Guido Nisius ins Amt als Bürgermeister der Verbandsgemeinde Adenau eingeführt
„Gleichwertige Verhältnisse schaffen“
Der neue Amtsinhaber möchte sich für die weitere Entwicklung und Erschließung seiner Heimat einsetzen
Leimbach. Nach der Wahl im September, bei der Guido Nisius mit überwältigenden 86 Prozent und einer Wahlbeteiligung von immerhin 72 Prozent zum neuen Bürgermeister der Verbandsgemeinde Adenau und somit zum Nachfolger von Hermann-Josef Romes gewählt worden war, war jetzt der große Augenblick der Amtsübernahme gekommen.
Dazu hatte Amtsinhaber Romes am letzten Tag seiner Amtszeit formal zur Verbandsgemeinderatssitzung nach Leimbach in die große Mehrzweckhalle eingeladen, was bei so vielen Teilnehmern auch notwendig war. Dass der künftige Chef der Verbandsgemeinde sein großes Hobby, n den Chorgesang, weiterhin pflegen möchte, wurde offensichtlich, als er zur Einstimmung mit dem von ihm dirigierten Chor „Chorios“ begeisterte.
Dann wurde es offiziell, als Bürgermeister Romes unter den zahlreichen Gästen Bundestagsabgeordnete Mechthild Heil, den Landtagsabgeordneten Horst Gies, Landrat Dr. Jürgen Pföhler, den Oberbürgermeister der Stadt Lahnstein Peter Labonte, die Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Hillesheim Heike Bohn und die Bürgermeister Gerd Heilmann (Verbandsgemeinde Vordereifel) sowie Ralf Hartmann (Stadt Blankenheim) und Karl Häfner (Verbandsgemeinde Kelberg) begrüßte. Aber auch die Bürgermeisterkollegen aus dem Landkreis Ahrweiler und die Verbandsgemeindebürgermeister a.D. Rolf-Dieter Cremer (Adenau) und Hermann Heiser (Altenahr) sowie weitere Vertreter des öffentlichen Lebens, aus Politik, Gesellschaft und Kirchen, waren nach Leimbach gekommen, um Nisius zum Amtsantritt zu gratulieren.
Hermann-Josef Romes erinnerte an die Pflichten eines Bürgermeisters, die Verbandsgemeinde Adenau führen soll. Vor dem Hintergrund des klaren Votums der Bürger der Verbandsgemeinde Adenau händigte Romes seinem Nachfolger Nisius die Ernennungsurkunde aus, und damit er am nächsten Tag nicht vor verschlossenen Türen stehen sollte, gab es auch noch den Schlüssel zum Rathaus. Für Ehefrau Claudia Nisius gab es von Romes den Trost, dass sie als Chormitglied ihren Mann zukünftig ja wenigstens mittwochs bei den Chorproben aus der Nähe sehen könne, ansonsten verlange das neue Amt bei insgesamt 37 Gemeinden einen hohen persönlichen Einsatz.
Der neue Bürgermeister der Verbandsgemeinde Adenau dankte allen Anwesenden dafür, dass sie den Weg gefunden hatten. „Von nun an gibt es kein Zurück mehr“, so Nisius.
Dank sagte Nisius allen Wählern, die ihm das Vertrauen geschenkt haben, und auch der CDU, die ihn als Kandidaten nominiert hatte. Aber auch den übrigen Parteien im Verbandsgemeinderat dankte Nisius für ihre Unterstützung und seinem Vorgänger für die vielen Gespräche zur Vorbereitung auf das Amt des Bürgermeisters. So stellte er fest: „Ich übernehme einen bestens bestellten Acker und werde in wahrlich große Fußstapfen treten.“
An seinen bisherigen Chef, Landrat Dr. Jürgen Pföhler, gerichtet bedankte sich Nisius für das Vertrauen und die Leitungsposten in den verschiedenen Abteilungen bis zuletzt in der Funktion des Kämmerers.
Auch künftig möchte er eine gute Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung und Landrat pflegen. Zum Schluss galt es, auch der Familie Dank auszusprechen, ganz besonders Ehefrau Claudia, denn „ohne das grüne ‚Ampelsignal‘ der Nisius-Familie stände ich heute nicht hier“, so der neue Bürgermeister. An die Mitglieder des Verbandsgemeinderats, Ortsbürgermeister, Stadtbürgermeister und die Mitarbeiter der Verwaltung gewandt, ließ Nisius wissen: „Ich freue mich auf die zukünftige Zusammenarbeit, da ich ja jetzt zur kommunalen Familie dazugehöre.“ Sein Ziel werde es sein, gemeinsam mit allen daran zu arbeiten, dass der ländliche Raum von der allgemeinen Entwicklung nicht abgehängt werde. „Es geht um gleichwertige Lebensverhältnisse auf dem Land“, so der neue Bürgermeister, der sich auch klar zum Lückenschluss der A 1 als elementarer für Berufspendler, Unternehmen und Grundlage einer touristischen Erschließung bekannte.
Für die im Verbandsgemeinderat vertretenen Parteien und Fraktionen überbrachte der Fraktionsvorsitzende der CDU, Wilfried Börder, Glückwünsche und merkte an, das alle überzeugt seien, einen Bürgermeister zu bekommen, der sein Fach verstehe. An Nisius gewandt wünschte Börder eine ehrliche, an den Bürgern ausgerichtete Politik, denn die werde vom Bürger seinerseits erwartet.
Adenaus Stadtbürgermeister Arnold Hoffmann gratulierte im Namen aller 37 Gemeindevertreter. „Bei rund 50 Orten innerhalb der Verbandsgemeinde Adenau gibt es viel zu tun neben Nürburgring, der allgemeinen Landflucht und der demografischen Entwicklung“, so Hoffmann. Im Kreishaus habe es Nisius bis zum „Finanzminister“ gebracht und sein Handwerk von der Pike auf gelernt. „Lasst es uns jetzt gemeinsam umsetzten“, schloss Hoffmann. Im Namen der hauptamtlichen Bürgermeister hieß Achim Haag Nisius willkommen und wünschte ihm im künftigen Wirken stets eine glückliche Hand. Auch seitens der Personalratsvorsitzenden Petra Schüssler wurde die volle Unterstützung zugesagt.
Landrat Dr. Jürgen Pföhler gratulierte im Namen des Landkreises, aber auch ganz persönlich mit einem Weingeschenk und Blumen für Ehefrau Claudia Nisius. Pföhler merkte an, dass „zwei Herzen in seiner Brust schlügen“ „Zum einen verliere ich einen erfahrenen und kompetenten Mitarbeiter, einen meiner engsten Vertrauten“, so der Landrat. Aber gleichzeitig freue ich mich, einen Nachfolger im Amt des ersten Mannes der Verbandsgemeinde Adenau zu sehen, der das Verwaltungsmetier aus dem Effeff beherrscht.“ Im Sinne von Nisius‘ persönlichem Leitsatz „Für die Menschen, für die Heimat, für die Eifel“ wünschte auch Pföhler alles Gute und viel Erfolg im neuen Amt und eine sichere Hand bei Entscheidungen.
Seine Liebe zum Chorgesang wird Guido Nisius auch in Zukunft ausleben - bei der Amtseinführung brachte er sich mit „Chorios“ quasi selbst ein Ständchen.
Gratulationen von Landrat Dr. Jürgen Pföhler (r.) gab es nicht nur für den neuen Amtsinhaber, sonder auch für dessen Ehefrau Claudia.
