Verleihung der Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz

Verdiente Würdigung für langjähriges, ehrenamtliches Engagement

Ministerpräsidentin Malu Dreyer ehrte fünf Bürger des Kreises Ahrweiler

Verdiente Würdigung für langjähriges,
ehrenamtliches Engagement

Die Geehrten bei der feierlichen Verleihung im Sitzungssaal der Kreisverwaltung.Foto: DU

14.11.2017 - 08:18

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Im historischen Sitzungssaal der Kreisverwaltung fand jüngst die feierliche Verleihung von insgesamt fünf Ehrennadeln des Landes Rheinland-Pfalz statt. Diese besondere Auszeichnung ehrt Bürger, die sich durch eine mindestens zwölfjährige ehrenamtliche Tätigkeit in einer sozialen, wissenschaftlichen, kulturellen, kommunalen oder wirtschaftlichen Organisation in außerordentlichem Maße für die Allgemeinheit eingebracht haben. Die Anträge werden meist aus dem näheren Umfeld der engagierten Bürger gestellt und von der Ministerpräsidentin geprüft. „Dieses selbstlose und unbezahlte Engagement, das heißt bürgerschaftlich, also uneigennützig für die Gesellschaft, geschieht oftmals unbemerkt und bleibt häufig unentdeckt. Es ist daher besonders wichtig, dieses Engagement durch Veranstaltungen wie der heutigen und eben auch durch Orden und Ehrenzeichen mehr ins Rampenlicht zu rücken: Um den Lebensweg eines Menschen zu würdigen, auch um Menschen zur Nachahmung anzuregen und um zu zeigen, welche Werte unserer Gesellschaft wichtig sind. Sie alle setzen sich auf vorbildliche Weise in den verschiedensten Bereichen in Ihren Heimatorten ein. Jeder einzelne von Ihnen bewegt etwas, setzt sich für eine Sache ein und investiert viel Energie und Zeit. Wir alle wissen, dass so ein Engagement, wie sie es erbracht haben, nicht nur Ehre, Ansehen und Freude mit sich bringt. Hin und wieder erlebt man auch Enttäuschung und Undank oder man sieht sich übergroßen Erwartungen ausgesetzt. Hinzu kommt der hohe zeitliche Einsatz, den derjenige erbringen muss, der sich ehrenamtlich engagiert. Das alles ist nur zu leisten, wenn einen das private Umfeld hierbei unterstützt. Daher gebührt auch ihren Familien ein besonderes Dankeschön. Ohne sie wäre Ihr Engagement in diesem Ausmaße gewiss nicht möglich gewesen“, so Landrat Dr. Jürgen Pföhler, der die Ehrennadeln mit einem Weinpräsent überreichte, in seinem Grußwort.


Einsatz für den Leichtathletiknachwuchs und soziale Projekte


Geehrt wurden: Reinhard Altenhofen aus Bad Breisig, der als Kreisvorsitzender des Leichtathletikverbandes Rheinland seit vielen Jahren den jährlich stattfindenden „Kreistag der Leichtathleten“ organisiert. Darüber hinaus initiiert er seit langem die Teilnahme junger Athleten aus dem Kreis Ahrweiler beim Landesjugendsportfest und begleitet die Mannschaften als Betreuer. Außerdem ist Reinhard Altenhofen seit über 20 Jahren aktives Mitglied im Bürgerverein Rheineck und seit dem Jahr 2008 Beisitzer im Vorstandsteam des Vereins. Auf seine Initiative veranstaltete der Verein im Jahr 1998 erstmals den Rheinecker Pfingstlauf, dessen Erlöse caritativen Zwecken zugutekommen. Seit dem ersten Spendenlauf konnten so rund 30.000 Euro für soziale Projekte übergeben werden.


