Politik | 03.02.2016

Dank an eine beliebte Pädagogin

Antoinette Weiner wurde verabschiedet

Schulleiterin der Grundschule Adenau geht in den Ruhestand

Verabschiedung v.li. Bürgermeister Guido Nisius, Erster Kreisbeigeordneter Horst Gies, Konrektorin AngelikaSchifferings, Rektorin Antoinette Weiner, Regierungsschuldirektor Harald Thome, Stadtbürgermeister Arnold HoffmannUM

Adenau. In einer Feierstunde wurde die Schulleiterin der Grundschule Adenau, Antoinette Weiner, von Regierungsschuldirektor Harald Thome in die Freistellungsphase der Altersteilzeit verabschiedet. Passend für die Rektorin, für die Musik zum Berufsleben gehörte und Musikerziehung stets auf dem Stundenplan stand, fand die Feierstunde im Musikraum statt, in der sich die Kinder der einzelnen Klassen musikalisch von ihrer beliebten Lehrerin und Schulleiterin verabschiedeten. Da gab es neben all den guten Wünschen auch noch Rosen von den Schülerinnen und Schülern der Klassen 3a und 3b. Das pädagogische Wirken von Antoinette Weiner begann nach dem Examen an der Grundschule in Riegelsberg im Saarland. 1981 bekam sie ihre erste Stelle als Lehrerin an der Grundschule Ahrbrück. Nun sind es 35 Jahre in denen Antoinette Weiner als Klassenlehrerin, Konrektorin und Rektorin auf ihr pädagogisches Wirken zurückblicken kann und dem wohlverdienten Ruhestand entgegengeht, den sie im Süden mit ihrem Ehemann verbringen möchte. Durch das Programm der Feierstunde führte die Konrektorin Angelika Schifferings, die durch die gemeinsame Arbeit an der Grundschule Adenau zu einer Freundin von Antoinette Weiner wurde und nun die Schule bis zur Nachbesetzung der Schulleiterstelle kommissarisch führen wird. Im Rückblick beleuchtete der Regierungsschuldirektor das Berufsleben der der Schulleiterin, die als Antoinette Detemple in Elversberg im Saarland als viertes von sieben Kindern geboren wurde. Bereits im Studium der Grundschulpädagogik widmete sie sich dem Fach Musik. Da an der Grundschule in Ahrbrück das Fach Musik angefordert wurde, fiel der Aufbruch vom Saarland an die Ahr nicht schwer. Von 1981 bis 1998 blieb sie als Lehrerin in Ahrbrück und wechselte dann an die Hauptschule nach Adenau als Konrektorin. Dort gründete sie einen Gospelchor und arbeitet dort auch mit einer Schülerband und einer Tanz AG. Da im Jahre 2001 die Schulleiterstelle an der Grundschule in Ahrbrück neu zu besetzten war, ging sie zurück nach Ahrbrück. Neun Jahre später im Jahre 2010 erfolgte dann ein erneuter Wechsel an die Grundschule in Adenau, der sie als Rektorin bis zur Verabschiedung vorstand. Hier gab es neue Herausforderungen für die Pädagogin, da diese Schule zu einer Schwerpunktschule für Inklusion wurde. Aber auch hier setzte sie sich für das Fach Musik ein und zu einer herausragenden Gesamtleistung aller Schülerinnen und Schüler, des Lehrerkollegiums und der Ehemaligen wurde das jährliche Adventssingen in der Adenauer Pfarrkirche, bei dem Kinder für Kinder singen und bereits einen enormen Spendenbetrag erzielt haben.

Zu den Verabschiedungsgästen gehörte das Lehrerkollegium, die Elternvertretung mit der Schulelternsprecherin Wibke Böhle, die Schulkinder. Erschienen war auch der Erste Kreisbeigeordnete MdL Horst Gies, der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Adenau, Guido Nisius, und Stadtbürgermeister Arnold Hoffmann. Da die Grundschule Adenau im Jahre 2012 zur Schwerpunktschule für Inklusion wurde und Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen dort im inklusiven Unterricht gefördert werden können, haben die Kinder im Adenauer Land nun die Möglichkeit, zwischen einer Förderschule und der Schwerpunktschule zu wählen. „Hier wird der Landkreis auch den notwendigen Aufzug im Rahmen des Schulbauzuschusses mit rund 25.000 Euro unterstützen, um allen Kindern barrierefreien Zugang zu ermöglichen,“ erklärte der Kreisbeigeordnete Gies. An die scheidende Rektorin gerichtet merkte er an: „Sie waren Ansprechpartner für die Lehrer, Koordinator und Vermittler und hatten stets ein offenes Ohr. Sie haben Dinge stets beherzt angepackt und dabei ihre Ziele nie aus den Augen verloren. Auch bedeutete für sie Arbeit nicht Dienst nach Vorschrift, da soziale Verantwortung für sie immer wichtig war.“ Für den Schulträger der Grundschule Adenau verabschiedete Bürgermeister Guido Nisius die Schulleiterin und bedankte sich für die geleistete Arbeit im Schuldienst an der ehemaligen Hauptschule und Grundschule in Adenau. „Hier geht eine Pädagogin in den Ruhestand, die in ihrer Zeit das Leben an diesen beiden Schulen entscheidend mitgestaltet hat,“ erklärte er. Nisius bezeichnete die scheidende Schulleiterin als „Alleskönnerin mit Managerqualitäten“. Zum Abschied gab es Blumen und ein Weinpräsent und vom Lehrerkollegium ein ganz persönliches Geschenk für den Ruhestand in südlichen Gefilden, das von der Konrektorin Angelika Schifferings überreicht wurde. Da blieb Rektorin Antoinette Weiner nur noch ein herzliches Dankeschön an all die Wegbegleiter der vergangenen Jahre.

Die Schulelternsprecher dankten der Pädagogin Antoinette Weiner (2.v.l.)für ihre Arbeit an der Grundschule Adenau.

Die Schulelternsprecher dankten der Pädagogin Antoinette Weiner (2.v.l.) für ihre Arbeit an der Grundschule Adenau.

Verabschiedung v.li. Bürgermeister Guido Nisius, Erster Kreisbeigeordneter Horst Gies, Konrektorin Angelika Schifferings, Rektorin Antoinette Weiner, Regierungsschuldirektor Harald Thome, Stadtbürgermeister Arnold HoffmannFotos: UM

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