Allgemeine Berichte | 24.05.2016

Nachruf

Zum Tod von Erich Fabritius, alias „Bullewatz“

Erich Fabritius.†

Bad Breisig. Erich Fabritius ist tot. Wenn es je jemanden gibt, den man als „Urgestein“ der Quellenstadt bezeichnen kann – Erich, genannt „Bullewatz“, ist es. Am 1. März 1929 geboren, wuchs er in der Familie des Lehrers Franz Fabritius, dessen Frau Christine, zusammen mit seinem Bruder „Waldi“ auf. Er wurde Elektromeister und baute mit seiner Ehefrau Anni ein florierendes Unternehmen der Elektro-Installation auf. Mit Sohn Rolf und drei Enkelsöhnen lebte er in seinen besten Jahren in einer glücklichen Familie. Sport war die große Liebe des jungen „Bullewatz“. Er war schon früh begeisterter Torwart der Meister- Jugendmannschaft des Sportvereins, dann über ein Jahrzehnt Stamm – Keeper in dessen erster Mannschaft. Parallel entwickelte er eine große Leidenschaft für den Gesang im Männergesangverein „Liedertafel“. Bald rückte er in dessen Vorstand auf und wurde schließlich Vorsitzender des großen Chors, der unter seiner organisatorischen Leitung über fünf Jahrzehnte zu höchst bemerkenswerter musikalischer Leistung aufstieg. Er war es, der mit persönlichem Engagement stets für besonders renommierte musikalische Leiter der „Liedertafel“ sorgte. Nebenher stand Erich in unterschiedlichen Aufgaben auf der Bühne des Breisiger Karnevals. Er gehörte zu denen, die seinerzeit die zum Abriss bestimmte Jahnhalle durch persönlichen Einsatz sanierten und sie so den Vereinen als Veranstaltungsort erhielten. Ein Jahrzehnt lang musizierte er in der von ihm mit gegründeten Brassband der Bad Breisiger „Musikfreunde“. Er war Ideenträger, Mitgründer und einer der wichtigsten Organisatoren des Luftsportvereins „Mönchsheide“; hier wurde er auch selbst aktiver Segelflieger. „Bullewatz“ war in seinen besten Jahren ein „Hans Dampf in allen Gassen“ der Quellenstadt. Für die CDU war er lange Jahre Mitglied in lokalpolitischen Gremien. Er half mit einer oft überbordenden Großzügigkeit an allen Ecken und Enden und vielen Bürgern seiner Stadt. Wirtschaftlich wurde ihm schließlich vor allem seine Freigiebigkeit, sein großes Herz zum Verhängnis. Seine über Jahrzehnte erfolgreiche Firma erlitt Schiffbruch, und „Bullewatz“, der so gern und oft gegeben hatte, wurde selbst auf Spenden angewiesen. Er wurde in den letzten Jahren ein unsteter, mittelloser Wanderer durch die Straßen seiner geliebten Stadt und war auf das Verständnis seiner Mitbürger angewiesen. Aber - sie achteten ihn und vermissten ihn bald, als er - dem Alter Tribut zollend – aus dem Ortsbild verschwand. Nun ist die Uhr seines 87-jährigen Lebens abgelaufen und er folgte nach kurzem Leiden seiner im Tod vorausgegangenen Anni. Der Abschied war letztlich für ihn eine Erlösung. Wenn man sein Wirken in der Gemeinschaft resümiert: „Bullewatz“ war ein veritables Original, und mit ihm hat die Quellenstadt einen liebenswerten, verdienstvollen Bürger verloren.

Erich Fabritius.†

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Mirko Walden: Es ging doch darum, dass nicht gewarnt wurde und die Lage nicht erkannt wurde. Ebenfalls wurden keine Maßnahmen umgesetzt. Was ist hierzu passiert? Was bringen neue Sirenen, wenn nicht evakuiert wird?...
  • Dieter Borrmann: Der landschaftlich großartige Weg unterhalb Brauselay über den Conder Kreuzweg nach Cond ist teils unbefestigt, teils sehr glatt, teils steil. Sehr gutes, rutschfestes Schuhwerk (Profilsohle) wird unbedingt angeraten.
  • Bertram: Das ist mittlerweile der 4. Bus der von dieser Marke vollkommen ausbrennt. Des Weiteren berichte die Rhein Zeitung darüber, dass der VREM 37. Busse der ersten Generation vorsichtshalber außer betrieb...
  • Fabian F: Nichts Neues gefühlt ein Bus pro Woche
Daueranzeige 2026
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Jörg Schweiss
Wir helfen im Trauerfall
Anzeige Lagerverkauf
130 Jahre freiwillige Feuerwehr Bad Neuenahr und Tag der offenen Tür, 19.04.26
Empfohlene Artikel
10

Birresdorf. „Mitten ins Herz - Musik im Frühlingsrausch“: Etwas später als sonst wird der „Gemischte Chor Eintracht Birresdorf“ auch in diesem Jahr wieder die im Frühling erwachenden Lebensgeister begrüßen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
20.04.: A 61: Arbeiten im Bereich der Lützelbachtalbrücke in Fahrtrichtung Köln
14

Koblenz. Die Niederlassung West der Autobahn GmbH des Bundes lässt in der Zeit von Montag, 20. April 2026, bis Mittwoch, 22. April 2026, jeweils zwischen circa 9.00 Uhr und circa 15.30 Uhr im Zuge der A61 in Fahrtrichtung Köln zwischen dem Autobahnkreuz (AK) Koblenz und der Anschlussstelle (AS) Plaidt im Bereich der Lützelbachtalbrücke Bauwerksprüfungen durchführen.

Weiterlesen

Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Dauerauftrag 2026
Dauerauftrag Imageanzeige
Rund ums Hause Mayen/Mendig
Anlagenmechaniker
Leiter/in (w/m/d)
Aushilfskraft (w/m/d)
10 Jahre Bella Vita Frauenfitness
Kirmes Polch 2026
online Anzeige Konekt Wirges
neue Heizung?
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0240#
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Schulhausmeister
Genusstage 17./18.04.
Handwerkerhaus
Anzeige 35-jähriges Jubiläum