Engagement für den Fußballsport und lebendiges Brauchtum


Hans Peter Gammel aus Niederlützingen engagiert sich seit Jahrzehnten in vielfältiger Weise im Vereinsleben seiner Heimatgemeinde Brohl-Lützing. So war er drei Jahre lang Erster Vorsitzender des Junggesellenvereins Niederlützingen und in dieser Funktion maßgeblich an den gesellschaftlichen Aktivitäten des Vereins, wie beispielsweise dem jährlich stattfindenden Junggesellenfest und der Organisation des Martinsfeuers beteiligt. Sein Engagement erstreckt sich darüber hinaus auch auf den sportlichen Bereich. So ist Hans Peter Gammel seit rund einem halben Jahrhundert aktives Mitglied im Fußballclub Luzencia Niederlützingen 1919 e.V. und war in dieser Zeit rund zwölf Jahre als Schiedsrichter für den Verein aktiv. Auch im Vorstand des Vereins hat er sich weit über das zu erwartende Maß hinaus für den FC Luzencia und seine Mitglieder eingesetzt. So kann Hans Peter Gammel insgesamt auf zehn Jahre aktive Vorstandsarbeit zurückblicken, davon mehr als die Hälfte dieser Zeit als erster Vorsitzender. Seit rund 40 Jahren ist er Mitglied im Elferrat der Karnevalsgesellschaft Blau-Weiß Niederlützingen, leitet in seiner Funktion als Sitzungspräsident mit dem Saalkarneval einen der Höhepunkte im Veranstaltungskalender des Ortes und ist seit dem Gründungsjahr 1978 Kassierer des Vereinsrings Niederlützingen.


Für Lantershofen viel bewegt


Leo Mattuscheck aus Lantershofen ist fest verwurzelt in seinem Heimatort und hat schon vieles für Lantershofen bewegt. So war er Mitbegründer und darüber hinaus seit vielen Jahren Geschäftsführer der 1979 gegründeten Bürgervereinigung Lantershofen. Der Verein engagiert sich seit Jahrzehnten in herausragender Weise für die Dorfgemeinschaft und betreibt aktive Brauchtumspflege. Außerdem ist Leo Mattuscheck Vorsitzender des vor zehn Jahren gegründeten Fördervereins Zukunft Lantershofen und setzt sich dort weit über das übliche Maß hinaus für Projekte zum Wohle seines Heimatortes ein. So ist es nicht zuletzt seinem ehrenamtlichen Engagement zu verdanken, dass im Jahr 2010 der Birnensortengarten und fünf Jahre später der Birnen-Rundwanderweg realisiert werden konnte. Der Wanderweg führt den Besucher durch den Ortskern und die Feldflure rund um Lantershofen und prägt durch die am Wegesrand platzierten künstlerischen Holzobjekte das Ortsbild von Lantershofen entscheidend mit. Darüber hinaus engagiert sich Leo Mattuscheck seit vielen Jahren aktiv im kommunalpolitischen Bereich, ist seit 2004 Ortsvorsteher von Lantershofen und war zuvor bereits rund fünf Jahre stellvertretender Ortsvorsteher sowie Mitglied im Ortsbeirat Lantershofen. Auch im Gemeinderat der Gemeinde Grafschaft ist er seit 13 Jahren Mitglied und war zuvor bereits viele Jahre in verschiedenen Gremien aktiv.


Die Jugendarbeit und den Motor-Sport vorangebracht


Alfred Novotny aus Wimbach ist seit rund drei Jahrzehnten Mitglied im Motor-Sport-Club Adenau und übt seit dem Jahr 1999 mit hohem persönlichen Einsatz das Amt des ersten Vorsitzenden des Vereins aus. Erfahrungen für dieses Amt konnte er bereits als Verkehrsreferent und im Anschluss daran als zweiter Vorsitzender des MSC sammeln. Unter seinem Vorsitz konnten viele Maßnahmen, wie beispielsweise die Anschaffung neuer Slalomkarts oder die Sanierung des Vereinsheims vor fünf Jahren verwirklicht werden. Durch das herausragende Engagement von Alfred Novotny konnte sich zudem die in diesem Jahr bereits zum 27. Mal stattfindende „ADAC Adenau Classic“ als feste Größe im Veranstaltungskalender des Kreises Ahrweiler etablieren. Stolz kann Alfred Novotny auch auf die Jungendabteilung des MSC sein. In dieser leistet der Verein einen wichtigen Beitrag, um junge Menschen an das Verhalten im Straßenverkehr und den Rennsport heranzuführen.


