Politik | 19.12.2017

60. Dienstag-Demo gegen Bahnlärm in Neuwied

Friedlicher Protest gegen den Bahnlärm

Auch bei der 60. Dienstags-Demo protestierten zahlreiche Teilnehmer gegen den Bahnlärm. privat

Neuwied. Zum 60. Mal trafen sich viele Menschen vor dem Neuwieder Bahnhof, um gegen den inzwischen unerträglichen Bahnlärm im Mittelrhein- und Moseltal zu protestieren. „Als sich am 15. Januar 2013 erstmals Bahnanwohner aus dem Unteren Mittelrheintal um 19 Uhr vor dem Bahnhof in Neuwied trafen, um gegen den zunehmenden Bahnlärm und die damit einhergehenden massiven Erschütterungen zu protestieren, hätte wohl keiner von uns geglaubt, dass wir 60 Demonstrationen erfolgreich durchhalten werden“ so Franz Breitenbach von der Bürgerinitiative gegen Bahnlärm aus Bad Hönningen. Es war auch Franz Breitenbach, der die Idee zu den sogenannten „Dienstags-Demos“ hatte und gemeinsam mit seinem Mitstreiter Heinz-Günter Heck aus Ariendorf die Anti-Bahnlärm-Demonstrationen nun bereits seit fünf Jahren an jedem zweiten Dienstag eines Monats vor dem Bahnhof in Neuwied organisiert. Die Dienstag-Demos sind heute längst ein fester Termin für viele lärmgeplagte Bahnanwohner geworden. Längst verschwunden sind die zunächst bei den ersten Demonstrationen anwesenden Bundespolizei-Streifen, denn rasch wurde klar, dass die teilnehmenden Personen ihren Protest und ihre berechtigten Forderungen friedlich, seriös und sachlich vorbringen. Dies ist sicher auch ein Grund dafür, dass in den vergangenen fünf Jahren zahlreiche Bundestags- und Landtagsabgeordnete, Landräte und Bürgermeister zu den immer zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern gesprochen und deren Protest unterstützt haben. So war z.B. der Innenminister von RLP Roger Lewenz in den Jahren 2014, 2015 und 2016 immer vor Weihnachten zu Gast. Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Weißenthurm Georg Hollmann, der zusammen mit seinem 1. Beigeordneten Thomas Przybylla und mit dem weißenthurmer Stadtbürgermeister Gerd Heim wann immer möglich, an den Dienstag-Demos teilnimmt, stellte erfreut fest: „Es macht mich schon ein wenig stolz, dass unsere weißenthurmer Mitbürgerinnen und Mitbürger nun seit fünf Jahren fast immer die stärkste Teilnehmergruppe stellen. Dies zeigt, dass die Menschen entlang der Bahntrasse wirklich sehr massiv unter dem krankmachenden Bahnlärm leiden und rasche Abhilfe dringend geboten ist. Es zeigt darüber hinaus, dass gemeinsam mit den beteiligten Bürgerinitiativen: IG „Schutz gegen Bahnlärm und Erschütterungen“ e.V. Bad Hönningen; IG „gegen Bahnlärm u.- Erschütterung e.V. Leutesdorf; Verein „ zum Schutz gegen Immissionen im Neuwieder Becken“ Neuwied; BIN „gegen Bahnlärm e.V. Königswinter; und die Bürgerinitiative „WIR gegen Bahnlärm in der VG Weißenthurm e.V.“, in diesem Bereich hervorragende Arbeit geleistet wird. Der Vorsitzender der weißenthurmer Bürgerinitiative Rolf Papen, sprach im Namen aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer Franz Breitenbach und Heinz-Günter Heck Dank und Anerkennung für ihr herausragendes Engagement zum Wohle der bahnlärmgeplagten Menschen im Mittelrhein- und Moseltal aus und ließ es sich nicht nehmen, gemeinsam mit allen Anwesenden auf beide Mitstreiter ein „Dreifaches-Hurra“ auszubringen.

Auch bei der 60. Dienstags-Demo protestierten zahlreiche Teilnehmer gegen den Bahnlärm. Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Dauerauftrag 2026
Dauerauftrag 2026
Lampionfest in Weißenthurm
Lampionfest in Weißenthurm - KW25
Projektingenieur
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, Juni 2026
Innovatives rund um Andernach
vermisste Brille
Empfohlene Artikel
Die Straße „Am Gartenschwimmbad“ wird für 2,1 Millionen Euro fit für den Verkehr zum Are-Gymnasium und zum neuen Hallen- und Freizeitbad gemacht.  Foto: GS
199

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Der Rat der Kreisstadt hat die Vorplanung zur flutbedingten Wiederherstellung der Straße „Am Gartenschwimmbad“ freigegeben und die Aufbau- und Entwicklungsgesellschaft (AuEG) mit der weiteren Umsetzung beauftragt. Bestandteil der Maßnahme ist die Wiederherstellung der Verkehrsanlagen einschließlich einzelner Entwässerungseinrichtungen.

Weiterlesen

: Blick auf den trockengelegten Mühlenteich mit dem Mühlrad am Herderweg.  Foto: GS
58

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Kein Stadtrat in Bad Neuenahr-Ahrweiler ohne das Thema Wiederaufbau. So wurde in der jüngsten Sitzung am Montagabend erneut die Aufbau- und Entwicklungsgesellschaft (AuEG) einstimmig mit entsprechenden Maßnahmen beauftragt. Ein Blick in die Details.

Weiterlesen

Noch ist der Ahrradweg in Sinzig ein Provisorium – temporär eben.  Foto:GS
169

Sinzig. Eigentlich ist beim Ahrradweg in Sinzig noch alles in der Schwebe. Der Weg erstreckt sich im Bereich der Barbarossastadt von der Ahrmündungsbrücke bis hin nach Bad Bodendorf zur Ehlinger Ley. Derzeit wurde der Ahrradweg im Bereich Eisenbahnbrücke bis Spessartsteg und vom Ehrenfriedhof in Bad Bodendorf bis zur Ehlinger Ley temporär hergestellt. Temporär deshalb, da zum Zeitpunkt der Planung noch nicht festlag, wo die endgültige Trasse verlaufen soll.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Aufgrund eines Ladendiebstahls fahndet die Polizei nach dem Verdächtigen.
1094

Hochpreisiges Parfüm gestohlen

Bonn: Polizei fahndet nach Ladendieb

Bonn. Fahndung nach einem mutmaßlichen Ladendieb in Bonn: Das Kriminalkommissariat 15 der Bonner Polizei hat eine öffentliche Suche nach einem Verdächtigen eingeleitet, der im Verdacht steht, am 12. März 2026 ein teures Parfüm aus einer Parfümerie in der Bonner Innenstadt gestohlen zu haben.

Weiterlesen

Die Entlassschüler/innen der Realschule plus Niederzissen
528

Niederzissen. Das Motto der diesjährigen Abschlussfeier hatten sich die Abschlussschüler gut überlegt: „Casino -Erfolg ist nicht nur Glück!“ Ein Schulabschluss ist nicht nur Glück, dafür muss man auch etwas leisten. Das Ergebnis ihrer Arbeit konnte sich sehen lassen: 63 Schüler/innen der Realschule plus nahmen im feierlichen Rahmen ihr Zeugnis entgegen und wurden entlassen, um den nächsten Schritt auf ihrem Lebensweg zu beginnen.

Von Dajana Barth aus Niederdürenbach

Weiterlesen