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Religiöse Vielfalt bei den Römern

Modell eines Larenheiligtums erweitert Ausstellung der Roemervilla

Modell eines Larenheiligtums
erweitert Ausstellung der Roemervilla

(v.l.n.r.): Museumleiter Hubertus Ritzdorf und seine Mitarbeiter freuen sich über das von Bernd Walther gebaute Modell eines Larenheiligtums. (Foto: Roemervilla) Personenangaben: Museumstechniker Peter Mochalle. Museumsmitarbeiterin Karin Hewel, Museumsleiter Dr. Hubertus Ritzdorf, Modellbauer Bernd Walther. Foto: Hubertus Ritzdorf

19.09.2016 - 12:42

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Christliche Symbolik neben römischen Götterfiguren? Erstaunlich vielfältig scheint das religiöse Leben im antiken Ahrtal gewesen zu sein, wie man im Museum Roemervilla am Ahrweiler Silberberg sehen kann. Obwohl das Museum nun schon seit 23 Jahren seine Tore für Besucher geöffnet hat, ist noch immer kaum jemanden bekannt, dass das älteste Zeugnis der christlichen Religion aus Bad Neuenahr-Ahrweiler in der Roemervilla gefunden wurde: Ein Christusmonogramm, auch Chi-Rho oder Konstantinisches Kreuz genannt, aufgemalt auf einer Keramikscherbe. Dieses eher unscheinbare Exponat im Museum ist bislang meist nur Fachleuten bekannt, obwohl es schon durch diverse Sonderausstellungen in Deutschland gewandert ist.

Ein ganz anderes Zeugnis antiker Religiosität fällt den Besuchern der Roemervilla da schon eher ins Auge: Eine große Nische, mitten in der Wand von Raum 14 des Herrenhauses: Hier stand in der Antike für alle Gäste des Hauses gut sichtbar der Hausaltar. Dort wurde all jener Götter gedacht, die den Hausbewohnern wichtig waren: Dies waren nicht nur Jupiter, Venus oder Merkur, sondern auch spezielle Götter für Haus und Familie, genannt Laren. Die Laren, das waren eher Schutzgeister, denn Schutzgötter. Als „lares loci“ waren sie an bestimmte Orte gebunden, wie eine Quelle, einen Hain oder eben ein Gebäude wie die Roemervilla. Als „lares familiares“ waren sie zusammen mit den Penaten die Beschützer einer Familie. Entstanden ist diese Tradition aus dem Ahnenkult. Im „Lararium“ wurden sie verehrt. „Bislang standen die Museumsbesucher meist etwas fragend an der Wand mit dem Hinweisschild ‚Lararium/Larenheiligtum‘,“ weiß Museumsleiter Hubertus Ritzdorf zu berichten.

In der vergangenen Winterpause begann Bernd Walther, einer der unermüdlichsten ehrenamtlichen Helfer der Roemervilla, ein 1:1-Modell eines solchen Larariums zu bauen. Denn, so weiß er: „Ein Modell sagt mehr als tausend erklärende Worte.“ Gute Vorlagen solcher Hausaltäre wurden aus Pompeji herangezogen. „An fast allen Wänden haben wir noch die originale antike Wandmalerei,“ weiß Museumsmitarbeiterin Karin Hewel zu berichten, „nur im Lararium fehlt sie.“ „Was daran liegen könnte“ spekuliert Museumsleiter Hubertus Ritzdorf, „dass sich am Ahrweiler Silberberg, das Christentum recht früh hat durchsetzen können, wie besagtes Christusmonogramm belegen könnte.“

Eigentlich sollte das Modell schon im März fertig sein. Aber das Projekt erwies sich als aufwendiger als gedacht. „Irgendwann habe ich aufgehört, die Arbeitsstunden zu zählen,“ berichtet Bernd Walther. Aber das Ergebnis kann sich sehen lassen:Einen Dank richten er und Hubertus Ritzdorf an die Spender des Materials für den Modellbau. Ab sofort kann das fertige Modell in der Dauerausstellung der Roemervilla besichtigt werden.

Pressemitteilung der

Stadtverwaltung

Bad Neuenahr-Ahrweiler

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Kommentare

1. Juden-Deportation vor 75 Jahren

Udo Klein:
Ich teile diese Meinung nicht. Ich persönlich ,Jahrgang 1954 , trage nicht eine direkte Verantwortung der Verbrechen der Nazi Gewaltherrschaft aber ich trage eine Verantwortung dafür, dass so etwas sich niemals wiederholt. Und es ist unsere Verantwortung immer wieder an diese Verbrechen zu erinnern und zu mahnen.
Counsel :
Es waren schlimme Zeiten. Aber: Die Allermeisten, und zumal die vielen Bürger mit Migrationshintergrund, angeblich 25 %, haben das Dritte Reich nicht erlebt. Es leben nur noch wenige Opfer, die als Kinder ins KZ kamen, und praktisch keine Täter mehr. Die Personen, die überhaupt noch eine Erinnerung haben können, über 80 Jahre alt. Und wenn Sie theoretisch an den Verbrechen beteiligt sein könnten, sind sie höchstens Jahrgang 1929 (bei Kriegsende 16Jahre alt) und heute 87 und älter. Da könnte man sich auch an die Verbrechen im 30jährigen Krieg "erinnern". Heutige Deutsche haben mit dem Holocaust so wenig zu tun wie mit der Ausrottung der Indianer oder den laut Altem Testament göttlich angeordneten Völkermorden an den Amalekitern, (Amoriter), Hethitern, Perissitern, Jebusitern und Hiwwitern. Heute wohnt der Tod vor allem im Nahen Osten.
 
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