Sechster Lauf der VLN-Langstreckenmeisterschaft am Nürburgring
Doppelsieg für Mercedes
Adenauer RTR-Mannschaft konnte zum vierten Mal in Folge Porsche Cup Klasse und Gruppenwertung gewinnen
Nürburg.Klaus Graf und Christian Hohenadel hießen die Sieger des 38. RCM DMV Grenzlandrennen. Die beiden Piloten des Mercedes-Benz SLS AMG GT3 von ROWE Racing gewannen das Rennen vor ihren Markenkollegen Hubert Haupt, Adam Christodoulou und Andreas Simonsen im Flügeltürer des heimischen Black Falcon-Teams. Auf Rang drei überquerte der Frikadelli-Porsche von Klaus Abbelen, Sabine Schmitz und Patrick Huisman die Ziellinie. Mit diesem Doppelsieg der Mercedes-Benz SLS Teams erstrahlten erstmals die Sterne des Stuttgarter Sportwagenherstellers in dieser Saison unter dem VLN-Siegerpodium. Bei den vier gewerteten Rennen zuvor mussten die Fahrer des Flügeltürers den Kontrahenten von Audi, Porsche, BMW und Ford im Wechsel die oberste Podiumsposition überlassen.
Bereits im morgendlichen Zeittraining hatte Klaus Graf mit dem SLS von ROWE Racing für Furore gesorgt, als er mit einer Zeit von 8:02,804 Minuten die schnellste Saisonrunde auf den Asphalt des Nürburgrings gezaubert hatte. Die ROWE-Besatzung verpasste jedoch das grün der Startampel und hatte zunächst das Nachsehen gegenüber dem Haribo Mercedes mit Uwe Alzen und dem Black Falcon SLS. Uwe Alzen kollidierte bereits in der ersten Runde im Streckenabschnitt „Hatzenbach“ und schied aus. Das nun führende Black Falcon Team verlor aber nach seinem ersten Stopp wertvolle Zeit. „Wir haben durch einige Gelbphasen rund eine Minute eingebüßt“, sagte Ex-DTM-Pilot Hubert Haupt. „Diese Zeit konnten wir über die Distanz nicht mehr aufholen.“
Mit Beginn des letzten Renndrittels schienen die ersten fünf Positionen bezogen, zu groß waren die zeitlichen Abstände zwischen den einzelnen Fahrzeugen. Doch knapp eine halbe Stunde vor Rennende nahm das Schicksal seinen Lauf. Der zu diesem Zeitpunkt drittplatzierte Ford GT erhielt eine Zeitstrafe von drei Minuten, wegen zu hoher Geschwindigkeit an einer Gefahrenstelle, worauf das Team von Jürgen Alzen Motorsport das Rennen mit dem Ford beendete. In der letzten Runde erwischte es dann den auf Rang drei vorgerückten Falken-Porsche von Martin Ragginger und Alexandre Imperatori, die sich unfallbedingt einen Reifenschaden zugezogen hatten. Sabine Schmitz konnte somit auf den letzten Metern noch am Markengefährten vorbeiziehen und als Dritte das Ziel erreichen. Der Falken-Porsche rettete am Ende Platz vier, vor dem 911er von Manthey Racing, mit den Fahrern Christoph Breuer, Richard Lietz und Michael Christensen, die auch den Sieg in den Klassen SP7 für das Meuspath-Team einfuhren.
Den schnellsten BMW Z4 GT3 pilotierten die Sieger des vierten Laufes Michela Cerruti, Felipe Fernández Laser und Jesse Krohn auf den sechsten Rang. Neben dem zweiten Rang des SLS in der Gesamtwertung und in der Klasse SP7 konnte das ebenfalls in Meuspath beheimatete Team von Black Falcon zusätzlich noch mit einem Porsche 911 GT3 Cup die Wertung in der Klasse H4 sowie die übergeordnete Gruppenwertung für sich entscheiden.
RTR-Team auf Erfolgswelle
Auf einer Erfolgswelle schwimmen derzeit auch die beiden Piloten Marc Hennerici und Christian Menzel, die für die Adenauer RTR-Mannschaft bereits zum vierten Mal in Folge die Porsche Cup Klasse sowie die Gruppenwertung gewinnen konnten. Dabei musste das Fahrerduo nach einer unverschuldeten Kollision mit ihrem Porsche 911 GT3 Cup 991 das Rennen sogar aus der letzten Reihe in der ersten Startgruppe aufnehmen. In einer fulminanten Aufholjagd gelang es Marc Hennerici und Christian Menzel den Zuffenhausener Sportwagen bis auf den zehnten Gesamtrang nach vorne zu katapultieren und mit einem Vorsprung von 1:28,44 Minuten als Sieger die Porsche Cup Wertung zu gewinnen.
Während die lokalen Teams mit den leistungsstarken Fahrzeugen einen überaus erfolgreichen Rennsamstag verbuchen konnten, blieb den regionalen Teams in den seriennahen und Hubraum schwächeren SP Klassen ein Sieg verwehrt. Als bestes Fahrzeug erreichte der Porsche von Prosport-Performance (Herschbroich) auf Rang drei in der Klasse V4 das Ziel. Die Mannschaft von Scheid - Honert Motorsport - musste ebenso das Aus ihres BMW-Fahrzeuges in aussichtsreicher Position hinnehmen, wie auch Stefan Manheller und Uwe Krumscheid .
Mit dem "Opel 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennen" steht am 5. September der Saisonhöhepunkt der VLN-Langstreckenmeisterschaft Nürburgring auf dem Programm. Das Rennen des veranstaltenden MSC Ruhrblitz Bochum führt als Einziges im VLN-Kalender über die Distanz von sechs anstelle der sonst üblichen vier Stunden.
Auf Rang fünf landete der bestplatzierte Porsche von Manthey Racing mit den Fahrern Christoph Breuer, Richard Lietz und Michael Christensen.
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