Verdienste für die Pfarrgemeinde und Hilfe für Menschen in Not


Werner Zepp aus Schalkenbach ist seit seinen Jugendtagen in der Pfarrgemeinde Königsfeld aktiv. Seit rund 30 Jahren ist er Vorsitzender des Pfarrgemeinderats und konnte in dieser Funktion viele wichtige Projekte zum Wohle der Pfarrgemeinde angehen und umsetzen. So leitet Werner Zepp seit fast einem halben Jahrhundert mit großem Erfolg die Sternsingeraktion und organisiert seit rund 40 Jahren das beliebte Pfarrfest. Ein besonderes Anliegen war ihm der Erhalt der vom Zerfall bedrohten Kapelle „Maria, Königin des Friedens“ in Schalkenbach. Als Mitbegründer des in den 1990er Jahren entstandenen Kapellenvereins Schalkenbach-Vinxt hat er sich gemeinsam mit anderen Engagierten mit Erfolg dafür eingesetzt, die Kapelle für die Zukunft zu erhalten. Besonders hervorzuheben ist außerdem sein berufliches Engagement während seiner Lehrtätigkeit am St. Joseph-Gymnasium in Rheinbach. In der rund 35-jährigen Zeit als Lehrkraft hat sich Werner Zepp gemeinsam mit Lehrern, Eltern und Schülern in herausragender Weise im Entwicklungs-Projekt-Ausschuss der Schule betätigt. In dieser Zeit konnten viele Vereine und Projekte gefördert und auf den Weg gebracht werden. So unterstützte der Ausschuss in den Anfangsjahren den gemeinnützigen Verein „Cap Anamur - Deutsche Notärzte e.V.“ und die Projekte der „Schwestern Unserer Lieben Frau“ in Indien. Zudem förderte der Ausschuss seit dem Jahr 2000 die Arbeit der ehemaligen Schulleiterin Schwester Maria Bernarde, die seit ihrer Pensionierung eine Mädchenschule in Uganda unterrichtet.

