Politik | 16.12.2014

Einige Bäume müssen gefällt werden

Aremberger Buchenallee soll wieder sicherer werden

Die Buchenallee lädt zu einem Spaziergang ein, wenn auch noch zu einem risikobehafteten. P.Brenk/LandesforstenRLP

Adenau. Als in der frühen Neuzeit die herzogliche Kutsche hoch zum Schloss Aremberg gezogen wurde, säumte ihr Weg eine Allee junger, gesunder und stabiler Buchen.

Heute, einige Jahrhunderte später, sind aus diesen Buchen im Staatswald Aremberg alte Methusalem-Bäume geworden, die für den Waldbesucher ein erhebliches Gefahrenpotenzial in sich bergen. Schon bei geringem Wind fallen immer wieder armdicke Äste aus den Kronen auf den gern begangenen Weg. Bei stärkeren Stürmen sind in der Vergangenheit einige Buchen gänzlich auseinander gebrochen. Bisher ist es zum Glück bei kleineren Unfällen geblieben. Bei einigen Bäumen werden die riesigen Kronen nur noch von einem äußeren Stammmantel getragen. Der gesamte Kern ist faul, teilweise sogar hohl. „Dass ich hier nicht leichtfertig alte Bäume fällen lassen will, zeigt die Tatsache, dass ich in den 30 Jahren, in denen ich für diesen Bereich verantwortlich bin, noch keine der alten Buche entnommen habe“, betont Förster Peter Brenk vom Forstamt Adenau. „Bisher haben wir versucht, mit Leitern und Hubbühnen die Gefahren für den Waldbesucher zu beseitigen“.

Inzwischen sind jedoch einige Bäume an ihre physiologische Altersgrenze gekommen. Sie müssen in Kürze gefällt werden. Der untere, dicke Stammteil wird nicht genutzt, sondern verbleibt an Ort und Stelle. Er dient weiterhin totholzbesiedelnden Tier- und Pflanzenarten als Lebensraum. Dort, wo alte Buchen zusammengebrochen sind und Licht an den Boden kommt, leben sie in jungen Keimlingen weiter, die sich hier natürlich verjüngt haben. Mit geringem Aufwand lassen sich aus ihnen junge Bäume herauspflegen. In einigen Jahrzehnten wird dann wieder eine Allee aus gesunden, stabilen Buchen den Weg hoch zum ehemaligen Schloss Arenberg zieren.

Pressemitteilung

Forstamt Adenau

Die Buchenallee lädt zu einem Spaziergang ein, wenn auch noch zu einem risikobehafteten. Foto: P.Brenk/LandesforstenRLP

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