Lokalsport | 13.01.2014

Verstärkung für die Box-Union Weißenthurm

Erfolgstrainer Heinrich Ottersbach ist zurück

Heinrich Ottersbach.privat

Weißenthurm. In den vergangenen Jahren betreute Heinrich Ottersbach viele talentierte junge Boxer an verschiedenen Wirkungsstätten. Jetzt ist er zur Box-Union zurückgekehrt, wo er mit seinen Kenntnissen und Erfahrungen das Training bereichert.

Bereits im Alter von 14 Jahren begann der gebürtige Brohler in Andernach mit dem Kampfsport. Mit 23 Jahren boxte er mit Essen-Stehle in der Bundesliga. Er stand auch fünf Jahre in Belgien im Ring, wo er in dieser Zeit arbeitete. Nach 168 knochenharten Kämpfen pausierte Ottersbach von 1976 bis 1978, um sich seiner zweiten Leidenschaft, dem Reitsport zu widmen. Doch dann zog es ihn wieder zum Boxsport, diesmal als Trainer. Zunächst knüpfte er Kontakte zu Walter Knieps (Bad Neuenahr-Ahrweiler), damals Physiotherapeut im bekannten Sauerland-Stall. Als er 1998 erfuhr, dass die Weißenthurmer Box-Union vor dem Aus stand, zögerte er keine Sekunde. Ottersbach stellte den Verein ganz neu auf. Sein Fokus war besonders auf die Nachwuchsboxer gerichtet. „Der Schwerpunkt meiner Trainertätigkeit liegt in der Jugendförderung. So manchen habe ich von der Straße geholt. Der Sport hat auch einen großen integrativen Aspekt, das ist heutzutage wichtig.“

Viele junge Boxer gefördert

Bei der Box-Union förderte Ottersbach mit großem Engagement den jungen Boxer Can Kirsch, der unter den Fittichen des Trainers zum Halbschwergewichts-Rheinlandmeister sowie zum südwestdeutschen Meister wurde und für Wismar und Leverkusen in der 1. und 2. Bundesliga geboxt hat. Mit großem Stolz spricht er auch von Alpaslan Agüzüm. Der junge Boxer wechselte bereits mit 17 Jahren in den Sauerland-Stall. Die Brüder Stefan und René Sittler wurden unter der Anleitung von Trainer Ottersbach schleswig-holsteinische Meister und norddeutsche Meister. Stefan Sittner war außerdem zweimal deutscher Meister und boxte für Velbert in der 1. Bundesliga. Auch Profiboxer Serdar Uysal aus Neuwied der u.a. schon gegen Robert Helenius im Ring gestanden hat, hat seine Wurzeln in Weißenthurm. Weiterhin verhalf Ottersbach den jungen Boxern Florian Nickenig und Michael Januschewski zu regionalen und überregionalen Titeln. Zuletzt hat er die Brüder Marvin, Robert und Kevin Miah trainiert, die in seiner Obhut Mittelrheinmeister wurden, Marvin sogar westdeutscher Meister. „Das sind Vorbilder für unsere Jugendlichen“, so Ottersbach. Sowohl als Vereinsvorsitzender und Trainer als auch als Vizepräsident des Amateur-Boxverbandes Rheinland arbeitete Ottersbach daran, den Boxsport auch für deutschstämmige Kinder wieder attraktiv zu machen. Das Konzept ging auf. Für Ottersbach ist das aber nicht immer nur ein Grund zur Freude. „Den deutschen Kindern und Jugendlichen fehlt oft der Biss und das Durchsetzungsvermögen. Sie sind es nicht gewohnt, hart an sich zu arbeiten und geben oft zu schnell auf. Sie müssen bei mir erst Disziplin lernen und den Willen, gegen Widerstände anzukämpfen und auch mal hart gegen sich selbst zu sein. Das bedeutet aber nicht nur Drill und Kampf. Meine Jungens können sich immer darauf verlassen, dass ich mich um sie kümmere - auch über das Boxen hinaus“.

Nachdem Ottersbach in den vergangenen Jahren für verschiedene Vereine tätig war, kehrte er Ende des Jahres in seine alte Heimat zurück und verstärkt nun den Trainerstab der Box-Union.

Boxtraining

Informationen zum Boxtraining in Weißenthurm gibt es im Internet unter www.boxunion.de. Interessierte sind überdies jederzeit herzlich eingeladen, eine Trainingsstunde zu besuchen. Trainiert wird in der Turnhalle der Grundschule Weißenthurm, dienstags von 19 bis 21 Uhr, freitags von 20 bis 22 Uhr sowie samstags von 13 bis 16 Uhr.

Heinrich Ottersbach.Foto: privat

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