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Kommentare
juergen mueller:
Liebe Frau Daubländer, Sie haben sich sicherlich vertan, NEIN, wir sind nicht auf FACEBOOK. Ich wüsste nicht, dass (bis auf den Ihren) den Kommentaren zu entnehmen ist, dass Politiker "nix" arbeiten und trotzdem fürstlich belohnt werden. Ich gehe mal davon aus, dass Sie nur nicht verstanden haben, um was es hier geht, weder um bestimmte Personen, noch um Neid etc., sondern um eine Berufsgruppe, die meiner Meinung nach unrechtmäßig in den Genuß von Bezügen kommt, die alleine zu Lasten des Steuerzahlers gehen und durch nichts zu rechtfertigen sind. Wenn Sie das für rechtmäßig befinden, dann ist das Ihre Meinung. Vielleicht werden Sie Ihre Meinung noch einmal revidieren, wenn Sie nach einem arbeitsreichen Leben bis 67 (oder länger?) von 700 oder 800 Euro Rente im Monat leben müssen. Churchill hat mal gesagt:"Die größte Lehre im Leben ist, dass Esel manchmal Recht haben".
Tina Daubländer:
Wenn es stimmt, dass man als Politiker eigentlich nix arbeiten muss und dafür fürstlich belohnt wird, warum lassen sie sich denn nicht als Politiker in ein Amt wählen??? Wäre doch sehr hilfreich, wenn Sie mit ihrem gesunden Menschverstand und Durchblick mitarbeiten, dass gute Politik gemacht wird. Ich würde sie gerne wählen, wenn sie gute Ideen verfolgen und dann noch die Hälfte ihrer - sowieso überhöhten - Bezüge für gute Zwecke spenden. Ich ahne ihre Antwort schon. Sicher weil ein geheimer Zirkel diese Posten einfach unter sich verschachert und Wahlen ohnehin Makulatur sind. Neee, ist klar.
juergen mueller:
Ihren Einkommensvergleich kann ich weder nachvollziehen noch akzeptieren. Es ist mir bekannt was in der Wirtschaft, Ärzte- u. Apothekerschaft verdient wird, aber auch, welchem Verantwortungs- u. Entscheidungsbewußtsein z.B. letztere unterliegen. Hat es negative Folgen, dann hat es strafrechtliche Konsequenzen - ein Politiker bestreitet erst einmal, tritt dann zurück, kassiert dennoch automatisch Übergangsgeld (für jedes Jahr als MdB einen Monat in voller Höhe - derzeit 9542 Euro bis zu 1 1/2 Jahre). Langzeitabgeordnete kassieren defacto bis zu 171.756 Euro. Dazu kommt ein bereits für jedes Jahr als MdB fälliger Pensionsanspruch von 239 Euro monatlich. DAS alles zahlt der STEUERZAHLER. Eine solch generöse Altersversorgung gibt es nur bei uns. Das ist KEIN Ärgernis, sondern eine Sauerei hoch 3. Ich wüsste nicht, dass die von Ihnen angesprochenen mittelständischen Unternehmen oder Radiologen in diesen Genuss kommen, sondern vielmehr für ihr Geld hart "arbeiten" müssen.
juergen mueller:
Im städtischen HAUSHALT 2017 waren für den Spielplatz bereits Gelder vorgesehen. Passiert ist NIX, weil der Spielplatz im aktuellen Bebauungsplan garnicht mehr vorgesehen war, sondern zugunsten einer WOHNBEBAUUNG geändert wurde. Und davon hat die SPD-Fraktion nichts gewusst und jetzt soll der Bebauungsplan wieder geändert worden sein zugunsten einer Spielplatzmodernisierung 2018 am alten Standort? Klima ist eine Menschheitsfrage - sagt die Politik (und tut NIX). Um das zu ergänzen - auch das ist eine Menschheitsfrage:"Kann man der Politik noch glauben?" Das meine liebe SPD-Fraktion, in puncto Spielplatz, glaube ich erst, wenn es in der Zeitung schwarz auf weiss steht, da die Liste der Zusagen, die 2017 als versprochen getätigt wurden, sehr lang ist und mir noch in den Ohren klingt, dass neuer WOHNRAUM absolute Priorität besitzt.
juergen mueller:
Es müsste doch jeder mittlerweile begriffen haben, dass die Stadtpolitik den Nutzeffekt für SICH darin sieht, dass die Verwaltung von Dingen entlastet wird, die weniger von Bedeutung sind, aber ZEIT (und damit Geld) kosten. Das soll durch den OBR-Ortsvorsteher kompensiert werden. Entscheidungsbefugnis hat der OBR in wirklich wichtigen Dingen (die ich hier nicht auflisten muss) KEINE, er kann sie nur an den Stadtrat oder die Verwaltung weiterleiten als "Kummerkasten" der Bürger, der ein Schweine(steuer)geld kostet. Das ist aber auch alles, was an Bürgernähe dabei herauskommt. Und Demokratie? Das aus einem Politikermund zu hören, ist Alltag, gehört zum Vokabular. Warum muss eine politische Organisation immer Steuergeld kosten? Warum ist der OBR gleichzeitig der Tummelplatz für Politiker, z.B. Stadtratsmitglieder? Warum keine politische Selbstorga. (Bürgerinitiative ehrenamtlich), Gruppe von Bürgern, die spezielle Bedürfnisse durch die Politik nicht verwirklicht sieht?
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