Wirtschaft | 11.12.2017

-Anzeige- Andernacher Generationenbetrieb Ahsenmacher verbindet Liebe zur Stadt und Geschäftsinteresse

„Krahnenburg“ als Herzensangelegenheit

Johannes Ahsenmacher vor dem neu erworbenen Objekt. Das vorgelagerte Grundstück bis zur Aussichtskanzel gehört der Stadt.MKA

Andernach. „Heut‘ mache mer e Tüürsche off de Krahnebersch“, heißt es in einem Andernacher Lied. Auf Andernachs geliebtem Hausberg hat sich Johannes Ahsenmacher, einer der Geschäftsführer der Ahsenmacher GmbH & CO. KG, für ein Interview zur Verfügung gestellt. Der Generationenbetrieb gilt in der Region als einer der führenden mittelständischen Dienstleister im Bereich Catering, Events und Fleischmanufaktur. Das in den vergangenen Jahren bemerkenswert wachsende Unternehmen investiert derzeit mit zwei Baumaßnahmen in eine zukunftsorientierte Betriebserweiterung. So auch auf dem Krahnenberg, der nicht nur für Andernacher ein beliebtes Ausflugsziel ist. Seit geraumer Zeit gibt es dort keine Einkehrmöglichkeit mehr. Das ehemalige Restaurant „Krahnenburg“ wurde vor gut zwei Jahren aufgegeben, die Gebäude zeigen sich mittlerweile in einem maroden Zustand.

Zusammen mit ihren zwei älteren Brüdern Alexander und Lars führen sie die Geschäfte der Ahsenmacher GmbH & Co. KG. Wie sind die Zuständigkeiten unter ihnen aufgeteilt?

Johannes Ahsenmacher: Alexander leitet den Verkauf, Lars die Produktion der Metzgerei. Wir produzieren in unserer Manufaktur das Meiste ja noch selbst. Ich betreue mit einem Team den Bereich Catering, Veranstaltungen und Events und kümmere mich um die betriebliche Entwicklung.

Mit welchen Gefühlen hat der Andernacher Johannes Ahsenmacher im Verlauf seines fast 40-jährigen Lebens auf den Krahnenberg geschaut?

Johannes Ahsenmacher: Wie wohl jeder Andernacher bin ich als Kind mit meinen Eltern und Geschwistern oft oben gewesen, wir sind dort essen gegangen. Der Krahnenberg ist ja gewissermaßen eine Institution.

Ihr Unternehmen hat zwischenzeitlich das Objekt „Krahnenburg“ erworben. Wie kam es dazu und wer war aus ihrer Geschäftsführung von dieser Investition am meisten überzeugt?

Johannes Ahsenmacher: Wenn wir Brüder mit unserem Vater von einem Projekt überzeugt sind, dann machen wir das. Hat einer Bauchschmerzen, lassen wir die Finger davon. Im Hinblick auf die Erfolgsgeschichte unseres Casinos hatten wir schon länger auf eine Gelegenheit gewartet, an attraktiver Stelle einen weiteren Standort aufzubauen. Wir schauten uns auch verschiedene Objekte in der Nähe an, die aber nicht passten. Als wir dann sahen, dass das Restaurant „Krahnenburg“ erst geschlossen und dann ohne richtiges Durchstarten wieder eröffnet wurde, gab es unsererseits die Überlegung, die Eigentümer bezüglich einer Nachfolgeregelung anzusprechen. Als das Restaurant später endgültig aufgegeben wurde, interessierten sich mehrere Investoren für das Objekt. Letztlich konnten wir im Januar mit den früheren Eigentümern den Kaufvertrag abschließen.

Hier gibt es jetzt jede Menge zu tun. Sie werden nur den Flachbau, also den neueren Gebäudeteil, abreißen und dort etwas Neues errichten. Die alte „Krahnenburg“ mit dem Turm versetzen sie wieder in einen Zustand, dass die Menschen darin gern einkehren möchten.

Johannes Ahsenmacher: Ja, die alte Burg ist die Identität der Krahnenburg.

Sanierung des Altbaus, Errichtung eines Neubaus - was soll das alles kosten? Für den Ankauf des ehemaligen SHD-Casinos und für den Küchenanbau auf der Klingelswiese am Rennweg wird ihr Haus bereits zwei Millionen Euro investieren...

Johannes Ahsenmacher: Die Investition auf dem Krahnenberg wird sich auf zwei bis drei Millionen Euro belaufen.

Das Dach des Turms (Baujahr 1885) ist zwischenzeitlich repariert. Eine konkrete weitere Planung gibt es wohl noch nicht. Was haben sie zurzeit vor Augen?

Johannes Ahsenmacher: Wir haben gute Ideen, die wir aber erst mal mit der Stadt abstimmen möchten. Was feststeht: Wir werden dort eine Hochzeits-Location als Kerngeschäft an den Start bringen. Das Gebäude soll jedoch auch kleinere Räumlichkeiten vorsehen, die für ein geringeres Budget gebucht werden können. Es wird auf jeden Fall auch die Möglichkeit für Traumpfädchen-Wanderer geben, in der Krahnenburg einzukehren, dies aber eventuell nur an Sonn- und Feiertagen. Da arbeiten wir noch an einem guten, tragfähigen Konzept.

Sie sind Mitglied des Stadtrats und wirken im Planungs, - Liegenschafts- und Umweltausschuss des Stadtrats mit. Welche Chancen sehen sie denn für den von Ihrer Partei, der CDU, angeregten skywalk?

Johannes Ahsenmacher: Wenn der skywalk kommen sollte, würde er in Verbindung mit dem Geysir sicherlich touristisch ein Riesenerfolg für die Stadt. Diesen Vorschlag unterstützt auch unser SPD-Oberbürgermeister. Es wäre natürlich auch ein Zugewinn für die „Krahnenburg“. Die Entscheidung zum skywalk spielt in unserer Planung der Krahnenburg aber keine Rolle.

Die Felster ist bis zum Ende des Wohngebiets ausgebaut. Dann jedoch wird es holprig, die Straße ist bis zum großen Parkplatz an ihrem Objekt sicherlich kein „Traumpfädchen“. Wird das in absehbarer Zeit besser?

Johannes Ahsenmacher: So wie ich die Stadtführung und den Rat kenne, wird sie sich bei einer positiven Entwicklung am Krahnenberg sicherlich Gedanken zum nötigen Ausbau des Bereichs machen.

Wann können Gäste hier einkehren?

Johannes Ahsenmacher: Wenn alle Andernacher weiter fleißig in unserer Metzgerei einkaufen, ist spätestens im Jahr 2019 Spatenstich, also nach Abschluss unserer Bau-Aktivitäten an der Klingelswiese.

Johannes Ahsenmacher vor dem neu erworbenen Objekt. Das vorgelagerte Grundstück bis zur Aussichtskanzel gehört der Stadt.MKA

Johannes Ahsenmacher vor dem neu erworbenen Objekt. Das vorgelagerte Grundstück bis zur Aussichtskanzel gehört der Stadt.Foto: MKA

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