Die Bürgerinitiative „WIR gegen Bahnlärm in der VG Weißenthurm e.V.“ informiert

Weiter in Sachen Bahnlärm aktiv

22.09.2016 - 09:34

Weißenthurm. Unter den Slogans „Für ein leises Rhein- und Moseltal!“ oder „Güterzüge raus!“ demonstrierten am Samstag, 3. September rund 1.000 Menschen in Koblenz gegen den unerträglichen Bahnlärm. Die Weißenthurmer stellten wie bereits in den vergangenen Jahren eine der stärksten Teilnehmergruppen.


Protestzug gegen Bahnlärm


Dem Aufruf zur Teilnahme an der diesjährigen Anti-Bahnlärm-Demonstration in Koblenz, die in Gemeinschaft von Bürgerinitiativen aus dem Mittelrhein- und Moseltal organisiert wurde, waren wieder viele Menschen aus der Verbandsgemeinde Weißenthurm gefolgt. Gemeinsam mit dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde Weißenthurm, Georg Hollmann, dem Ersten Beigeordneten der Verbandsgemeinde Weißenthurm, Thomas Przybylla und Stadtbürgermeister Gerd Heim ging es am Sonntag, 3. September ab 14 Uhr in Koblenz mit einem Protestzug von der Herz-Jesu-Kirche durch die Löhrstraße bis zum Vorplatz des Hauptbahnhofes.

Bei diesem Protestmarsch erklärte der Weißenthurmer Stadtbürgermeister Gerd Heim: „Es ist immer wieder eine Freude zu sehen, mit welchem Engagement und Enthusiasmus sich auch unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger und insbesondere die Mitglieder unserer Bürgerinitiative für ein leiseres Rheintal und damit für die Zukunft unserer Region einsetzen.“ Vor dem Koblenzer Hauptbahnhof sprachen dann der Oberbürgermeister der Stadt Koblenz, Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig, Innenminister Roger Lewentz sowie die Mitglieder des Bundestages Tabea Rößner und Detlev Pilger zu den Demonstranten.

Für die von Bahnlärm betroffenen Menschen ergriff Rolf Papen, der 1. Vorsitzende der Bürgerinitiative „WIR gegen Bahnlärm in der VG Weißenthurm e.V.“ das Wort. Gleich zu Anfang seiner Ansprache stellte er fest, dass die Menschen die Nase voll haben von Sonntagsreden und Absichtserklärungen, während gleichzeitig vor ihren Fenstern der Bahnlärmterror immer katastrophalere Formen annimmt. „Wir Bahnanwohner haben kein Verständnis mehr für eine Geld-, Geiz- und Gier- Wirtschaft, die auf Kosten unserer Gesundheit und Heimat Milliarden-Gewinne einfährt.“ Des Weiteren hob er hervor: „Die Wirtschaft ist für die Menschen da und nicht umgekehrt!“


Hauptverantwortung für die katastrophale Bahnlärm-Situation liegt bei der Bundesregierung


Klar und deutlich nannte er die nach seiner Ansicht Hauptverantwortlichen für die inzwischen katastrophale Bahnlärm-Situation im Rhein- und Moseltal. Eine entscheidende Verantwortung trage aktuell Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, der viel zu wenig gegen den zunehmenden Bahnlärm unternehme. Die letzte Verantwortung aber trage die Bundeskanzlerin mit ihrer Richtlinienkompetenz, die ihr Versprechen gegenüber den Bahnlärmbetroffenen bei ihrem Wahlkampfauftritt 2013 in Koblenz, sich um das Thema Bahnlärm zu kümmern, nicht eingelöst habe.

Eindringlich appellierte er an die Bundeskanzlerin, sich endlich um die hunderttausende Menschen zu sorgen, die unsäglich unter dem erbarmungslosen Bahnlärm leiden, erkranken und möglicherweise an den Folgen auch sterben.

Daneben forderte er insbesondere die Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und den Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe auf, in Sachen Bahnlärm mehr als bisher aktiv zu werden und bei der Kanzlerin und dem Bundesverkehrsminister gegen den krankmachenden und Umwelt zerstörenden Schienenlärm „Sturm zu laufen“.


Drei Forderungen an die Bundesregierung


Es waren dann auch drei klare Forderungen, die er gegenüber der amtierenden Bundesregierung erhob und für die er große Zustimmung und nachhaltigen Beifall erhielt:

1. Eine weitere Zunahme des Güterzugverkehrs und damit eine Steigerung des Bahnlärms und der Erschütterungen im Mittelrhein- und Moseltal muss unverzüglich gestoppt werden!

2. Gesetzliche Lärmobergrenzen müssen endlich auch für den Bahnbetrieb auf sogenannten Bestandsstrecken, unter anderem also den Strecken entlang des Rheins und der Mosel, eingeführt werden – der derzeit noch gegebene rechtsfreie Zustand muss unverzüglich beendet werden!

3. Die Zuggeschwindigkeiten bei Ortsdurchfahrten, zum Beispiel in Weißenthurm bis zu 160 km/h für Personenzüge und bis zu 120 km/h für Güterzüge, auch mit Gefahrgut, sind sofort auf maximal 70 km/h, für Gefahrguttransporte auf 50 km/h zu begrenzen. Daneben sind Nachtfahrverbote für Züge auszusprechen, die beim Durchfahren von Wohngebieten mehr als 50 Dezibel Lärm verursachen!

