Eifelwanderung Fortbildung
Fortbildung für Eifelverein Wanderwarte rund um Nürburg
aus Leimbach
NÜRBURG. Anfang August 2026, früh am Morgen auf einem Parkplatz unterhalb der Nürburg, angenehme Temperaturen und eine Gruppe von knapp 20 interessierten Wanderführern des Eifelvereins. Winfried Sander aus Leimbach ist Dozent dieser Fortbildung im Umkreis des Nürburgrings und wird dabei kenntnisreich von Walter Schmitz aus Quiddelbach unterstützt. Nach einem kurzen Aufstieg geht es entlang der Burg, vorbei an den ehemaligen Schanzen für Wintersport im NSG Nürburg und dem großen Hochbehälter zur Wasserversorgung von Nürburg, der Rennstrecke und gar weiter ins Ahrtal. Die Nordschleife wird am Streckenabschnitt „Hatzenbach“ kurz gestreift, bevor der Quellbereich des Wirftbaches erreicht wird.
Nach einer Pause erfolgt der Anstieg zum Naturschutzgebiet „Quiddelbacher Höhe“ und erneut entlang der Rennstrecke zum Quellbereich des Adenauer Baches mit seinen äußerst tiefen Kerbtal. Von hier führt der Weg hinauf zum Selberg, einem Vulkan, der als Steinbruch (inzwischen Grabungsschutzgebiet) genutzt wurde. Das Material wurde auch beim Bau einiger älterer Häuser im nahen Quiddelbach verwandt. Weiter ging es zum „Bähnchen“, einer im Volksmund so genannten ehemaligen Trasse einer Schmalspurbahn. Vor 100 Jahren wurde sie zum Transport von Baumaterialien zur Errichtung des Nürburgringes angelegt. Heute sind nur noch wenige Betonfundamente für die Verladung des Materials vorhanden.
Mit dem neuerlichen Aufstieg zur Nürburg endete die Fortbildung nach rund zwölf Kilometern mit einer Schlusseinkehr!
Eine Erkenntnis einer Teilnehmerin: „Obwohl der Lärm von der Rennstrecke in Teilen des Weges mich selbst gewaltig stört, habe ich jetzt verstanden, weshalb der Wandertourismus in diesem doch so schönen Bereich der Eifel so wenig Chancen hat“. Ziel der Wanderungen war immer, den Aktiven nicht nur die Schönheit der Eifellandschaft aufzuzeigen, sondern sie auch die wichtigen Zusammenhänge von Natur, Mensch und ihren Konflikten erfahren zu lassen.
Für Winfried Sander und für Wilhelm Hermsen aus Bauler war es nach elf Jahren die letzte gemeinsame Fortbildungsaktivität, an denen im Laufe dieser Zeit insgesamt mehr als 250 Wanderführer teilnahmen.
Foto: Gruppenfoto im Blumenfeld, Walter Schmitz, Quiddelbach
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Fortbildung in einem Feld mit wilden Blumen am Wirftbach an der Quiddelbacher Höhe Foto: Walter Schmitz, Quiddelbach