Allgemeine Berichte | 14.11.2017, 10:12 Uhr

St. Martin ist in Kempenich noch ein großes Vorbild

Mit großem Ernst trugen die Drittklässler der Kempenicher Grundschule ihre Fürbitten vor. Fotos: BE

Kempenich. Mit der Geschichte des Heiligen Martins, der seinen Mantel bekanntlich mit einem Bettler geteilt und diesen so vor dem Erfrieren bewahrt hat, können Kinder auch heute noch viel anfangen. Er ist und bleibt ein Vorbild für Hilfsbereitschaft und praktische Nächstenliebe. Das zeigte sich ganz nachdrücklich am Freitag in der Kempenicher Kirche St. Philippus und Jakobus.

Zusammen mit ihrer Gemeindereferentin Barabara Brötz hatten sich die Schülerinnen und Schüler der 3. Grundschulklasse auf die Martinsfeier vorbereitet. In ihren Fürbitten und Gebeten formulierten sie ihren Dank für das Gute, das ihnen bisher in ihrem Leben geschehen ist. Und sie wünschten sich, es dem Heiligen Martin in Sachen Hilfsbereitschaft und Großzügigkeit nachtun zu können. Als die Feier in der Kirche beendet war, warteten draußen schon Ross und Reiter im roten Mantel und mit weithin sichtbarem glänzend-goldenem Helm. Dann ging es in einem langen Zug hinauf zum Hilzberg. An der Spitze St. Martin, gefolgt und eskortiert von den Fackelträgern der Kempenicher Jugendfeuerwehr. Auch die Musiker der Original Goldbach Musikanten waren wieder dabei. Auf dem

Zugweg erklangen immer wieder traditionelle Martinslieder. Die Fenster entlang der Straßen waren schön geschmückt, Laternen und Fackeln sorgten für eine festliche Stimmung. Die Kinder hatten ihre Laternen vorsichtshalber wasserdicht verpackt, denn noch bei Beginn des Gottesdienstes sah es nach Regen aus. Traditionell gestalten die Klassen 1 bis 4 in Kempenich ihre Laternen einheitlich. So war es auch in diesem Jahr unter der Leitung der neuen Rektorin Tanja Felten.

Die 1. Klasse war an Pinguin-Laternen zu erkennen, Zweitklässler trugen Ufos und Marienkäfer vor sich her. Die Drittklässler waren mit Kühen unterwegs, Viertklässler hatten sich an Gespenster herangetraut. Am Feuer, das trotz des regnerischen Wetters dank der Vorarbeit von Peter Bell, den Gemeindedienern und freiwilligen Helfern lichterloh brannte, stoben die Funken, angefacht vom Wind, in den dunklen Sternenhimmel. Ein toller Anblick, und die Feuerwehr sorgte dafür, dass alle in sicherer Entfernung das Schauspiel genießen konnten. Aber traditionell verweilen die Kempenicher nicht lange am Martinsfeuer, denn St. Martin war schon in die Leyberghalle vorausgeeilt, um dort Wecken an die Kinder zu verteilen. Die Martinswecken wurden auch in diesem Jahr wieder von der Bäckerei Mannebach geliefert. Und für alle gab es Döppekoche nach bewährter Kempenicher Möhnen-Art. Die Getränke kamen aus dem Edeka-Markt der Familie Keller. Auch für musikalische Unterhaltung war gesorgt.

Die Original Goldbach Musikanten hatten ihre Musikinstrumente schnell aufgebaut und spielten nun zum Essen auf. Mit diesem Abend haben Möhnen und die Große Kempenicher Karnevalsgesellschaft (GKKG), die die Organisation in der Leyberghalle übernommen hat, sich und ganz Kempenich wieder ein schönes Dorffest geschenkt!

St. Martin ist in Kempenich noch ein großes Vorbild

Mannebachs Wecken schmecken echt lecker!

Mannebachs Wecken schmecken echt lecker!

Heiliger Mann oder Heilige Frau?Den Kindern in Kempenich kommt es auf innere Werte an!

Heiliger Mann oder Heilige Frau? Den Kindern in Kempenich kommt es auf innere Werte an!

Mit großem Ernst trugen die Drittklässler der Kempenicher Grundschule ihre Fürbitten vor. Fotos: BE

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