Unmittelbar nach der Demonstration in Koblenz fasste der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Weißenthurm Georg Hollmann seine Eindrücke wie folgt zusammen: „Es war wichtig, dass wir alle gemeinsam mit dieser Demonstration ein deutliches Zeichen gegen den zunehmenden Bahnlärm gesetzt haben und es war richtig, dass gegenüber den Zuständigen bei Politik und Bahn Klartext gesprochen und die Verantwortlichkeiten eindeutig benannt wurden. Insbesondere der Vorsitzende unserer Weißenthurmer Bürgerinitiative hat mit seiner Ansprache den betroffenen Menschen aus der Seele gesprochen!“

Pressemitteilung der

Bürgerinitiative

„WIR gegen Bahnlärm

in der VG Weißenthurm e.V.“

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Hermann-Josef Andres:
Mit besonderem Interesse habe ich den Artikel über den Bewerber Peter Michels für das Amt des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Cochem gelesen. Als Mitarbeiter der Verbandsgemeindeverwaltung Cochem-Land/Cochem mit 37-jähriger Berufserfahrung und Betriebszugehörigkeit, überwiegend in leitender Funktion, sowie als langjähriges Mitglied der Personalvertretung und aktueller Personalratsvorsitzender bin ich doch mehr als verwundert über diesen Artikel. Peter Michels ist in der Verwaltung durchaus als versierter Redner (umgangssprachlich: Schwätzer), jedoch nicht unbedingt als „Macher“ bekannt. Dies überlässt er wohl gerne anderen. Auch für seine Ideen, die in dem Artikel angeführt werden, möchte er jeweils zusätzliches Personal einstellen. Ich stelle mir dabei natürlich die Frage, was er eigentlich selbst arbeiten möchte, oder ob sich seine Arbeit auf die Organisation von „Weinveranstaltungen“ begrenzt. Dies würde dann aber auch seinem Auftreten in den letzten Jahren entsprechen. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass er zwar seit 2008 bei Kommunalverwaltungen beschäftigt ist, jedoch weder eine Verwaltungsausbildung hat und über elementare Verwaltungskenntnisse verfügt. Was die Haltung zu Bädern und Grundschulen betrifft, vollzieht er hier eine elegante 180° Wendung. Hieß es bis vor kurzem noch „weg mit der Kleinstaaterei und den kleinen Einrichtungen“ (das galt für Schulen und Bäder gleichermaßen) möchte er nun als Retter der kleinen Grundschulen auftreten und Vorreiter für den Weiterbestand der Bäder sein. Wegen seiner teilweise mehr als grenzwertigen Äußerungen über Kolleginnen und Kollegen während seiner Dienstzeit bei der VGV Cochem, bin ich davon überzeugt, dass er bei der weit überwiegende Mehrzahl des Personals weder Zustimmung oder gar Unterstützung finden wird. Für die Leitung einer Einrichtung mit insgesamt rd. 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf den verschiedensten Ebenen (es gibt nicht nur den Tourismus) halte ich ihn sowohl fachlich als auch in der Frage der Personalführung für nicht geeignet. Vielleicht hätte es auch in der Überschrift besser geheißen: „Lasst mich nur reden (schwätzen), ihr macht das schon“.
Toni Göbel:
Bm-Kandidat Michels, der sich als Macher bezeichnet, war nicht der Ideengeber für die Wohn-Pflegegemeinschaft in Greimersburg. Ideengeber für dieses lobenswerte Projekt war der Greimersburger Alt-Ortsbürgermeister Paul Lauxen. Auch an der tollen Breitband-Initiative im Kreis Cochem-Zell hatte er in der Funktion als „Leiter der Kommunikation“ ebenso wenig maßgeblichen Anteil wie in der kurzen Zeit als Wirtschaftsförderer der fusionierten Verbandsgemeinde an der positiven wirtschaftlichen Entwicklung in vielen Ortsgemeinden der VG Cochem. Macher waren auch hier in erster Linie andere. Bei der Wirtschaftsförderung ist hier an vorderster Stelle der bis zu der Fusion hierfür zuständige langjährige Mitarbeiter der VGV Cochem zu benennen, der bereits vor der Fusion viele Projekte in den Ortsgemeinden mit angestoßen hat und der mit seinen Ideen und seinem herausragenden Engagement als Macher maßgeblichen Anteil an der positiven Entwicklung in vielen Ortsgemeinden hatte.
Melanie :
ja da hast Du echt Recht Elke,denen passiert nichts!!! die dürfen doch in unserm Land machen was Sie wollen!!!Das macht mich echt wütend!!! Wir müssen in unserem eigenen Land Angst um uns und unsere Kinder haben! Mein Gott,wo sind wir nur hin gekommen!!!! Armes Deutschland!!!!
Nico Di Mascio:
Nein leider eine Stunde nach der Festnahme. Und wenn überhaupt!
Elke Kurth:
Die Frage ist, was passiert mit den Tätern, wenn sie verhaftet werden? Laufen sie bereits am nächsten Tag breit grinsend durch die Fußgängerzone? Leider haben diese Menschen vollkommene Narrenfreiheit in Deutschland.
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