SG OASF/Barweiler
Dreifacher Standard-Schock sorgt für eine bittere Niederlage
Erste Mannschaft verliert beim FSG Bengen II mit 4:2 (1:2)
Bengen. Die erste Mannschaft gastierte auf dem Hartplatz in Bengen beim dort beheimateten Tabellenvorletzten, auf den der Vorsprung vor dem Spiel fünf Punkte betrug. Die Gäste konnten zwar nicht in Bestbesetzung antreten, da neben den langzeitverletzten Julian Leibrock und Martin Emmerichs auch noch Markus Müller und Manuel Emmerichs ausfielen, aber auch mit den anwesenden Spielern rechnete man sich gute Chancen auf einen Sieg in diesem Sechspunktespiel aus. Und die Partie begann mehr als vielversprechend aus Gästesicht, als nach wenigen Minuten eine Freistoßflanke von Christian Kaster von der Mittellinie in den FSG-Strafraum flog, länger und länger wurde und sich schließlich ins lange Eck senkte, ohne dass irgendein Spieler noch am Ball gewesen wäre. Doch praktisch im Gegenzug wurde ein Spieler des Gegners auf der rechten Seite nicht konsequent gestört, zog in den Strafraum und schob den Ball punktgenau zum 1:1 in die kurze Ecke. Im Anschluss präsentierte sich Oberahrtal, unterstützt von knapp 20 Zuschauern, aber als die eindeutig feldüberlegene und auch zwingendere Mannschaft. Bengen mauerte sich am eigenen Strafraum ein und beschränkte sich darauf, das Spiel des Gegners zu zerstören. Lücken fanden sich dennoch einige in der FSG-Defensive. Kurz vor der Pause setzte dann Florian Schmitz nach einem eigentlich schon verlorenen Ball energisch nach, kam aus zentraler Position zum Abschluss und überwand den Torhüter der Gastgeber mit einem platzierten Volleyschuss zur erneuten Führung. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Mannschaft acht Punkte Vorsprung auf Bengen und damit auf den Relegationsplatz. Umso ärgerlicher war dann das, was sich in den zweiten 45 Minuten abspielte
. Nach der Pause kam die Heimmannschaft etwas offensiver aus der Kabine, es fehlten ihr aber die spielerischen Mittel, um die OASF-Defensive aus den Angeln zu heben. Aber wer ein Spiel gewinnen will, muss auch bei Standardsituationen sicher stehen. Und genau das war in gleich drei Fällen bei den Gästen nicht der Fall. Dies wurde zum ersten Mal deutlich, als eine Freistoßflanke von der Strafraumgrenze auf den langen Pfosten gezogen wurde, der kleinste Spieler auf dem Platz den Ball per Kopf in die Mitte ablegte und ein dort postierter, völlig frei stehender Bengener Spieler nur noch den Fuß hinhalten musste, um das 2:2 zu erzielen. Nur wenige Minuten später wurde ein Freistoß zunächst abgewehrt, dann aber von der rechten Seite noch einmal in den Strafraum geschlagen, wo ein komplett ungedeckter Spieler hochstieg und den Ball in hohem Bogen über Marcel Ley hinweg ins Netz köpfte. Bei einem weiteren Freistoß aus zentraler Position konnte ein Spieler der Gastgeber den Ball gegen zwei OASF-Verteidiger behaupten und knallte ihn anschließend aus gut zehn Metern in den Winkel. Drei Standardsituationen, drei Gegentore und das in nicht einmal 20 Minuten. Das war die bittere Wahrheit aus Oberahrtaler Sicht. Trotzdem war das Spiel natürlich noch nicht vorbei und Oberahrtal wollte sich nach einigen Minuten Schockstarre nicht kampflos ergeben. Gut fünf Minuten vor Schluss legte Sebastian Sesterheim den Ball am FSG-Torwart, der der letzte Mann seiner Mannschaft war, vorbei und wurde anschließend von diesem regelrecht umgesenst. Warum der Schiedsrichter neben dem klaren Elfmeter keine rote Karte für den Schlussmann gab, wird wohl immer sein Geheimnis bleiben. Umso ärgerlicher wurde das ganze dadurch, dass der ansonsten so sichere Elfmeterschütze Marcel Ewinger vom Punkt an eben diesem Torwart scheiterte. In der zweiten Halbzeit lief einfach alles gegen die Gäste, und so passte es auch ins Bild, dass Sekunden vor Schluss ein Schuss von Christian Lückenbach von der Unterkante der Latte nicht hinter, sondern genau auf die Torlinie sprang.
