Allgemeine Berichte | 24.02.2014

Liedermacher Uwe X. im Christus Zentrum Neuwied

Mit Musik zum Nachdenken anregen

Der Liedermacher und Pastor Uwe X. (Mitte) sorgte mit heiteren, nachdenklichen und hoffnungsvollen Liedern für einen abwechslungsreichen Musikgenuss. privat

Neuwied. „Das erste Lied“ ist der Titel des ersten Liedes, mit dem Uwe X. die Zuhörer in einen unterhaltsamen Abend im Christus Zentrum Neuwied abholte. Mit Witz und Humor leitete der Liedermacher, der im Hauptberuf Pastor ist, zu den tiefgründigen Eigenkompositionen über. „Wenn ihr nur halb so viel Spaß beim Zuhören habt, wie wir beim Musikmachen, dann wird es ein schöner Abend.“

Sehr schnell merkten die Zuhörer, dass Uwe Schäfer, so sein bürgerlicher Name, nicht nur Unterhaltung anbietet, sondern in seinen Texten kein Blatt vor den Mund nimmt und zum Nachdenken anregen will. Immer wieder kommt er mit Menschen zusammen, die ihn fragen: „Wie kann Gott so viel Leid und Ungerechtigkeit zulassen?“ Sein Statement: „Wir sind verantwortlich für den Zustand der Welt.“ Mit dieser Antwort wird nicht alles beantwortet, aber lieber auf Gott schimpfen, als ihn ignorieren. Darauf folgte der Song „Lass den lieben Gott in Ruh´“. Uwe Schäfer machte den Abend besonders dadurch interessant, dass er den Kontakt zum Publikum suchte und auf die Entstehung seiner Lieder einging. Mit seinen beiden Musikern Jojo Wolter am Bass und Bernd Reichert an den Trommeln spielte Uwe X. Blues und Deutsch-Rock. Bei „Unsere Zeit“ gab es sogar mittelalterliche Klänge.

So abwechslungsreich der Abend war, der Hintergrund dafür ist ein sehr ernster. Seit einigen Jahren kämpft Uwe X. gegen Kinderprostitution. Der Erlös des Abends von 1.000 Euro kommt dem Verein „SchlussStrich e.V.“ zugute, der Projekte gegen dieses Verbrechen unterstützt.

Der Liedermacher und Pastor Uwe X. (Mitte) sorgte mit heiteren, nachdenklichen und hoffnungsvollen Liedern für einen abwechslungsreichen Musikgenuss. Foto: privat

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