Politik | 25.07.2016

Gesundheitsprojekt im Landkreis Mayen-Koblenz „Bewegung in die Dörfer“

Seele, Körper, Geist und Bewegung

Erster „örtlicher runder Tisch“ zum Projekt „Bewegung in die Dörfer“ in der Stadt Mülheim-Kärlich

Die Teilnehmer des ersten örtlichen runden Tisches zum Thema „Bewegung in die Dörfer“ bei ihrem ersten Treffen in der „Alten Kapelle“.privat

Mülheim-Kärlich. „Bewegung in die Dörfer“, so lautet der Titel des Gesundheitsprojektes im Landkreis Mayen-Koblenz, für welches Landrat Dr. Alexander Saftig die Schirmherrschaft übernommen hat. Gemeinsam mit engagierten Ehrenamtlichen, ortsansässigen Vereinen, Initiativen, Institutionen und interessierten Einzelpersonen sollen abwechslungsreiche Bewegungsangebote realisiert werden.

Die Angebote sollen der Gesunderhaltung von Geist und Körper dienen aber auch der Vereinsamung älterer Menschen vorbeugen. Der Spaß an der Bewegung und der Spaß, gemeinsam mit anderen Menschen etwas zu unternehmen, steht bei dem Projekt im Vordergrund. Im Rahmen einer kreisweiten Auftaktveranstaltung wurde Ende April der Startschuss für die Aktion gegeben und interessierte Kommunen zur Projektteilnahme aufgefordert. Im Rahmen eines ersten „kreisweiten runden Tisches“ Mitte Juni 2016 erhielt Stadtbürgermeister Uli Klöckner die erfreuliche Mitteilung, dass Mülheim-Kärlich zu den zehn Pilotgemeinden im Kreisgebiet gehört.

Als erste Kommune im Landkreis Mayen-Koblenz führte man nun in Mülheim-Kärlich einen „örtlichen runden Tisch“ durch. Rund 20 interessierte Mitbürger, die durchweg alle Erfahrung im Bereich der Seniorenarbeit besitzen, nahmen an der Veranstaltung teil. Nach der Begrüßung durch das Kreistagsmitglied Horst Hohn, der gemeinsam mit Andrea Dötsch und Monika Hetzel die Stadt Mülheim-Kärlich für eine Projektteilnahme vorgeschlagen hatte, erläuterte die Projektbeauftragte Lea Bales von der Kreisverwaltung gemeinsam mit Katrin Schüssler (Sportreferentin) und Waltraud Klein (Alzheimer Gesellschaft nördliches Rheinland-Pfalz e.V.) Ziele und Zeitplan der Aktion. „Es geht nicht darum, Massen zu mobilisieren. Diejenigen, die bislang noch nicht erreicht wurden, sind die Zielgruppe“, so Lea Bales, die damit betonte, dass es sich um keine Konkurrenz zu bereits bestehenden Angeboten handelt. „Teilhabe ist ein ganz wichtiges Thema.

Der Zugang funktioniert meist nur über persönliche Ansprache. Man muss daher fragen, wie man ältere Menschen, auch die mit körperlichen Einschränkungen, Menschen mit Gehstock , Rollator oder Rollstuhl oder auch Menschen mit Demenz, die nur noch zu Hause sitzen, erreichen kann“, ergänzte Waltraud Klein.

Dass es in Mülheim-Kärlich bereits eine beeindruckende Vielfalt von Angeboten für ältere Mitmenschen gibt, wurde bei der anschließenden Diskussion deutlich. In allen drei Stadtteilen gibt es Einrichtungen der Seniorenbegegnung mit unterschiedlichen Öffnungszeiten und Konzepten. Auch die Sportvereine bieten spezielle Angebote an, wie Herbert Nickenig (Beigeordneter der VG Weißenthurm) in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des TV Mülheim betonte, die teilweise sogar vormittags stattfinden, was älteren Mitbürgern besonders entgegenkommt.

Auf größere Veranstaltungen wie z.B. die bunten Nachmittage in der Vorweihnachtszeit oder den Seniorentag der Verbandsgemeinde wies Dorothea Kalus als 2. stellvertretende Vorsitzende des Kreisseniorenbeirates hin. Doch wie sieht das neue Angebot im Rahmen des Projekts „Bewegung in die Dörfer“ in Mülheim-Kärlich konkret aus? „Dem Ort soll nichts übergestülpt werden.

