Allgemeine Berichte | 25.10.2017, 12:00 Uhr

16. Kunstpreises von Lotto Rheinland-Pfalz in Koblenz verliehen

Lahnsteiner Autor mit Lotto-Kunstpreis ausgezeichnet

Kulturminister Prof. Konrad Wolf ehrte die Preisträger

Lotto-Gesellschaftervertreterin Monika Sauer, Landtagsabgeordnete Dr. Anna Köbberling, die Viertplatzierte Elisabeth Häring (Sinzig), Lotto-Geschäftsführer Jürgen Häfner, Kulturminister Prof. Konrad Wolf, der Juryvorsitzende Prof. Wolfgang Düsing, Kunstpreis-Sieger Michael Eisenkopf (Lahnstein), Jurymitglied Dr. Margit Theis-Scholz, die Drittplatzierte Heidi Moor-Blank (Lustadt), Jurymitglied Dieter Noppenberger, die Zweiplatzierte Melanie Winter (Neustadt/Wied) sowie die Jurymitglieder Walter Schumacher und Dr. Josef Zierden. Foto: Peter Seydel
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Koblenz. „Freundschaft“ lautete das Motto des 16. Kunstpreises von Lotto Rheinland-Pfalz unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Für den Literaturwettbewerb wurden insgesamt 183 Einsendungen in Prosa und Lyrik eingereicht. Die Preisträger wurden nun in Koblenz mit Preisgeldern in Höhe von insgesamt 15.000 Euro geehrt.

„Ich danke Lotto Rheinland-Pfalz für die Unterstützung mit der das Unternehmen es immer wieder ermöglicht, Projekte in Kunst und Kultur einem breiten Publikum erlebbar zu machen“, sagte Kulturminister Prof. Konrad Wolf in seinem Grußwort: „Die eingereichten und prämierten Beiträge beweisen, wie viel literarische Kraft und künstlerisches Potenzial in unseren Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzern steckt. Ich gratuliere den Preisträgerinnen und Preisträgern sehr herzlich.“

Dem pflichtete auch Lotto-Geschäftsführer Jürgen Häfner bei: „Wir können uns mit Stolz auf die Fahnen schreiben, dass wir die rheinland-pfälzische Literaturszene mit diesem etablierten Kunstpreis einmal mehr herausgefordert und zu künstlerischen Höchstleistungen gebracht haben.“ Häfner betonte, dass die Förderung der Kultur, die Partnerschaft mit dem Sport und die Unterstützung sozialer Initiativen und von Umweltprojekten wichtige Säulen des Glücksspielunternehmens seien.

Der aktuelle Wettbewerb zum Thema „Freundschaft“ inspirierte in der Tat viele Literaten aus Rheinland-Pfalz zur Teilnahme: 183 Beiträge sprechen eine deutliche Sprache. „Das Thema bietet eine schwierige und vielschichtige Thematik“, sagte der Juryvorsitzende, der Mainzer Literaturprofessor Wolfgang Düsing, der zugleich betonte, dass die Jury bei der Auswahl der Texte neben dem literarischen Niveau auch auf thematische Ausgewogenheit geachtet habe.

Die Themen-Bandbreite der eingesendeten Geschichten war groß: Digitale Oberflächenfreundschaft auf Facebook. Überlebenswichtige Freundschaft im Gefangenenlager 1945. Ergreifende Freundschaft bis zum Tod im Jugendhospiz unserer Tage. Und immer wieder eindrucksvoll war die Qualität der eingereichten Erzählungen und Gedichte.

