Lokalsport | 22.10.2013

SG OASF/Barweiler

Heimniederlage gegen des SV Kripp

Rudi Seifen war im Derby an allen Toren maßgebend beteiligt. privat

Region. Mit dem Tabellendritten aus Kripp war am Sonntag bei milden Temperaturen der derzeitige Tabellendritte zu Gast in Antweiler.

Leistung nicht belohnt

SG OASF/Barweiler I – SV Kripp I 0:1 (0:1). Aufgrund der guten Leistung vom vorherigen Wochenende rechneten sich die Gastgeber auch durchaus Chancen auf ein Erfolgserlebnis aus, zumal bis auf den erkrankten Max Niggemann der gesamte Kader einsatzbereit war. Das Spiel begann allerdings gleich einmal mit zwei herben Rückschlägen. Zum einen musste Julian Leibrock schon nach wenigen Minuten verletzungsbedingt die Partie beenden, zum anderen konnten die Gäste mit ihrer ersten Torchance in der 5. Spielminute direkt in Führung gehen. Nach einer Freistoßflanke wurde der Ball auf einen Kripper Spieler abgelegt, der anschließend aus gut zehn Metern aus der Drehung mit einem Flachschuss ins kurze Eck erfolgreich war. Ansonsten waren die Gastgeber in keiner Hinsicht die schlechtere Mannschaft und erarbeiteten sich gute Chancen durch Fabian Hideg, der das Tor jeweils knapp verfehlte. Da beide Mannschaften im Anschluss in der Defensive recht sicher standen, in der Offensive sowie bei einigen Standardsituationen allerdings Durchschlagskraft und Präzision vermissen ließen, wurden mit dem Spielstand von 0:1 die Seiten gewechselt.

Zweite Halbzeit

Unmittelbar nach dem Seitenwechsel. Nach einem groben Abwehrfehler vergab der SVK-Stürmer Philipp Göddel die große Chance zum 0:2 gegen den glänzend reagierenden Marcel Ley. Im Anschluss an diese Szene waren es dann aber die Gastgeber, die mehr vom Spiel hatten und nach einiger Zeit auch zu klaren Torchancen kamen. So scheiterte Martin Emmerichs nach Kopfballvorlage von Christian Lückenbach mit einem Volleyschuss aus halbrechter Position am gut reagierenden Kripper Torwart. Auch Sebastian Sesterheim hatte wenig später den Ausgleich auf dem Fuß, verfehlte aber mit einem Volleyschuss von der rechten Seite das kurze Eck nur denkbar knapp. Im direkten Gegenzug konnte Christian Kaster den Schuss eines Krippers gerade noch von der Linie kratzen. In der Schlussphase warfen die Gastgeber alles nach vorne, während sich Kripp mit fast allen Spielern in der eigenen Hälfte einigelte. So gab es dann auch zwei weitere gute Ausgleichschancen für die Heimmannschaft zu sehen. So konnte sich Fabian Hideg auf der rechten Seite durchsetzen und passte den Ball scharf in die Mitte, wo Peter Klein die Hereingabe nicht erreichen konnte, weil er bedingt durch einen Krampf zu Boden ging. In der letzten Minute der Nachspielzeit verfehlte Fabian Hideg nach einer präzisen Flanke von Ralf Weber das Ziel aus der Drehung mit einem Volleyschuss wiederum nur knapp. Da der SVK mit der letzten Aktion des Spiels nach einem Konterangriff die Chance zum 0:2 liegen gelassen hatte, war eine weitere unnötige, unverdiente und bittere Oberahrtaler Niederlage besiegelt.

