Allgemeine Berichte | 13.03.2017

Abschlussgottesdienst in St. Vinzenz in Heimersheim

Das Ende einer über hundertjährigen Geschichte

Pfarrer Peter Dörrenbächer und Herbert Ritterath zelebrierten den letzten Gottesdienst in der Kapelle des ehemaligen „Klösterchens“ und erinnerte an die Menschen, die der Einrichtung in vielfältiger Weise verbunden waren.  FIX

Heimersheim. Mit einem Impuls zum Nachdenken über die Menschen, die im nun ehemaligen Alten- und Pflegeheim St. Vinzenz in Heimersheim involviert waren, begann Pfarrer Peter Dörrenbächer einen Gottesdienst zur Schließung des Heims. Dazu waren ehemalige Pfleger und Bewohner, aber auch einige Ortsansässige, für die das Heim ein wichtiger Teil Heimersheims war, erschienen und füllten die gesamte heimeigene Kapelle und sogar den Gang davor. In das von den Einheimischen liebevoll „Klösterchen“ genannte Haus schien an diesem Tag wie zu einem Abschiedsgruß die Sonne durch die kunstvollen Buntglasfenster.

Geschichte des „Klösterchens“

Schon 1912 wurde der Bau des Gebäudes in Auftrag gegeben durch den Heimersheimer Pfarrer Heinrich Winter, und 1914 konnten die ersten Vinzentinerinnen aus Köln-Nippes dort einziehen. Diese betreuten nicht nur den Kindergarten, sondern boten auch Haushaltskurse an. Ihre größte Aufgabe war dann aber die Pflege der älteren Menschen in Heimersheim. 1977 zog sich der Orden zurück, das Alten- und Pflegeheim aber blieb als wichtiger Bestandteil der örtlichen Gemeinschaft. Zunächst fiel die Trägerschaft an die Gemeinde St. Mauritius, dann an die Caritas-Gesellschaft des Bistums Trier. Besonderer Wert wurde in dem Heim auf die Dorfgemeinschaft gelegt, so blieben die pflegebedürftigen Bewohner ein Teil der lebendigen Ortsgemeinschaft mit der Teilnahme an Pfarrfesten, Weinfestumzügen und weiteren örtlichen Veranstaltungen. Die Kapelle indes wurde bis Januar dieses Jahres jeden Sonntag für einen Wortgottesdienst genutzt, bis sie jetzt durch den Verkauf des Heims aufgegeben werden musste.

Endgültiger Abschied

Der Verkauf und der Abschied sollten aber nicht verschwiegen werden, und tatsächlich fand der allerletzte Gottesdienst in der so geschätzten Kapelle rege Teilnahme. Auch ehrenamtlich tätige Heppinger und Heimersheimer Bürger, die schon eine große Hilfe für das Haus waren, fanden sich unter den Gästen, die danach noch im Pfarrsaal Kaffee und Kuchen einnahmen, um ein letztes Mal der über 100-jährigen Geschichte zu gedenken.

Pfarrer Peter Dörrenbächer und Herbert Ritterath zelebrierten den letzten Gottesdienst in der Kapelle des ehemaligen „Klösterchens“ und erinnerte an die Menschen, die der Einrichtung in vielfältiger Weise verbunden waren. Foto: FIX

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dauerauftrag 2026
Rund ums Haus
Image
Kirmes Arzheim
Titel-Anzeige
Kreishandwerkerschaft
Empfohlene Artikel
Foto: Netto Marken Discount
67

Rheinland-Pfalz. Die Jütro Tiefkühlkost GmbH & Co. KG ruft die TK-Beerenmischung „Bio“ auch aus den rheinland-pfälzischen Aldi-Filialen und die TK-Beerenmischung „BioBio“ aus den rheinland-pfälzischen Netto-Filialen zurück. Grund: Es wurden Noroviren festgestellt. Eine Norovirus-Erkrankung äußert sich meist innerhalb von 10 bis 50 Stunden nach der Infektion mit heftigem Durchfall, schwallartigem Erbrechen und gelegentlich auch mit Fieber.

Weiterlesen

Die Fahrer kommen in Bad Breisig an.  Fotos: AKS
40

Bad Breisig. Im Jahr 1983 wurde die „Tour der Hoffnung“ gegründet, um die pflegerische und psychosoziale Betreuung krebskranker Kinder zu verbessern und um neue Behandlungskonzepte zu entwickeln. Seitdem wurden mehr als 48 Millionen Euro gesammelt, und die Heilungschancen für an Leukämie erkrankte Kinder haben sich von 60% auf rund 86 % verbessert. Dennoch stirbt immer noch jedes sechste der betroffenen...

Weiterlesen

So soll das Flutdenkmal in Bad Neuenahr-Ahrweiler aussehen.  Foto: privat
49

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Der DenkAHR e.V. muss die geplante Grundsteinlegung für das Zentrale Denkmal der Opfer der Flutkatastrophe verschieben. Ursprünglich sollte diese noch vor dem fünften Jahrestag der Flut oder am Gedenktag selbst erfolgen. Da vor Baubeginn jedoch noch notwendige behördliche und formale Voraussetzungen erfüllt werden müssen, ist dieser Zeitplan nicht einzuhalten.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild. Foto: Adobe Stock
1651

Der bislang unbekannte Täter schlug auf den Hinterkopf des Opfers ein

26.07.: Koblenz: Zeugen gesucht: Brutale Attacke nach Musikfestival

Koblenz. Am Sonntag, den 26.07.2026, gegen 22:05 Uhr, wurde eine Passantin von einem noch unbekannten männlichen Täter in der Straße Niederberger Höhe Ecke Johannes-Casel-Straße mit mehreren Faustschlägen gegen den Hinterkopf attackiert.

Weiterlesen