Lokalsport | 02.05.2016

LAF Sinzig Volleyball - Rückblick U12 und Saisonbilanz Herren

Ein erfolgreicher dritter Platz

Sinzig. Die weibliche U-12-Jugend der LAF Sinzig belegte bei den in heimischer Halle ausgerichteten Landesmeisterschaften einen sehr respektablen 3. Platz. Dabei verhinderte allein das Losunglück eine mögliche Vizemeisterschaft. Denn aus drei Vorrundengruppen á drei Mannschaften mussten wegen der Absage einer Mannschaft zwei Gruppen á vier Teams gebildet werden. Sinzig spielte direkt zu Beginn gegen den späteren verdienten Landesmeister Heiligenstein - und verlor hier nach einem packenden Spiel knapper, als es das 0:2 auf den ersten Blick aussagte. Denn der zweite Satz blieb bis zum Ende hart umkämpft und Sinzig schien einem Satzgewinn nahe. Nach dieser Auftaktniederlage war der 3. Platz das Maximum des Erreichbaren. Ein Start in der anderen Vorrundengruppe hätte mit Sicherheit die Finalteilnahme bedeutet. Dem entsprechend bilanzierte der anwesende Landesjugendwart des Volleyball-Verbandes Rheinland-Pfalz nach dem Auftaktspiel gegen Heiligenstein auch, dass dies wohl „das vorweggenommene Endspiel“ gewesen sei. Ein schwacher Trost … Im Folgenden kam es zu einem spannenden Kampf mit dem sportlichen und freundschaftlich verbundenen Konkurrenten aus dem Rheinland, dem TV Feldkirchen. Einer 1:0-Führung folgte der verdiente 1:1-Ausgleich und schließlich ein letztlich erkämpfter 2:1-Erfolg der Sinziger Mädels. Das letzte Spiel der Vorrunde gewannen die Sinziger Nachwuchskräfte überlegen mit 2:0. Damit traf der Sinziger Nachwuchs als Gruppenzweiter im Spiel um Platz 3 auf Spabrücken, dem Meister des Bezirksverbandes Rhein-Hessen. Dieses Spiel gewannen die Sinziger trotz mit nur drei Spielerinnen personell enger Besetzung und scheinbar am Ende ihrer Kräfte letztlich verdient mit 2:0. Somit ist der 3. Platz als sportlich tolle Leistung anzusehen, der allein den Makel anfänglichen Lospeches begleitet.

Für die LAF Sinzig spielten: Ann-Kathrin Bauer, Henriette Deurer und Hena Sukic.

Klasse gehalten - Das gesetzte Ziel erfolgreich erreicht.

Siebter Tabellenplatz von zehn Mannschaften und sechs Siege in 18 Spielen auf der Habenseite. Daneben einige knappe 2:3-Niederlagen mit jeweiligem Punktgewinn. Dies ist die nüchterne Bilanz der ersten Drittligasaison der 1. Herrenmannschaft der LAF Sinzig. Ein für einen Aufsteiger sicherlich mehr als zufriedenstellendes Ergebnis. Dies insbesondere vor dem Hintergrund der konkreten Umstände: Waren die Sinziger in der Aufstiegssaison 2014 / 2015 noch ein verschworener Haufen, mussten sie sich just in der ersten Saison in der 3. Liga den Gegebenheiten stellen, dass mit Patrick Hehmann und Thomas Schäfer wichtige Stammspieler studienbedingt fortzogen und maximal einmal die Woche zum Training erscheinen konnten.

Dabei trainierte die Konkurrenz aus Deutschlands dritthöchsten Volleyballliga zumeist mindestens drei Mal die Woche. Dies war wohl auch mit die Ursache, dass sich der bisherige Ruf der Sinziger als Rückrundenmannschaft mit Aufholcharakter nicht bestätigte. Doch hinter den nackten Zahlen und konkreten Umständen standen nervenaufreibende Spiele, faszinierende Ballwechsel und emotionale Momente: Beim ersten Spiel gegen Mitaufsteiger Mimmenhausen am Bodensee reisten die Sinziger frühzeitig an, verbrachten einen halben Nachmittag an einem Badesee und schienen gut vorbereitet: 0:3-Niederlage. Knapper in den Satzergebnissen, als es das Ergebnis suggerierte, und doch erst einmal deprimierend. Angepeitscht vom heimischen Fanclubs „UUULTRAS“ siegte Sinzig die Woche darauf gegen Rottenburg daheim in einem kämpferischen Spiel mit 3:2, gefolgt von einem überraschend klaren Auswärtssieg in Konstanz.