Fazit:

Wie im letzten Spiel in Oberzissen war man keineswegs die schlechtere Mannschaft, ließ sich jedoch wiederum zu Spielbeginn überrumpeln und konnte die durchaus vorhandenen Gelegenheiten zum 1:1 in der verbliebenen Spielzeit nicht nutzen. Ein Unentschieden wäre aufgrund der Spielanteile und der Chancenverteilung absolut verdient gewesen. SG OASF/Barweiler: Marcel Ley – Markus Müller, Christian Kaster, Yannick Dreser – Manuel Emmerichs, Fabian Hideg – Sebastian Sesterheim, Marcel Ewinger (ca. 71. Ralf Weber), Martin Emmerichs – Julian Leibrock (ca. 6. Peter Klein), Christian Lückenbach (ca. 76. Dren Imeri). Vorschau: SV Mayschoß – SG OASF/Barweiler, Freitag 25. Oktober, 19:30 in Mayschoß

Vorhang auf für die unglaubliche Show des Rudi Seifen

SSV Herschbroich – SG OASF/Barweiler II 2:2 (2:0). Auf dem Herschbroicher Rasenplatz stand eines der traditionsreichsten D-Klassen-Derbys und gleichzeitig das Spiel um den letzten Tabellenplatz an. Die Leistung, die die Gäste in der ersten Halbzeit zeigten, war alles andere als sehenswert. In einer auf kämpferisch ordentlichen, aber spielerisch auf erschreckend schwachem Niveau geführten Partie waren es die Gastgeber, die durch krasse individuelle Fehler der Oberahrtaler dazu eingeladen wurden, Torchancen zu kreieren und mit 2:0 in Führung zu gehen. Zweimal konnte der Ex-Oberahrtaler Florim Abazi von zwei schwachen Aktionen durch Rudi Seifen profitieren und jeweils den Ball ins Netz befördern. Auf der anderen Seite wurde es nur nach Beteiligung von Fitim Limani gefährlich. Dieser verfehlte zunächst mit einem Distanzschuss das Tor knapp und setzte dann Sven Nelles in Szene, dessen folgenden Schuss die Gastgeber allerdings in höchster Not noch klären konnten. Leider verweigerte der Schiedsrichter den Gästen zudem einen klaren Elfmeter nach einem Foul an Dennis Brandt.

Zweite Halbzeit

Zur zweiten Halbzeit wurde der Gegner dann vehement unter Druck gesetzt. Der zuvor so unglücklich agierende Rudi Seifen erzielte schnell den eminent wichtigen Anschlusstreffer und das auf äußerst sehenswerte Weise. Nach einem zu kurz abgewehrten Ball setzte er 25 Meter vor dem Tor zu einem Gewaltschuss an, der an die Unterkante der Latte knallte und von dort aus hinter die Torlinie sprang. Dieser Treffer hätte auch ein Kandidat für das Sportschau-Tor des Monats sein können. Auch wenn die Gäste weiterhin offensiv agierten, kamen sie nur durch Fitim Limani durch einen Freistoß zu einer guten Gelegenheit, die aber nicht verwertet werden konnte. Bis zur Schlussviertelstunde passierte dann vor den beiden Toren lange nichts, sodass das Spiel in erster Linie von der Spannung lebte. Nachdem ein Herschbroicher Stürmer nach einem Konter die Vorentscheidung verpasst hatte, fiel fünf Minuten vor Schluss doch noch das viel umjubelte 2:2 durch den Hauptdarsteller des Tages, Rudi Seifen. Nachdem er von Christian Jax mit einem wunderschönen Heber in den freien Raum freigespielt worden war, schob er den Ball mit einem platzierten Rechtsschuss unhaltbar in die lange Ecke. Trotz eines Platzverweises gegen einen SSV-Spieler in der Schlussminute fielen keine weiteren Tore.

