Politik | 15.11.2015, 09:30 Uhr

Haltung der FDP zum Thema „Erneuerbare Energien“

Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien allein ist illusorisch

Kreis Ahrweiler. Am 10. Juni 2011 hatte der Kreistag Ahrweiler – gegen die Stimmen der FDP – beschlossen, den Stromverbrauch im Kreis Ahrweiler bis zum Jahr 2030 bilanziell zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien zu decken. Im Kreis- und Umweltausschuss wurde jetzt der Statusbericht 2015 zur Umsetzung dieser Maßnahme diskutiert. Hierzu erklärte der FDP-Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Ulrich van Bebber: Auch bei diesem Bericht zeigt sich wieder: das Ziel, bis 2030 100 Prozent des Stromverbrauchs im Kreis Ahrweiler aus erneuerbaren Energien zu decken, ist nicht erreichbar. Von 2013 auf 2014 konnte der Anteil nur um 2 Prozentpunkte, von 10 auf 12 Prozent gesteigert werden. Schreibt man das fort, so wären das im Jahre 2030 rund 44 Prozent. Das ist weit entfernt von der im Kreis verkündeten 100 Prozent Quote. Damit wird klar, wie unrealistisch dieses Ziel ist. Wir sollten ehrlich sein, und klar sagen, dass dieser Beschluss nicht umsetzbar ist. Denn der Kreis hat weder die Instrumente noch die Zuständigkeit und vor allem auch gar nicht die realistischen Möglichkeiten, dieses Ziel zu erreichen. Einfluss hat die Kreisverwaltung direkt nur auf die kreiseigenen Gebäude, diese machen aber weniger als 2 Prozent der gesamten Stromerzeugung im Kreis aus. Ansonsten entscheiden die Unternehmen und die privaten Verbraucher unabhängig vom Appell der Kreisverwaltung, woher sie ihren Strom beziehen.

Auch die vielen Runden Tische, die jetzt nicht mehr nur von der Energieagentur, sondern auch noch von dem 3,3 Millionen teuren Forschungsprojekt enAHRgie veranstaltet werden, lösen dieses Problem nicht. Die Energiewende wird so zu einem Veranstaltungsprogramm von runden Tischen und zu einem Beschäftigungsprogramm für Politologen, Soziologen und Ideologen.

Das war eigentlich schon klar, als der Kreistag mehrheitlich diesen Beschluss gefasst hat. Den Bedenken der FDP, die als einzige Partei dagegen gestimmt hat, wollte damals keiner glauben. 100 Prozent aus erneuerbaren Energien würden außerdem dazu führen, dass der Kreis komplett mit Windrädern verspargelt würde. Das wäre das Ende für unsere Tourismusregion.

Das gilt allerdings auch für Windräder, die auf der anderen Rheinseite geplant werden, oberhalb von Unkel. Diese würden das Rheintal und den tollen Blick von Remagen auf die andere Rheinseite dramatisch verschandeln. Daher ist die Resolution des Stadtrats von Bad Honnef, die auf Initiative der FDP zustande kam und sich gegen diese Windräder richtet, sehr zu begrüßen.

Pressemitteilung der

FDP Kreis Ahrweiler

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Daueranzeige
Kreishandwerkerschaft
Image
Moselfest Winningen 2026
Innovatives aus der VG Weißenthurm
Titelanzeige
Empfohlene Artikel
Petra Schneider MdL, Ministerpräsident Gordon Schnieder, Guido Orthen MdL
167

Kreis Ahrweiler. Fünf Jahre nach der verheerenden Flutkatastrophe hat der rheinland-pfälzische Ministerrat erstmals in vollständig neuer Besetzung im Ahrtal getagt. Ministerpräsident Gordon Schnieder und sein Kabinett machten sich vor Ort ein Bild vom Stand des Wiederaufbaus und tauschten sich mit Vertreterinnen und Vertretern der Region über die weiteren Herausforderungen aus.

Weiterlesen

: v.l.n.r.: Annette Winnen, Natalie Baum, Ghazel Wahisi, Ingrid Meumerzheim, Pia Seeliger, Carina Kacavenda, Petra Schneider MdL
20

Ahrweiler. Petra Schneider hat gemeinsam mit Vertreterinnen der Frauen Union Kreis Ahrweiler und deren Vorsitzende Ingrid Meumerzheim die Beratungsstelle von donum vitae in der Rotweinstraße in Ahrweiler besucht. Dort informierte sich die CDU-Landtagsabgeordnete über die Arbeit, die Strukturen und die aktuelle Situation des Vereins. Im Mittelpunkt des Besuchs stand das gegenseitige Kennenlernen. Die...

Weiterlesen

Weitere Artikel
Katharina Quast (2.v.r.), Dr. Werner Link (3.v.r.)
824

Senioren Union Wachtberg

Besuch bei Schneiders Obsthof

Wachtberg-Kürrighoven. Auf Vermittlung der Stellvertretenden Vorsitzenden Margarete Keller besuchte eine Gruppe der Senioren Union-Wachtberg mit ihrem Vorsitzenden Dr. Werner Link am 18.08.2026 den Obsthof und erhielt dort einen hochinteressanten Einblick in einen mit modernsten Mitteln geführten Betrieb.

Von Dr. Werner Link aus Wachtberg

Weiterlesen