SG OASF/Barweiler I - SV Dernau I 3:2 (2:1)
Die SG OASF/Barweiler ist Herbstmeister
Barweiler. Mit einem dreifachen Punktgewinn gegen den Tabellenzweiten aus Dernau sicherten sich die Schützlinge von Walter Sicken vor einer großartigen Kulisse von insgesamt 210 Zuschauern in Antweiler die Herbstmeisterschaft.
Da der angesetzte Unparteiische überraschenderweise nicht erschienen war, musste kurz vor dem geplanten Spielbeginn noch ein Ersatzschiedsrichter gefunden werden. Ingo Böder vom SV Reifferscheid erklärte sich spontan bereit die Partie zu leiten, wodurch die Begegnung allerdings mit 40 Minuten Verspätung angepfiffen werden musste. Die Gastgeber starteten mal wieder furios. 35 Sekunden waren gerade gespielt, da zappelte der Ball zum ersten Mal im Dernauer Netz. David Raths zog aus 22 Metern ab und drosch das Spielgerät hierbei mit einem fulminanten Vollspannschuss in die rechte untere Torecke. Nach 15 Minuten zog Sebastian Sesterheim auf der linken Außenbahn auf und davon, sein folgender Querpass war eigentlich etwas zu lang geraten, erreichte dennoch den mitgelaufenen OASF-Top-Torjäger Lukas Knelke. Knelke wiederum umkurvte zunächst den Dernauer Torhüter Michael Krämer, um anschließend den Ball mit einem Schuss fast von der Außenlinie noch im Tor der Gäste unterzubringen. Raths vergab in der 17. Minute eine weitere gute Einschussmöglichkeit leicht überhastet, in dem er den Ball knapp rechts am Tor vorbeisetzte. Die Gäste aus der Weinmetropole, die vor allen Dingen bei schnell vorgetragenen Oberahrtaler Kontern einige brenzlige Situationen zu überstehen hatten, kamen fortan besser ins Spiel. Torgefahr entstand jedoch lediglich infolge von Standardsituationen. Zunächst konnten Knelke im Anschluss an einen Eckball noch auf der Torlinie stehend klären. Im Anschluss an einen weiteren Eckball, der nur halbherzig geklärt werden konnte, erzielte Dernau dann in der 31. Minute den Anschlusstreffer. In der Folgezeit hatte Dernau es dann dem starken Torhüter Krämer zu verdanken, dass man nicht höher in Rückstand geriet. Krämer konnte mehrfach Torschüsse des alleine vor ihm auftauchenden Knelke (35. und 36.) sowie von Christian Lückenbach (43.) stark parieren. Zwischendurch setzte der Dernauer Kapitän Philipp Gödtel einen sehenswerten Fallrückzieher an, der jedoch von Torhüter Marcel Ley pariert werden konnte. So blieb es beim Halbzeitstand von 2:1, welcher aus Dernauer Sicht durchaus als sehr glücklich bezeichnet werden konnte.
Kurz nach dem Seitenwechsel konnten die Gastgeber den alten 2-Tore-Abstand wieder herstellen. Knelke spielte auf Strafraumhöhe einen Querpass auf Sesterheim, der wiederum den Ball klug passieren ließ, wodurch Lückenbach frei stehend am zweiten Pfosten lauernd in Ballbesitz kam und mit dem folgenden Rechtsschuss erneut den Dernauer Keeper überwinden konnte (53.). Nach 67 Minuten zirkelte Knelke einen Weitschuss nur knapp am rechten oberen Torwinkel vorbei. Mit zunehmender Spieldauer erspielten sich die nie aufsteckenden Gäste im letzten Drittel der Begegnung immer mehr Feldvorteile, Endstation war jedoch überwiegend im defensiven Mittelfeld bei Kapitän Fabian Hideg oder spätestens bei den äußerst stark gegen Mann und Ball agierenden Innenverteidigern Christian Kaster und Manuel Emmerichs. Als die Entlastungsangriffe der SG immer seltener wurden und Coach Deckenbrock zudem noch Innenverteidiger Dominik Nietgen zusätzlich ins Sturmzentrum beorderte, wurde es in den Schlussminuten nochmals eng. Zunächst köpfte Nietgen in der 91. Minute einen Eckball an den Außenpfosten. In der 93. Minute hatte der gleiche Spieler dann mehr Fortune und bugsierte einen weiteren Kopfball im Anschluss an eine erneute Standardsituation über die Torlinie zum Anschlusstreffer. Eine Minute Zittern war dann noch mal für die Fans der Gastgeber angesagt, die Gäste konnten sich jedoch keine weitere torgefährliche Situation mehr erarbeiten. So blieb es letztendlich nach dem Schlusspfiff des wie immer äußerst souverän leitenden Schiedsrichters Böder, bei einem unter dem Strich gesehen verdienten Heimsieg für die Spieler der SG OASF/Barweiler.
Trainer Walter Sicken, der Vater des aktuellen Erfolges kann sehr zufrieden auf eine sensationelle Hinrunde seiner Mannschaft zurückblicken.
