Allgemeine Berichte | 07.01.2016, 15:19 Uhr

Das Borea Barockorchester erspielt 1070 Euro für die Flüchtlingshilfe Wachtberg

Beschwingt und beseelt ins neue Jahr

Junges Ensemble bringt frischen Klangwind nach Niederbachem

Unter dem Konzerttitel „Bach, Söhne und Co.“ spielte das Ensemble auf. Walter Rohwedder
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Niederbachem. Das Borea Barockorchester konzertierte vor begeistertem Publikum im bis auf den letzten Platz gefüllten evangelischen Gemeindehaus in Niederbachem. Das junge Ensemble hat sich bei der Namensgebung von Boreas inspirieren lassen, dem Nordwind aus der griechischen Mythologie, dem Antonio Vivaldi in seinen "Vier Jahreszeiten" ein musikalisches Denkmal gesetzt hat. Und tatsächlich sorgten die neun Streicher und fünf Bläser, mal vom Cembalo, mal von der Orgel begleitet, mit ihrem an der Grenze von Barock und Empfindsamkeit stehenden Programm für erfrischenden Klangwind. Unter dem Konzerttitel „Bach, Söhne und Co.“ rankten sich Werke der Bachsöhne Carl Philipp Emanuel und Johann Christian um Kompositionen der Altmeister Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel. Daniel Lauwers spielte den ersten Satz aus Carl Philipp Emanuel Bachs Oboenkonzert B-Dur mit einer ausdrucksstarken selbst komponierten Kadenz. Die erst vierzehn und sechzehn Jahre alten Geiger Casper Hesprich und Achille Morin glänzten in Johann Sebastian Bachs berühmtem Doppelkonzert für zwei Violinen. Die Kölner Sopranistin Katharina van Nahmen interpretierte beseelt zwei Lieder aus Händels Neun deutschen Arien, die sich in ihrer empfindsamen Botschaft („Künft’ger Zeiten eitler Kummer/Stoört nicht unsern sanften Schlummer, Ehrgeiz hat uns nie besiegt.“) den stürmischen Ecksätzen der g-moll-Sinfonie von Johann Christian Bach entgegenstellten. Außerdem waren die Konzertmeisterin des Ensembles Elisa Wittbrodt und ihr Mann Robert als Sologeigen in Händels Triosonate B-Dur zu hören, begleitet von Clara Klein am Cello und dem erst fünfzehnjährigen Oliver Schwichtenberg am Cembalo. Mit Astor Piazzollas „Libertango“ als Zugabe schickten die Musiker das Publikum beschwingt ins neue Jahr. „Wir sind erst im Sommer nach Niederbachem gezogen, haben uns ziemlich spontan zu dem Neujahrskonzert entschieden und sind ganz begeistert von dem großen Interesse“, sagte Dirigent Robert Wittbrodt, der Dr. Harald Uhl von der "Ökumenischen Arbeitsgemeinschaft zur Betreuung von Flüchtlingen in Wachtberg" die Konzerteinnahmen von 1070 Euro spendete. Im Borea Barockorchester spielen seit 2009 unter Anleitung des Ehepaars Wittbrodt in wechselnden Formationen Schüler und Studenten mit einer besonderen Begabung im Bereich der klassischen Musik. Das BBO gibt regelmäßig Konzerte auch im Rahmen des Jungen Beethovenfestes Bonn. Einmal im Jahr richtet die Gruppe ein Musikfest auf der dänischen Insel Samsö aus.

Dr. Harald Uhl (links) dankte im Namen des "Ökumenischen Arbeitskreises Wachtberg" Robert Wittbrodt für die großartige Unterstützung.

Dr. Harald Uhl (links) dankte im Namen des "Ökumenischen Arbeitskreises Wachtberg" Robert Wittbrodt für die großartige Unterstützung.

Unter dem Konzerttitel „Bach, Söhne und Co.“ spielte das Ensemble auf. Fotos: Walter Rohwedder

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