Politik | 08.04.2025, 14:53 Uhr

Seniorenbeirat trifft BI „Unsere Altstadt“

Claus Mölich und Jürgen Potratz berichten über Probleme und Fehlentwicklungen in der Alt- und Innenstadt

Mitglieder und Gäste des Seniorenbeirats Koblenz diskutieren mit Vorstandsmitgliedern der BI „Unsere Altstadt“ gemeinsame Probleme und Verbesserungsmaßnahmen in der DRK-Begegnustädte an der Liebfrauenkirche, Altstadt: untere Reihe v. links: Rolf Weber, Prof. Dr. Heinz-Günther Borck (Vors. Seniorenbeirat), Edgar Kühlenthal (Sprecher des AK Stadtentwicklung/Seniorenbeirat) – mittlere Reihe v. links: Christoph Bretz, Christa Klein – ober Reihe v. links: Claus Mölich ( stellvertr. Vorsitzender BI „Unsere Altstadt“), Jürgen Potratz (Vorstandsmitglied BI „Unsere Altstadt“), Stefanie Both, Friedhelm Kurz (stellvertr. Sprecher des AK Stadtentwicklung/ Seniorenbeirat).  Foto: Seniorenbeirat/Edgar Kühlenthal
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Koblenz. Ein Wunschtraum für die Zukunft ist der schöne Titel im offiziellen „Innenstadtkonzept Koblenz“: „Die Qualitäten der Koblenzer Innenstadt vereint – Herzstück Altstadt“ Mit welchen Problemen, Belastungen, Nachteilen aktuell die Bewohnerinnen und Bewohner – darunter sehr viele ältere Menschen – leben müssen und welche notwendigen und möglichen Maßnahmen zur Beseitigung und Verbesserung durchgeführt werden sollten, waren die Themen bei der Sitzung des Arbeitskreises Demografie, Digitalisierung und Stadtentwicklung des Seniorenbeirats (Sprecher Edgar Kühlenthal) mit dem stellvertretenden Vorsitzenden der Bürgerinitiative „Unsere Altstadt“ Claus Mölich und seinem Kollegen im Vorstand Jürgen Potratz in der Begegnungsstätte des DRK an der Liebfrauenkirche/Altstadt. Über die wichtigsten bei der Veranstaltung diskutierten Belastungen berichten auch immer wieder die Medien: Lärm durch Autoposer, vor allem abends und nachts an Wochenenden, starkes Aufkommen von Park-Such-Verkehr insbesondere in der Burgstraße und am Peter-Altmeier-Ufer, Verschmutzungen durch Essens- und Getränkereste sowie infolge der Nutzung der Straße und weiterer öffentlichen Bereiche als Toilette.

Aus der Versammlung kamen zahlreiche neue Vorschläge – ja Ideen - für Verbesserungen: seniorengerechte Haltestellenorte, Einbindung der Linie 1 in die Koveb, Einführung des sog. „On-Demand-Verkehrs“ (flexibler Bedarfsverkehr auf Bestellung: der Beiratsvorsitzende Prof. Borck wies auf die jahrelangen Beiratsbemühungen um sog. Alternative Verkehrsbedienung hin), Projekt für Generationen verbindende Wohnformen („Gemeinschaftliches Wohnen“)…Eine bisher mit ihren negativen Folgen unterschätzte und weniger beachtete Entwicklung ist die starke Zunahme von Mietverhältnissen als „Ferienwohnungen“. Die Nutzer von Ferienwohnungen sind nur kurz da. Verantwortlichkeit für das Stadtviertel und die Gemeinschaft von mehreren Mietern in einem Haus haben sie nicht. Die hier im Bericht schon beschriebenen Folgen sind: Lärm, Verunreinigungen in den Häusern etc. „Die Vermietungen von Wohnraum als Ferienwohnung in der Altstadt haben zahlenmäßig zugenommen: 2018 gab es offiziell in der Altstadt 4 Ferienwohnungen. Heute hat sich die Zahl von Ferienwohnungen vervielfacht!“ berichtet ein langjähriger Bewohner der Altstadt. Eine ebenfalls langjährige Bewohnerin der Altstadt ergänzt: „Die Altstadt wird immer mehr zum Durchgangsquartier!“ Wegen abnehmender Qualität der Altstadt als Wohnquartier nehmen die Kündigungen bei „normalen“ Mietverhältnissen zu. Parallel dazu werden die Schwierigkeiten bei Neuvermietung deutlich größer. „Die Bewohnerinnen und Bewohner der Altstadt – unter ihnen viele ältere Menschen - und besonders auch die BI „Unsere Altstadt“ blicken gespannt auf die von OB Langner und Bürgermeisterin Ulrike Mohrs in Aussicht gestellte Umsetzung von zahlreichen Verbesserungsmaßnahmen und deren Wirkung“, so BI-Vorstandsmitglied Jürgen Potratz in der Sitzung. Der stellvertretende Vorsitzende der BI „Unsere Altstadt“ Claus Mölich fasste anschließend das Ergebnis der gemeinsamen Sitzung mit dem Seniorenbeirat/AK Stadtentwicklung zusammen: „Wie wir feststellen konnten, gibt es doch eine Vielzahl von Schnittmengen bzgl. Problemen und Fehlentwicklungen in der Alt- und Innenstadt.“Für die Zukunft wurde weitere Zusammenarbeit vereinbart: „Zu den künftigen Sitzungen des Arbeitskreises zur Stadtentwicklung sind Sie immer herzlich willkommen. Die Vertreter der BI „Unsere Altstadt“ erhalten zukünftig rechtzeitig Ankündigung und Einladung zu unseren Sitzungen.“ so Arbeitskreissprecher Edgar Kühlenthal. Er dankte allen Teilnehmern für ihre Teilnahme und engagierten Beiträge.

Pressemitteilung

Seniorenbeirat Koblenz

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Mitglieder und Gäste des Seniorenbeirats Koblenz diskutieren mit Vorstandsmitgliedern der BI „Unsere Altstadt“ gemeinsame Probleme und Verbesserungsmaßnahmen in der DRK-Begegnustädte an der Liebfrauenkirche, Altstadt: untere Reihe v. links: Rolf Weber, Prof. Dr. Heinz-Günther Borck (Vors. Seniorenbeirat), Edgar Kühlenthal (Sprecher des AK Stadtentwicklung/Seniorenbeirat) – mittlere Reihe v. links: Christoph Bretz, Christa Klein – ober Reihe v. links: Claus Mölich ( stellvertr. Vorsitzender BI „Unsere Altstadt“), Jürgen Potratz (Vorstandsmitglied BI „Unsere Altstadt“), Stefanie Both, Friedhelm Kurz (stellvertr. Sprecher des AK Stadtentwicklung/ Seniorenbeirat). Foto: Seniorenbeirat/Edgar Kühlenthal

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