Gemeinde Swisttal: Großprojekt Bahnhofsumfeld Odendorf
Neues Kapitel bei moderner und attraktiver ÖPNV-Anbindung geschrieben
Auf der nördlichen Seite des Odendorf Bahnhofs gibt es jetzt 110 PKW-Stellplätze und 61 Fahrradstellplätze – Bahnhof Odendorf ist es barrierefrei
Odendorf. „Heute schreibt die Gemeinde Swisttal ein weiteres Kapitel in Sachen Ausbau einer modernen und attraktiven ÖPNV-Anbindung“, freute sich Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner gestern bei der Einweihung des „Großprojektes Bahnhofsumfeld Odendorf“. Zwar ist die Park&Ride-Anlage und die Bike&Ride-Anlage auf der nördlichen Seite des Bahnhofs Odendorf noch nicht komplett fertig, das Angebot kann aber schon jetzt genutzt werden.
Auch Dr. Norbert Reinkober, Geschäftsführer des Zweckverbandes Nahverkehr Rheinland (NVR), freute sich: „Mit dieser Investitionsmaßnahme schaffen wir die infrastrukturelle Voraussetzung für die Verbesserung des hiesigen Nahverkehrsangebotes, das ist gut angelegtes Geld für unsere Kunden im Nahverkehr.“ Immerhin investieren NVR und Gemeinde zusammen 732.900 Euro, wobei der NVR mit 563.500 Euro den Löwenanteil übernimmt.
Ladesäule für Elektrofahrzeuge vorhanden
Der jetzt fertiggestellte erste Bauabschnitt umfasst den Neubau einer Park&Ride-Anlage mit 110 Stellplätzen, von denen 69 bereits nutzbar sind. Zwei davon sind Behindertenstellplätze. Gleich daneben sollen weitere 37 PKW-Stellplätze sowie weitere zwei Behindertenstellplätze und zwei „Kiss&Ride-Plätze“ entstehen für den schnellen „Abschied mit Kuss“. Zudem gibt es im nördlichen Bereich eine Bike&Ride-Anlage mit 52 überdachten Fahrradstellplätzen sowie neun abschließbaren Fahrradboxen.
Auch eine Ladesäule für Elektrofahrzeuge ist vorhanden, sie wurde von eRegio gesponsert.
Angefahren werden kann der neuen Park&Ride-Platz derzeit nur über die Straße „Gewerbepark Odendorf“, doch in wenigen Wochen soll auch der „Kirschenpfad“ fertig ausgebaut sein, über den man den nördlichen Bereich des Bahnhofs dann direkt erreichen kann. Außerdem erhält auch der „Swisttaler Landhüpfer“ ab sofort einen Haltepunkt am nördlichen Teil des Bahnhofes.
Personenunterführung mit zwei Rampen gebaut
Im Zusammenhang mit dieser Baumaßnahme wurde der Bahnhof Odendorf insgesamt barrierefrei um- und ausgebaut. Dabei wurde zunächst ein zusätzlicher nördlicher Außenbahnsteig einschließlich eines Zugangs von der „Essiger Straße“ aus gebaut. Der südliche Hauptbahnsteig ist ebenfalls barrierefrei umgebaut und verlängert worden. Außerdem wurden eine Personenunterführung und zwei Rampen beiderseits des Bahnhofs zur barrierefreien Erschließung der Bahnsteige gebaut. Hinzu kommt der Anschluss einer Druckrohrleitung, die der Entwässerung der Personenunterführung dienen soll. Der Gemeinderat hatte 2010 für den Bahnhofsbereich insgesamt den Bebauungsplan geändert, womit die rechtliche Grundlage für die städtebauliche Gestaltung und Aufwertung der unmittelbaren Bahnhofsflächen geschaffen wurden. Hierdurch seien vor allem die Umsteigebeziehungen zwischen den Bus- und Schienenverkehr sowie dem Individualverkehr verbessert worden, so Kalkbrenner. Weiterhin habe der Bebauungsplan die Voraussetzungen für Wohn-, Geschäfts-, Gastronomie- und Dienstleistungsnutzungen im Umfeld des Bahnhofes geschaffen, die nun nach und nach entstehen sollen. So sei bereits in unmittelbarer Nähe eine Altenpflegeeinrichtung mit anschließender Wohnbebauung entstanden. „Das Seniorenzentrum ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Gestaltung des Zentrums von Odendorf und zur Versorgung unserer älteren Mitbürger, bei bester Anbindung an den Bahnhaltepunkt Odendorf“, betonte die Bürgermeisterin.
Auch der Südteil des Bahnhofs soll noch ausgebaut werden
In absehbarer Zeit soll auch der Südteil des Bahnhofs neu gestaltet werden, hier sollen weitere 98 PKW-Stellplätze sowie knapp 90 Fahrradstellplätze entstehen, außerdem werde es eine Buswendeschleife geben und die Zufahrtsstraße werde erneuert. Der NVR habe das bereits grundsätzlich beschlossen, so ihr Sprecher Christoph Züll, allerdings sei die Finanzierung noch nicht endgültig gesichert, weil derzeit noch nicht klar sei, wie das neue nordrhein-westfälische ÖPNV-Gesetz aussehe. Wenn damit auch die Finanzausstattung des ÖPNV klar sei, würden alle 150 „auf Eis gelegten“ Projekte noch einmal neu bewertet und in eine Reihenfolge gestellt. Diese Maßnahme sei jedenfalls absolut sinnvoll und werde auf jeden Fall kommen, war er überzeugt.
JOST
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