Lokalsport | 24.11.2015

Beim „Everesting“ ging es von Kesseling hinauf zum Steinerberg

Durch die lange Nacht aufs Dach der Welt

Bei der Siegerehrung waren alle Strapazen vergessen.UM

Kesseling. Am Freitagabend war es soweit. Da ging es mit dem ersten „Everesting“ hinauf zum Steinerberg. Für die acht Solofahrer mit einer Dame hieß es nun: Der Berg ruft. Und dann begann die lange Fahrt durch die Nacht. Ab 18.30 Uhr galt es, die 8848 Höhenmeter des legendären und höchsten Bergs der Erde, den Mount Everest, zu bezwingen. Es war nicht nur eine Fahrt auf dem Mountainbike hinein in die Nacht, hier galt es auch, auf der Distanz von etwas über vier Kilometern die rund 290 Höhenmeter zu überwinden - und das bei 35 Auf- und Abfahrten.

Die interessante und bestens geeignete Strecke für das Wohltätigkeitsevent „Everesting“, die vom Ortsausgang bis zum Steinerberghaus hinauf auf 531 Meter und wieder über die Straße zurück führte, hatte der Verein „Cycling for Kids“ mit dem Organisator Marco Bastiaansen aus Weibern und seinen Teamkollegen Jörg Breuer (Remagen-Kripp), Ralf Kaltz (Kempenich), Frank Klotz (Sinzig) und Uwe Schmitz (Remagen-Kripp), betreut von Lothar Meinert (Sinzig), ausgesucht.

Die eingenommenen Spenden gingen hierbei an „Kinderherzen in Not“, dem Wohltätigkeitsverein „de Botzedresse“ mit ihrem Vorsitzenden Jörg Groß, der selbst auch eine Zeitlang in die Pedale trat. In die bereitgestellte Spendensäule warfen dann aber auch die Zuschauer ihre Spendengelder ein, die am Freitagabend die Teilnehmer in den ersten Stunden begleiteten und am Samstagmorgen wieder das Event besuchten.

Es war eine unglaubliche Leistung, die die Mountainbiker auf sich genommen hatten. Nur die Stirnlampen durchdrangen das Dunkel der Nacht.

Zu den prominenten Startern zählten hierbei der amtierende 24-Stunden-Europameister und deutsche Meister Michael Kochendörfer aus Billigheim in Baden-Württemberg sowie der Radprofi vom Team Sky und deutsche Straßenradmeister Christian Knees. Allerdings hatten wohl die Wettervorhersagen zunächst viele abgeschreckt, so dass am Samstagmorgen die Zahl der Fahrer auf 19 anwuchs und dann auch in Teams die Höhenmeter gesammelt wurden.

Betreut wurde die Veranstaltung vom DRK-Ortsverein Weibern, der zum Glück nicht zum Einsatz kam. Aber auch im Zelt am Start hatten die Helfer durchgehalten und sorgten über all die langen Stunden für warme Getränke und eine heiße Suppe. Um 10 Uhr griffen die Organisatoren und Solofahrer Marco Bastiaansen und Ralf Kaltz mal wieder nach dem Heißgetränk, um die letzten sechs Auffahrten anzugehen. Dabei machten sie einen erfreulich munteren Eindruck, trotz all der Strapazen und nur rund zwei Grad plus in den Nachtstunden. Ganz wie Papa Marco Bastiaansen und wie ihr Idol Kochendörfer traten die Söhne Luca (acht Jahre) und Nico (sieben Jahre) auf ihren Mountainbikes in die Pedale und schafften so auch die Strecke zum Steinerberghaus und zurück. Nach 15,5 Stunden hatte Michael Kochendörfer den höchsten Berg der Erde bezwungen und war auch noch mit rund 10.000 Höhenmetern übers Ziel hinausgefahren. Um 14 Uhr und gut 17 Stunden später dann die Erleichterung für alle: Das Strampeln hatte sich gelohnt, das „Everesting“ am Steinerberg war beendet. Danach gab es die Trophäe für Sieger Kochendörfer und das Erinnerungs-T-Shirt für alle Teilnehmer sowie weitere Preise von Sponsoren. Von der Firma „SYBAC“, die Geld gespendet und die T-Shirts gesponsert hatten, gratulierte Achim Nehrenberg.

Die Nachwuchsradler Nico und Luca Bastiaansen mit ihrem großen Idol Michael Kochendörfer.

Die Nachwuchsradler Nico und Luca Bastiaansen mit ihrem großen Idol Michael Kochendörfer.

Bei der Siegerehrung waren alle Strapazen vergessen.Fotos: UM

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