Die in der Seniorenarbeit tätigen Ansprechpartner wissen am besten, was individuell zu der Kommune passt. Daher soll die Konzeption des Angebots auch von dem örtlichen runden Tisch erarbeitet werden“, betonte Lea Bales.

Im Rahmen des örtlichen runden Tisches wurden von den Mülheim-Kärlicher Teilnehmern bereits erste Eckpunkte besprochen. So soll es eine Bewegungsgruppe mit niedrigschwelligen Angeboten geben, damit diejenigen, die mitmachen, Spaß an der Bewegung bekommen.

Zielgruppe sind Seniorinnen und Senioren ab 70 Jahre. Andrea Dötsch, die im August einen Lehrgang als Bewegungsleiter besuchen wird, hatte die Idee für das Motto der Gruppe: „Seele, Körper, Geist und Bewegung“. Und da bekanntlich „probieren über studieren“ geht, praktizierten die Teilnehmer der Veranstaltung spontan einige denkbare Bewegungsübungen.

Vorschau

Die weiteren Details des Mülheim-Kärlicher Projekts sollen bei einem zweiten „örtlichen runden Tisch“ erörtert werden, der am Montag, 29. August, um 18 Uhr, wiederum in der „Alten Kapelle“ neben dem Rathaus Mülheim-Kärlich, stattfinden wird.

Die Teilnehmer des ersten örtlichen runden Tisches zum Thema „Bewegung in die Dörfer“ bei ihrem ersten Treffen in der „Alten Kapelle“.Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Rund ums Haus
Kreishandwerkerschaft
Heimat aktiv erleben
Zukunft trifft Tradition KW 26
Verkäufer scheitern am Kaufpreis
schlüsselfertiger Badausbau
LKW-Fahrer
Empfohlene Artikel
Die Straße „Am Gartenschwimmbad“ wird für 2,1 Millionen Euro fit für den Verkehr zum Are-Gymnasium und zum neuen Hallen- und Freizeitbad gemacht.  Foto: GS
254

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Der Rat der Kreisstadt hat die Vorplanung zur flutbedingten Wiederherstellung der Straße „Am Gartenschwimmbad“ freigegeben und die Aufbau- und Entwicklungsgesellschaft (AuEG) mit der weiteren Umsetzung beauftragt. Bestandteil der Maßnahme ist die Wiederherstellung der Verkehrsanlagen einschließlich einzelner Entwässerungseinrichtungen.

Weiterlesen

: Blick auf den trockengelegten Mühlenteich mit dem Mühlrad am Herderweg.  Foto: GS
69

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Kein Stadtrat in Bad Neuenahr-Ahrweiler ohne das Thema Wiederaufbau. So wurde in der jüngsten Sitzung am Montagabend erneut die Aufbau- und Entwicklungsgesellschaft (AuEG) einstimmig mit entsprechenden Maßnahmen beauftragt. Ein Blick in die Details.

Weiterlesen

Noch ist der Ahrradweg in Sinzig ein Provisorium – temporär eben.  Foto:GS
201

Sinzig. Eigentlich ist beim Ahrradweg in Sinzig noch alles in der Schwebe. Der Weg erstreckt sich im Bereich der Barbarossastadt von der Ahrmündungsbrücke bis hin nach Bad Bodendorf zur Ehlinger Ley. Derzeit wurde der Ahrradweg im Bereich Eisenbahnbrücke bis Spessartsteg und vom Ehrenfriedhof in Bad Bodendorf bis zur Ehlinger Ley temporär hergestellt. Temporär deshalb, da zum Zeitpunkt der Planung noch nicht festlag, wo die endgültige Trasse verlaufen soll.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild. Foto: pixabay.com
4832

Am heutigen Vormittag war es zu Stromausfällen in den Stadtteilen Kesselheim, Neuendorf und Wallersheim gekommen

27.06.: Nach Stromausfall in Koblenz: Energieversorgung in allen betroffenen Stadtteilen wiederhergestellt

Koblenz. Nachdem am heutigen Vormittag der Strom in den Koblenzer Stadtteilen Kesselheim, Neuendorf und Wallersheim ausgefallen war, konnte die Energieversorgung nach Angaben der Feuerwehr Koblenz zwischenzeitlich in allen Gebieten durch den zuständigen Energieversorger wiederhergestellt werden. Eine Ursache für den Stromausfall ist bislang nicht bekannt. BA

Weiterlesen