Museumsfest im Handwebmuseum Rupperath
„6000 Jahre Geschichte des Spinnens, Spulen und Webens“
Rupperath. Das Handwebmuseum Rupperath beging den internationalen Museumstag mit einem Museumsfest. Zu Beginn wünschte Oskar Ferber allen Beteiligten ein gutes Gelingen und den bereits zahlreich erschienenen Besuchern einen erlebnisreichen und schönen Tag. Anschließend dankte der stellvertretende Bürgermeister von Bad Münstereifel Ludger Müller in seinen Grußworten dem Museumsteam für sein Engagement. Den ganzen Tag über konnte das Museum mit seiner reichen Dauerausstellung „6000 Jahre Geschichte des Spinnens, Spulen und Webens“ bei freiem Eintritt besichtigt werden, eine Einladung, der viele interessierte Besucher folgten. In den Räumen des Museums beschäftigten sich Frauen der Spinngruppe des Museums mit Spinnen, Weben und Klöppeln. Außerdem wurden handgewebte Stoffe aus der ehemaligen Werkgemeinschaft sowie handgenähte Accessoires zum Verkauf angeboten. Bei herrlichem Wetter hatten zahlreiche Kunsthandwerker aus nah und fern auf dem Hof vor dem Museum ihre Stände aufgebaut. Es gab Patchwork- und Stickarbeiten zu bestaunen, ebenso Handgesponnenes und Textiles aus der Natur. Einigen Kunsthandwerkern konnten die Besucher bei der Arbeit über die Schulter schauen, zum Beispiel beim Stoffdruck, beim Filzen, Drechseln, Edelsteinschleifen und beim Perlenschmuckherstellen. Selbstgemachte Essige, Liköre und Senfe sowie Honigprodukte verwöhnten neben handgemachten Seifen die Sinne. Beim „Nähkästchengeplauder“ weckten alte Handarbeiten und die dafür verwendeten Gerätschaften alte Erinnerungen und regten damit zum Erzählen an. Für Interessierte gab es auch einige Mitmachaktionen. So konnte man das Spinnen und Filzen üben oder Karten mit Motiven besticken. Am Patchworkstand konnten Stoffquadrate mit einer persönlichen Friedensbotschaft für das Projekt „Stoffmarathon für den Frieden“ bemalt werden. Dass man sich mit textilem Material auch künstlerisch ausdrücken kann, zeigte die Künstlergruppe „Krapp wie Gold“ eindrucksvoll mit einigen Werken aus ihrer gemeinsamen Ausstellung „Monochrom & Metall“, die in der Halle der Dorfgemeinschaft zu sehen waren. Ein alter Lanz-Bulldog mit angehängtem Schäferkarren aus Hönningen/Ahr bildete die stilvolle Kulisse für den Schafscherer, der direkt daneben etliche Schafe vor den interessierten Augen der Besucher von ihrem Winterpelz befreite. Auch für ein gelungenes musikalisches Rahmenprogramm war gesorgt. Gleich zu Beginn spielte der Bläserchor Rupperath viele bekannte und beliebte Melodien. Später kam mittelalterliche Stimmung auf, als die Tanzgruppe „Saltamus Gaudio von der Burg Are zu Altenahr“ in ihren bunten Kostümen zahlreiche Tänze zeigte. Und danach gab es Klezmermusik, die Fest- und Tanzmusik der osteuropäischen Juden zu hören, gespielt von der Band „Niealldoh“. Natürlich mussten die Besucher auch nicht Hunger oder Durst leiden. Es gab Pizza aus dem Holzbackofen, Gegrilltes vom Holzkohlegrill sowie Kaffee und Kuchen. Am Ende des Festes waren sich alle einig, dass es unbedingt im nächsten oder übernächsten Jahr eine Wiederholung geben muss.