Um objektiv und unbeeinflusst durch Namen urteilen zu können, hatten den Jury-Mitgliedern Manuskripte ohne Verfassernamen vorgelegen. „Die Tatsache, dass es ein verdeckter Wettbewerb ist, dass nicht bereits veröffentlichte Werke bekannter Autoren ausgezeichnet werden, ist jedes Mal eine echte Herausforderung für die Jury“, fasste Düsing die Arbeit der Juroren zusammen – und ergänzte augenzwinkernd: „Schon die Römer wussten: Über Geschmack lässt sich nicht streiten.“

Zur Jury gehörten neben Düsing auch die Koblenzer Kulturdezernentin Dr. Margit Theis-Scholz, die Vorsitzende der LIGA der Wohlfahrtsverbände, Sylvia Fink, Kulturstaatssekretär a.D. Walter Schumacher, der Organisator des Eifel-Literatur-Festivals, Dr. Josef Zierden sowie Dieter Noppenberger, der Vorsitzende der Lotto-Gesellschafterversammlung.

Den ersten Preis in Höhe von 5.000 Euro erhielt Michael Eisenkopf aus Lahnstein. Seine in surrealem Kontext verfasste Geschichte „Speisen oder reisen“ thematisiert eine Freundschaft, die über den Tod hinaus Bestand hat.

Der zweite Preis in Höhe von 3.500 Euro ging an Melanie Winter aus Neustadt/Wied. Ihr beklemmender Beitrag „Fatima“ beschreibt einfühlsam und aufrüttelnd das Schicksal zweier befreundeter Frauen auf der Flucht.

Den dritten Preis (dotiert mit 2.500 Euro) gewann Heidi Moor-Blank aus Lustadt für ihren unterhaltsam konzipierten Beitrag „Interview“, der in kurzen Episoden freundschaftliche Beziehungen immer von zwei Seiten beleuchtet.

Platz vier und 1.000 Euro gingen an Elisabeth Häring aus Sinzig-Löhndorf für ihren Mut machenden Beitrag „Sicher“, der als tröstende Quintessenz trotz aller schrecklichen Geschehnisse auf der Welt die Freundschaft und die daraus resultierende Liebe hervorhebt.

Weitere Preise im Wert von je 500 Euro gingen an Nadine Buch (Hahnenbach), Anette Dodt (Bingen), Jonas Kissel (Monzernheim), Dr. Wolfgang Ohler (Zweibrücken), Sabine Pahler (Diethardt) und Beate Probst (Lahnstein).

Die Preisträgergeschichten sowie 20 weitere Beiträge sind in einer Anthologie festgehalten, die ein unterhaltsames Dokument des Kunstpreises darstellt. Die Exemplare gibt Lotto Rheinland-Pfalz unentgeltlich an Freunde des Unternehmens und gemeinnützige Institutionen weiter.

Mit der Vergabe des Kunstpreises leistet Lotto Rheinland-Pfalz in diesem Jahr schon zum 16. Mal einen Beitrag zur Förderung der Kunst in Rheinland-Pfalz und bietet Nachwuchskünstlern eine Chance, sich einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren. Den Kunstpreis gibt es seit 1989.

Pressemitteilung Lotto Rheinland-Pfalz

Kulturminister Prof. Konrad Wolf (links) und Lotto-Geschäftsführer Jürgen Häfner (rechts) gratulieren dem Kunstpreisgewinner Michael Eisenkopf. Foto: Peter Seydel

Kulturminister Prof. Konrad Wolf (links) und Lotto-Geschäftsführer Jürgen Häfner (rechts) gratulieren dem Kunstpreisgewinner Michael Eisenkopf. Foto: Peter Seydel Foto: Peter Seydel

Lotto-Gesellschaftervertreterin Monika Sauer, Landtagsabgeordnete Dr. Anna Köbberling, die Viertplatzierte Elisabeth Häring (Sinzig), Lotto-Geschäftsführer Jürgen Häfner, Kulturminister Prof. Konrad Wolf, der Juryvorsitzende Prof. Wolfgang Düsing, Kunstpreis-Sieger Michael Eisenkopf (Lahnstein), Jurymitglied Dr. Margit Theis-Scholz, die Drittplatzierte Heidi Moor-Blank (Lustadt), Jurymitglied Dieter Noppenberger, die Zweiplatzierte Melanie Winter (Neustadt/Wied) sowie die Jurymitglieder Walter Schumacher und Dr. Josef Zierden. Foto: Peter Seydel Foto: Peter Seydel

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