Wölflick Racing kämpfte beim 24-Stunden-Rennen 2014 gegen Blutkrebs
5.500 Euro für die Knochenmarkspenderdatei
Adenau. Bereits zum elften Mal ist Wölflick Racing mit einem Ford beim 24-Stunden-Rennen angetreten. In all den Jahren hat das Auto nur einmal nicht die Zielflagge erreicht. Auch dieses Jahr ist das MSC Adenau Team rund um Teamchef Stephan Wölflick wieder angekommen. Neben einer guten Platzierung bei den 24 Stunden auf dem Nürburgring stand diesmal erstmals auch ein karitativer Zweck im „Focus“. Wölflick Racing fuhr zugunsten der Organisation DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei). Pro gefahrener Runde wollte das Team einen Betrag von zehn Euro an die DMKS spenden. Teamchef Stephan Wölflick ging im Sinne der guten Sache optimistisch von 150 Runden aus.
Freies Training und Qualifying dienten hauptsächlich der Feinabstimmung von „Lola“, dem Namen des Ford Focus. Der Startplatz war bei diesem großen Feld erst einmal Nebensache. Alle Fahrer waren mit dem Renner sichtlich zufrieden, wie man den grinsenden Gesichtern nach den ersten Runden ansehen konnte. Aber Ankommen war die Devise und kein Zeitenjagen. Das Qualifying schloss das Team auf Gesamtrang 92 ab und startete in der zweiten Startgruppe aus Reihe 14.
Beim Start konnte Startfahrer Stephan Wölflick schon auf der Grand Prix Strecke fünf Startplätze gut machen. Nach der ersten Rennstunde lag das Team bereits auf Startplatz 64, obwohl sich alle Piloten aus den anfänglich sehr harten Positionskämpfen herausgehalten hatten. Es gab jede Menge Schrott und Doppelgelb auf der Strecke. Im restlichen Rennen begleiteten dann leider einige technische Probleme das Weiterkommen. Angefangen hat es mit einem defekten Radbolzen, der beim ersten Pitstop ein wenig Zeit kostete. Koen Vanderstraten konnte ihn aber beim nächsten Stopp ohne Zeitverlust austauschen.
Im weiteren Verlauf gab es dann ein richtiges Problem: Turboladerschaden. Für den Wechsel des Turboladers musste eine circa vierstündige Reparaturunterbrechung hingenommen werden. In den Turbolader war ein Fremdkörper eingedrungen, der sich in unregelmäßigen Abständen bemerkbar machte und die Ladeturbine bremste. Daher war es sehr schwierig, den Fehler zu lokalisieren. Parallel dazu folgten weitere kleine technische Defekte. Der Nockenwellensensor lieferte falsche Daten an das Steuergerät und eine falsch messende Lambdasonde war für das unerwünschte magere Gemisch verantwortlich.
Ohne diese ausgesprochen ungewöhnliche Kombination von Defekten wäre zum einen die Fehlersuche einfacher gewesen und zum anderen auch eine Topplatzierung drin gewesen, denn „Lola“ rannte dieses Jahr richtig gut. Nach der Großreparatur galt es nur noch, das Ziel zu erreichen. Der von AEM aerodynamisch optimierte Renner war deutlich einfacher am Limit zu bewegen als im letzten Jahr. Dadurch fuhren alle Fahrer kontinuierlich hervorragende Qualifying-Zeiten. Schlussendlich gelang es dem Team Wölflick Racing, den Montaplast-Renner sicher ins Ziel zu bringen.
Ergebnis nach Zieldurchfahrt und 102 gefahrenen Runden: Platz zwei in der Klasse SP4T und Gesamtplatz 10. Auch wenn das Ziel mit 150 gefahrenen Runden nicht erreicht werden konnte, änderte dies nichts an dem Spendenbetrag für die DKMS – im Gegenteil: Zusammen mit Montaplast, Hofacker Autoteile und den Fahrerspenden konnte ein stolzer Betrag von 5.500 Euro an die Organisation DKMS - Deutsche Knochenmarkspenderdatei überwiesen werden.
Wie immer gilt der besondere Dank allen Sponsoren, vor allem den Partnern Montaplast, AEM, R1234yf.info, Karodur und natürlich dem gesamten Team, das sich einige Nächte und viele Wochenenden um die Ohren geschlagen hat, um dies möglich zu machen.