Die folgenden Spiele zeigten Niederlagen gegen Favoriten und ein packendes Heimspiel gegen Kriftel, dass nach mehreren Matchbällen des Gegners noch 3:2 gewonnen werden konnte. „Das war die geilste Rallye“ befand seinerzeit Kapitän Matthias Michno zu einem knapp einminütigen Spielzug im ersten Satz. Verletzungsbedingt schied Neuzugang Dimitri Ziolskowski bereits in der Hinrunde aus. Und die laufende Saison brachte weitere Enttäuschungen: Eine 2:3-Niederlage gegen den Mitabstiegskonkurrenten aus Friedrichshafen daheim. Und in Kriftel verschenkte Sinzig - vielleicht eine Art ausgleichender Gerechtigkeit aus dem Hinspiel - seinerseits Matchbälle und unterlag 2:3 - ein gewonnener Punkt, aber eine gefühlte herbe Niederlage. Doch im Ergebnis bleibt das Hinrundenfazit von Altmeister und Senior im Team Artur Wotzke: „Hätte mir am Anfang des Jahres jemand gesagt, dass wir uns in der 3. Liga so gut einfinden und nach Ende der Hinrunde mit neun Punkten auf einem Nichtabstiegsplatz überwintern, hätte ich denjenigen wohl für verrückt erklärt“. Und es ist tatsächlich so: Die Mannschaft scheint „überraschend schnell in der Liga angekommen“ (so LAF-Trainer Gilbert Deurer nach der Hinrunde). Eine wesentlicher Fun- und Leistungsfaktor in dieser Saison war dabei sicherlich die durchaus beeindruckende Fankulisse in Sinzig, angepeitscht vom heimischen Fanclub „UUULTRAS“. „Gemessen an der Stimmung sind wir nach Bliesen und vielleicht noch Karlsruhe mindestens Dritter geworden, vielleicht sogar Zweiter“ bilanzierte Vereinsvorsitzender Merlin Hinsche die grandiose Stimmung bei den Heimspielen. So bleibt zu hoffen, dass auf diesem Fundament eine Zukunft möglich ist. Denn es gibt trotz aller personellen Schwierigkeiten eine weitere Saison in der 3. Liga in Sinzig. Zwar hört Thomas Schäfer auf, Stephan Durchholz muss aus beruflichen Gründen zurücktreten, Altmeister Artur Wotzke erklärte aus „Altersgründen“ (mal wieder) seinen Rücktritt, hinter Patrick Hehmann stehen noch Fragezeichen und Konstantin Skok konnte bislang nur für die halbe Saison zusagen.

Doch mit Matthias Michno macht sicher einer der besten Zuspieler in der Liga weiter - nicht umsonst wurde er in Karlsruhe zum most valuable player (mvp) gewählt, und nicht umsonst bezeichneten die Rottenburger nach zwei Niederlagen das Sinziger Aufbauspiel als „unkonventionell“ - ein anderes Wort für überraschend. Manuel Michno und Merlin Hinsche, Garanten in Annahme, Feldabwehr und über die Außenposition, haben ebenso zugesagt, wie Libero Jan-Niklas Comes, der sich noch vor drei Jahren in der Regionalliga positionieren musste und maßgeblich am Aufstieg in die 3. Liga beteiligt war. Hinter dem Sinziger Urgestein Serge Moor stehen gesundheitliche Fragezeichen - seine Zusage steht jedoch. Und so hoffen die Rheinländer auf Neuzugänge, darauf, dass der polnische Kraftprotz Ziolskowski sein Knie rehabilitiert und dass verbleibende Lücken mit Nachwuchskräften aus der eigenen Jugend geschlossen werden können. „Die zweite Saison nach dem Aufstieg ist die schwierigste“ meint der zweitligaerfahrene Skok zu Recht. Doch: „in einem kleinen und verschworenen Haufen steckt auch eine Chance“, meint Coach Deurer, und verweist auf die Aufstiegssaison. So können die Sinziger Fans auf weitere packenden Heimspiele und Live-Übertragungen im Internet von den Auswärtsspielen hoffen. Und die Ziele bleiben dieselben: „Klasse halten! Alles andere wäre unrealistisch.“

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