Fazit:

Positiv bleibt festzuhalten, dass endlich wieder einmal die Moral bei der Mannschaft stimmte. Dass mit Rudi Seifen ausgerechnet derjenige Spieler fast im Alleingang die Niederlage abwenden konnte, der in den ersten 45 Minuten kein Bein auf den Boden bekommen hatte, ist eine der vielen schönen Geschichten, die nur der Fußball schreibt. Startaufstellung: Philipp Cläsgens – Markus Rausch – Rudi Seifen, Marcel Kuhl – Dren Imeri, Sven Nelles – Marco Nisius, Fitim Limani, David Koll – Dennis Brandt, Christian Jax. Außerdem kamen zum Einsatz: Rene Wirfs, Matthias Wirfs. Vorschau: SG OASF/Barweiler II – SC Niederzissen II, Samstag 26. Oktober, 17:30 in Antweiler

 A-Junioren: Bittere Niederlage zum Ligastart

JSG Hunsrückshöhe Morbach – JSG Barweiler/OASF/Wershofen/Nohn/Ahbach 4:1 (2:0). Am Samstag hatte das lange Warten auf die Bezirksliga endlich ein Ende. Nachdem die Qualifikation mit fünf Siegen aus fünf Spielen souverän gemeistert werden konnte, stand mit Morbach der erste Gegner in der neuen Bezirksliga auf dem Programm. Die ambitionierte Mannschaft aus dem Hunsrück hat sich in dieser Saison das klare Ziel der Meisterschaft gesetzt und gilt somit als Aufstiegsfavorit Nummer eins. Bei spätsommerlichen Temperaturen entwickelte sich ein Spiel auf hohem Niveau. Vor allem Morbach zeigte in der Anfangsphase, welches Potenzial in der Mannschaft steckt. Fast folgerichtig fiel Mitte der ersten Halbzeit die zu diesem Zeitpunkt absolut verdiente Führung für die Heimelf. Einen langen Ball lupfte der heimische Stürmer gekonnt über den hinauseilenden Torhüter. Doch es kam noch bitterer für das Team von Trainer Sebastian Heinzen: Innerhalb von fünf Minuten verletzten sich die beiden defensiven Leistungsträger Michael Heinrichs und Marc Kuhl, sodass weitere Unruhe ins Spiel der Gäste kam. Diese wurde prompt von den an diesem Tag herausragenden Gastgebern ausgenutzt: Einen Pass in die Tiefe legte der aus abseitsverdächtiger Position gestartete Stürmer frei vor dem Tor stehend zu seinem Teamkollegen ab, der sicher einschieben konnte. Bis zur Pause stabilisierte sich das Spiel der Gäste, sodass weitere Gegentore verhindert werden konnten. So ging die JSG Barweiler mit nur zwei Gegentoren in die Kabine, noch war also alles möglich. Nach dem Seitenwechsel zeigte sich ein komplett anderes Bild. Die JSG Barweiler ging nun mit einer ganz anderen Entschlossenheit zu Werke und kreierte erste Torgelegenheiten. Eine davon wurde prompt genutzt. Einen Freistoß brachte Tim Blech in den Sechzehner, wo Jan Pidde mit der Fußspitze den verdienten Anschlusstreffer markieren konnte. Die Spieler der JSG Barweiler war jetzt wieder da. Eine fast schon verloren geglaubte Partie stand kurz vor der Wendung. Doch es sollte anders kommen: Im direkten Gegenzug zerstörte ein Angreifer der Morbacher nach tollem Solo alle Hoffnungen der Gäste. Ein Tor, das man in dieser Phase, dazu in Überzahl nie hätte kassieren dürfen. Die Gäste warfen infolgedessen endgültig alles nach vorne und erhielten in Folge eines Konters sogar noch den vierten Treffer. Die letzten Minuten brachte die Heimelf souverän über die Bühne, sodass am Ende die erste Niederlage für das Team aus der Eifel zu Buche stand.

Fazit:

Angesichts der zweiten Hälfte, in der die JSG Barweiler phasenweise die bessere Mannschaft war, wurde deutlich, dass selbst gegen diesen bärenstarken Gegner etwas möglich gewesen wäre, hätte man über die gesamte Partie diese entschlossene Einstellung an den Tag gelegt. Trotzdem ist es sicherlich keine Schande, gegen diesen Gegner verloren zu haben, der in diesem Jahr ganz oben mitspielen wird.

Rudi Seifen war im Derby an allen Toren maßgebend beteiligt. Foto: privat

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