Allgemeine Berichte | 20.04.2016, 09:00 Uhr

Kirmesgesellschaft Niederwerth lud zur traditionellen Kirmes ein

Buntes Programm für Groß und Klein

Schausteller präsentierten viel Abwechslung - Kirmesgesellschaft bewirtete die „Urweisse-Hütt´n“

Die Kirmesgesellschaft und der Musikverein eröffneten das Programm am Samstagabend mit ihrem Festzug über die Insel..STUKO
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Niederwerth. Das vergangene Wochenende stand auf der Rheininsel ganz im Zeichen der Kirmes. Veranstaltet wurde diese von der Kirmesgesellschaft, die sich 1981 zur Ausrichtung des Festes und zur Wahrung der Tradition in Niederwerth gegründet hat.

Mit dem neuen 1. Vorsitzenden Heinrich Krebs (Nachfolger von Peter Strohhoff) an der Spitze wurde das dreitägige Fest auf dem Kirmesplatz vorbereitet, welches am Samstagnachmittag mit der Öffnung des Biergartens und der Schaustellerangebote begann. Zum Umzug durch die Straßen und Gassen hin zu Sepp Gans setzten sich der Musikverein und die Kirmesgesellschaft am frühen Abend zur Marschmusik in Bewegung. Beim Ortsbürgermeister gerade angekommen, wurde man zum ersten Mal von den einsetzenden Schauern des Abends überrascht. Nach einer kräftigen Stärkung mit Brezeln und den verschiedenen Getränken folgte der Weg zur „Kirmesred off der Gass“, wo traditionell Achim Münz manche Anekdote in Erinnerung rief und zum Besten gab. Zuvor hatte man natürlich nur wenige Meter entfernt die mächtige Eierkrone aus dem Schuppen geholt, welche fortan zusammen mit dem vom Nachwuchs getragenen Ortswappen auf dem weiteren Zugweg der Bevölkerung präsentiert wurde.

Ein besonderes Anliegen in der Kirmesrede war auch die weitere Mitgliederwerbung für den Verein, denn die Mitglieder werden älter „wie unsere Baum! Hier fehlt der Nachwuchs, sonst ist die Kirmes bald ein Traum.“

„Schönster Zahnstocher am Mittelrhein“

Weiter berichtete Münz genüsslich vom „schönsten Zahnstocher am Mittelrhein“ bei der Suche, Bearbeitung und Transport des diesjährigen Kirmesbaumes und die ein oder andere Spitze Richtung Valler durfte natürlich auch nicht fehlen. Seit 35 Jahren ist die Kirmesgesellschaft nun also fester Bestand auf der Insel, das wurde natürlich auch entsprechend gefeiert – „Lasst uns pflegen das Brauchtum und mit Stolz ein Werther sein, so kann ich nur sagen: Unterstützt den Verein. Ein Leben in Gemeinschaft und Geselligkeit, ist, was uns auszeichnet weit und breit… Wer die Insel als seine Heimat ehrt, dem sage ich, Du bist Niederwerth!“

Ein anderer Niederwerther feierte im Reigen der genannten Gemeinschaft und Geselligkeit auch ein Jubiläum: Ortsbürgermeister Sepp Gans wurde zum zehnten Mal zu Hause abgeholt.

In strömenden Regen wurden im Anschluss am Rhein die weithin sichtbare Eierkrone und das Wappen aufgehängt, bevor man den Kirmesplatz erreichte. Bei einem „Bayrischen Abend“ in der „Urweisse Hütt´n“ nahm hier das Kirmestreiben seinen frohen Lauf.

Der Sonntagmorgen begann mit dem feierlichen Kirmeshochamt in St. Georg.

Pfarrer Rüdiger Kiefer konnte hierzu viele Gläubige begrüßen und mit ihnen einen würdigen Festgottesdienst feiern. Einige Niederwerther Musiker spielten im Gottesdienst sowie der Musikverein an sich im Anschluss die Prozession durch den Ort. Hier schlossen sich auch die Schützen, die Feuerwehr und der Gemeinderat in Zugordnung an.

Gegen Mittag öffneten sich wieder Biergarten und Hütt´n und neben dem bunten Schaustellerangebot gab es am Nachmittag ein großes Kuchenbuffet an diversen hausgemachten Leckereien.

Frühschoppen zum Ausklang

Der Kirmesmontag schließlich beendete das Fest mit dem ausklingenden Frühschoppen. Dabei spielte am Sonntag und am Montag auch das Wetter mit, was am Samstag leider schlechter ausfiel. Dies tat aber der Klassestimmung auf dem Festplatz keinen sonderlichen Abbruch, der Platz hatte sich insbesondere zum Auftaktabend bestens gefüllt.

Beträchtlicher Rummelplatz

Der Rummelplatz war für die Kirmes in Niederwerth doch recht beträchtlich. Schon von Weitem sichtbar wurde man mit Soft-Eis und „stets warmen Mandeln“ angelockt. Dann sah man über den Bäumen fröhliche Menschen im Kettenkarussell fliegen.

Während sich gleich daneben die jüngsten Gäste mit verschiedenen Oldtimer-Fahrzeugen wie zum Beispiel einem historischen Feuerwehrauto über Berg und Tal auf „Baby Rally“ begaben.

Schieß- und Dartbude, Angeln mit Ernie und Bert aus der Sesamstraße und weitere Spiele standen zur Auswahl. Natürlich gab es überall auch tolle Preise zu gewinnen. Das eigentliche Festprogramm fand dann in der gleich benachbarten „Urweisse-Hütt´n“ statt und diese wurde von der ausrichtenden Kirmesgesellschaft bewirtet. Hier wurde an allen drei Festtagen für das leibliche Wohl der Kirmesgäste bestens gesorgt.

Schwindelfrei in die Höhe begaben sich die Gäste auf dem Kettenkarussell.

Schwindelfrei in die Höhe begaben sich die Gäste auf dem Kettenkarussell.

Ein feierliches Kirmeshochamt feierte die Gemeinde mit Pfarrer Rüdiger Kiefer.

Ein feierliches Kirmeshochamt feierte die Gemeinde mit Pfarrer Rüdiger Kiefer.

Bei leider strömendem Regen wurden Eierkrone und Ortswappen aufgehängt.

Bei leider strömendem Regen wurden Eierkrone und Ortswappen aufgehängt.

Die Kirmesgesellschaft und der Musikverein eröffneten das Programm am Samstagabend mit ihrem Festzug über die Insel..Fotos: STUKO

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