Allgemeine Berichte | 21.07.2016

Thomas Leister aus Mayen

Ein „Technik-Tausendsassa“ mit vielen Ideen

Der kürzlich gestartete Stratosphären-Ballon wurde gefunden - Daten können nun ausgewertet werden

Thomas Leister mit Utensilien für die Ballonflugtechnik.

Mayen. Er ist ein mit Nettewasser getaufter echt „Mayener Jung“, der Thomas Leister, der mit Ehefrau und 2 Kindern im Stadtteil Hausen wohnhaft ist. Ein Mann, der voll Ideen nur so sprüht. Vorwiegend natürlich im Bereich der Technik. Und das ist auch verständlich, wenn man seinen Werdegang kennt. Nach dem Besuch der Grundschule Hinter Burg und dem Ablegen der Mittleren Reife am Megina Gymnasium machte er eine Elektriklehre in Mendig, war vier Jahre bei der Bundeswehr in der damaligen General Delius Kaserne, erwarb dort den Fernmeldetechniker, um danach über den Zeitraum von zwei Jahren die Technikerschule in Weilburg zu besuchen um durch dieses Wissen seinen heutigen Status, als staatlich geprüfter Techniker innerhalb der Datenverarbeitungstechnik zu erlangen. Klar, dass dies alles auch für den Hobbybereich „Technik und Amateurfunk“ Auswirkungen hat. Beim Wort „Technik“ da leuchten die Augen des 54-jährigen sympathischen Hauseners, der in dieser Eigenschaft mit viel Herzblut auch in den Schulelternbeiräten der Gymnasien von Münstermaifeld und Mayen aktiv ist. „Ich habe mir vorgenommen, in meinem Leben drei Projekte zu realisieren“, verriet Thomas Leister der Heimatzeitung „Blick aktuell“. Da war erstens der Kontakt mit der Internationalen Raumstation ISS (International Space Station), vor vier Jahren. Als Schulstation darf man und hat man die Möglichkeit zum Funkverkehr mit Astronauten.

Das Stratosphären Ballon Projekt

Und zweitens stand das Stratosphären Ballon Projekt mit Schülern des Megina Gymnasiums Mayen auf Leisters Programm. Als Leiter der Projektgruppe ließ er unter den Augen des Schulleiters Prof. Dr. Visser und vieler Schaulustiger vor einigen Wochen vom Mayener Marktplatz aus den Ballon bis auf 35 Kilometer Höhe steigen, ausgerüstet mit Kameras und Funktechnik.

Leider riss dabei plötzlich der Kontakt ab. Leister und seine Jungs suchten mit Hilfe einer Drohne am vermeintlichen Absturzort, einem großen Areal in Virnheim. Leider ohne Erfolg. Doch nun, meldete sich zur Freude aller Beteiligten das Ehepaar Walter aus Biblis. Diese hatten alles unversehrt gefunden, und jetzt kann ausgewertet werden. Aber, da aller guten Dinge drei sind, hat Thomas Leister als drittes den Wunsch einen „Picosat“ in die Erdumlaufbahn zu bringen. Sozusagen als sekundäre „Nutzlast“ huckepack mitgenommen. Dazu gibt´s ein spezielles Programm bei der NASA, das kostenlos solche Satelliten für Uni´s und Schulen mit befördert. Thomas Leister ist Mitglied im Deutschen Amateur Radioclub Mayen, und er macht darüber hinaus fantastische Aufnahmen im Privatbereich mittels einer Drohne über Feldern oder abgesperrten Plätzen. Was liegt ihm denn besonders am Herzen? „Nun, ich möchte versuchen möglichst vielen Schülern den Bezug zur Technik näher zu bringen, wobei zur Technik auch der Amateurfunk gehört. Vielleicht versucht sich der ein oder Andere beim CQ CQ. Noch schöner wäre es allerdings, wenn ich einmal hören würde, das einer meiner „Schützlinge“ als Ingenieur bei der Raumfahrt im Einsatz wäre“. Nun wer weiß, träumen ist erlaubt.

BS

Hurra der Ballon wurde gefunden. Jetzt können die Daten ausgewertet werden.BS

Hurra der Ballon wurde gefunden. Jetzt können die Daten ausgewertet werden.Fotos: BS

Die Eheleute Walter hatten in Biblis seinen abgestürzten Stratosphärenballon gefunden. Sehr zur Freude von Leister und den Schülern.

Die Eheleute Walter hatten in Biblis seinen abgestürzten Stratosphärenballon gefunden. Sehr zur Freude von Leister und den Schülern.

In seiner Funkstation verbringt er viele Stunden mit Gesprächen in die ganze weite Welt.

In seiner Funkstation verbringt er viele Stunden mit Gesprächen in die ganze weite Welt.

Thomas Leister mit Utensilien für die Ballonflugtechnik.

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