lauber nach Erklärungen. „Es war zu viel Nervosität im Spiel, uns sind viele technische Fehler unterlaufen. Jeder schien einen schweren Rucksack mit sich herumzutragen.“ Der Druck erhöhte sich nach zwölf Minuten noch mehr, als der Thailänder Watchara Onthonglang die Gäste in Führung brachte. Der Linksfuß zog in Arjen-Robben-Manier an SG-Abwehrspieler Florian Birnstock vorbei nach innen und jagte den Ball aus fast 30 Metern an den oberen Teil des linken Innenpfostens, von wo das Spielgerät hinter die Linie flog.

Schon in der ersten Halbzeit hielt der überragende Inter-Schlussmann Janik Engelhardt seine Mannschaft gegen Edgar Oberdörfer (37.) und in einer Eins-gegen-eins-Situation mit Torjäger Jan Tullius (39.) im Spiel. Seine größte Tat vollbrachte Engelhardt in der 90. Minute, als er einen Heber von Tullius im Rückwärtslaufen mit den Fingerspitzen von der Linie kratzte. Beim Nachschuss des eingewechselten Kevin Kasperski warf sich Ivo Kramar mit aller Macht dem Schuss entgegen und ließ den Auswärtssieg wahr werden. Eine Viertelstunde vor Schluss hatten die Gastgeber zwar jubeln können, aber der Unparteiische hatte Tullius bei dessen vermeintlichem 1:1-Ausgleichstreffer zuvor im Abseits gesehen.

„Wir hatten nach dem 0:1 unzählige Chancen, aber die Lockerheit war wie weggeblasen“, räumte Lauber ein. „Wir hätten noch Stunden spielen können, ohne einen Treffer zu erzielen. Es ist bitter, dass wir uns für eine gute Saison wieder nicht belohnt haben, aber es hat nicht sollen sein. Die Enttäuschung ist groß. Wir werden jetzt ein paar Tage unsere Wunden lecken und ab der zweiten Juli-Woche mit der Vorbereitung starten. Dann nehmen wir einen neuen Anlauf.“

Nachdem in Mertloch die ersten spontanen Feierlichkeiten über die Bühne gegangen waren, ging es für die Inter-Spieler im Autokorso zurück nach Sinzig und anschließend in den Stadtteil Westum, wo der dortige Sportverein Rheinland 1919 bereits sein 100-jähriges Bestehen feierte. Bis zu einem solchen Jubiläum ist es für den FC Inter Sinzig noch ein weiter Weg, aber immerhin ist die internationale Auswahl in der neuen Saison in der gleichen Klasse beheimatet wie die SG Westum/Löhndorf: in der Kreisliga A. Davon kann die SG Maifeld nur träumen.

SG Maifeld: David Münzel, Dominic Kranz, Jan Geiermann, Martin Gödert, Florian Birnstock, Perparim Berischaj, Edgar Oberdörfer, Artur Dschuasbaev (81. Daniel Gersabeck), Martin Steffes-Holländer, Timur Dschuasbaev (58. Kevin Kasperski), Jan Tullius.

FC Inter Sinzig: Janik Engelhardt, Basel Aziza, Phillip Schirmbeck, Atrit Buqinca, Okay Tahtaci, Albert Buhler, Leonhard Cervadiku, Jannis Poppe (46. Napha Niraphot), Ivo Kramar, Luca Gilles (65. Satbir Singh), Watchara Onthonglang (86. Oliver Huhn).

Schiedsrichter: Hamid Rostamzada (Mayen).

Zuschauer: 500.

Tor: Watchara Onthonglang (12.).

Besonderheiten: Das Spiel begann mit 30 Minuten Verspätung, da die Gäste im Stau standen, Gelb-Rote Karte gegen Leonhard Cervadiku (90. + 1, FC Inter Sinzig) wegen Foulspiels und einer Unsportlichkeit.

Watchara Onthonglang zerstört alle Träume

Watchara Onthonglang zerstört alle Träume

Diese artistische Einlage brachte Timur Dschuasbaev nichts ein.

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Auch für Artur Dschuasbaev gab es gegen die Defensive des FC Inter Sinzig (re. Albert Buhler, in der Mitte Jannis Poppe) kein Durchkommen. Fotos: SK

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