Allgemeine Berichte | 06.08.2015

Die 19-jährige Eva Schmitt aus Münk war als Freiwillige mit VoluNation in Südafrika

„Ich wollte das Leid nicht länger nur mitansehen, sondern helfen“

Eva Schmitt war von Land, Menschen und Tierwelt in Südafrika begeistert.

Münk/Kapstadt. Als Freiwillige lernte Eva Schmitt den Alltag in einer Vorschule in Südafrika kennen. Die 19-Jährige aus Münk spielte und tobte mit ihren Schützlingen und übte mit ihnen das ABC. Neun Wochen engagierte sie sich in Kapstadt.

Fragt man Eva, warum sie sich nach der Schule für Freiwilligenarbeit entschieden hat, braucht sie nicht lange zu überlegen. „Meine persönliche Motivation für ein soziales Projekt war der Gedanke, anderen Menschen zu helfen. Oft sieht man im Internet, im Fernsehen oder in Zeitschriften, welches Leid auf der Welt herrscht. Dies hat mich dazu bewegt, die dort lebenden Menschen zu unterstützen und ihnen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern“, erinnert sie sich. Afrika hat sie aufgrund der faszinierenden Tierwelt schon immer gereizt. „Außerdem ist die Armut groß, weshalb mir ein soziales Projekt hier als sehr sinnvoll erschien. Nach längerer Recherche im Internet war ich von der Vielfältigkeit Südafrikas so begeistert, dass ich mich entschieden habe, dort meine Freiwilligenarbeit zu leisten“, erzählt sie. Ihr Wunschprojekt fand sie mit Hilfe von www.VoluNation.com im Internet.

Ein typischer Arbeitstag begann um 8.30 Uhr

Während ihres Einsatzes in Kapstadt war sie in einer Vorschule tätig. „Dort habe ich Kinder im Alter von 3 bis 4 Jahren betreut, mit ihnen gespielt, sie gefüttert und mit ihnen das ABC, die Wochentage und das Zählen geübt.“ Ein typischer Arbeitstag begann um 8.30 Uhr. „Zunächst habe ich mit den Kindern gemalt, gepuzzelt oder einfach nur rumgetobt. Danach gab es eine kleine Mahlzeit.“ Neben dem Spielen gab es selbstverständlich auch noch andere Aktivitäten, sagt Eva. Theater, Sport oder einen Bücherei-Besuch, bei dem sie die Kinder begleiten durfte. „Beim Theater haben die Kinder Lieder gelernt und darüber hinaus Sprachübungen gemacht. Dabei wurde beispielsweise die Aussprache des „th“ geübt“, berichtet sie. Für viele Kinder in Kapstadt ist Englisch nämlich die erste Fremdsprache. „In der Bücherei wurden den Kindern zwei Geschichten vorgelesen und im Anschluss durften sie in Kinderbüchern blättern. Außerdem haben wir jede Woche ein paar Kinderbücher ausleihen dürfen, die wir später den Kindern vorgelesen haben.“

Regelmäßig gab es eine Morgen-Runde, in der zusammen gesungen wurde. „Dann war Spielpause, denn die Kinder mussten das ABC, die Wochentage, Monate und das Zählen lernen“, berichtet sie. Weiter ging es mit Mal- oder Bastelarbeiten. „Nach dem darauf folgenden Frühstück sind wir rausgegangen und haben auf dem Spielplatz gespielt. Um 13 Uhr war Mittagszeit. Ich habe geholfen, das Essen zu verteilen und die Kinder zu füttern. Während des Aufräumens und Saubermachens hieß es für die Kinder: Mittagsschlaf. Anschließend war mein Arbeitstag zu Ende“, sagt sie.

Am meisten beeindruckte Eva die Entwicklung eines kleinen Mädchens. „Zu Beginn war sie sehr verschlossen und hat kaum gesprochen. Aus diesem Grund habe ich ihr vermehrt Aufmerksamkeit geschenkt, um sie zu fördern. Nach und nach ist sie aus sich herausgekommen, hat mehr gesprochen und sogar viel mit anderen Kindern gespielt. Es war schön zu sehen, was ein bisschen Zuwendung ausmachen kann und wie sehr diese verändern und helfen kann“, erzählt sie zufrieden. Positiv hervorzuheben ist auch, dass Eva mit den Lehrern gut zu Recht gekommen ist. „Dadurch hat die Arbeit nochmals mehr Spaß gemacht“, sagt sie.

Neben der Arbeit - Zeit für Land und Leute

An den Nachmittagen und Wochenenden blieb für Eva genügend Zeit, gemeinsam mit anderen Freiwilligen von VoluNation Land und Leute näher kennenzulernen. „Es gab so viele tolle Momente, die man gar nicht alle beschreiben kann. Besonders schön war jedoch, als ich auf einem Elefanten gesessen habe, denn da ist einer meiner größten Träume in Erfüllung gegangen.“ Auch die Tierwelt und die atemberaubende Landschaft machten den Aufenthalt zum absoluten Erlebnis. Besonders gut in Erinnerung hat sie die Aussicht vom Lion’s Head, einer der Kapstädter Berge, im Sonnenuntergang und den Krüger-Nationalpark.

Bei ihrer Rundreise durch Südafrika übernachtete Eva einmal eine Nacht in einem traditionellen afrikanischen Dorf. „Hier habe ich eine Nacht keinen Strom und kein fließendes Wasser gehabt. Dennoch war es ein tolles Erlebnis, denn es ist bemerkenswert, wie zufrieden die Menschen sind. Durch meinen Aufenthalt habe ich hautnah erlebt, wie manche Menschen leider noch leben müssen. Durch diese Erfahrung lernt man es erst zu schätzen, wie gut wir es eigentlich haben. Außerdem war ich von der Gastfreundschaft überrascht. Die Mentalität der Südafrikaner ist eine andere. Die Menschen dort sind offener und hilfsbereiter.“

Eva sagt, dass auch sie in Südafrika offener geworden ist. „Man lernt, auf Menschen zuzugehen und diese anzusprechen. Besonders positiv zu erwähnen ist hierbei die freundliche Art der Afrikaner.“ Es fiel ihr schwer, am Ende wieder nach Hause zu fahren. „Einerseits freut man sich natürlich sehr auf zu Hause, Familie und Freunde. Aber andererseits ist es auch traurig, von einer tollen Zeit Abschied zu nehmen. Besonders schwer ist mir dieser von den Kindern gefallen, da sie mir sehr ans Herz gewachsen sind. Außerdem den Menschen tschüss zu sagen, mit denen man dort viel Zeit verbracht und Freundschaften geknüpft hat, war nicht einfach.“

Die Erfahrung mit den Kindern ist einmalig, sagt Eva. Aber ohne die neuen Freundschaften hätte die Zeit im Ausland lange nicht so viel Spaß gemacht.

Über VoluNation

VoluNation ist Spezialist für weltweite Freiwilligenarbeit. Neben einem umfassenden Beratungsangebot bietet VoluNation kurzfristig buchbare Freiwilligenprojekte in mehreren Staaten Afrikas, Asiens und Südamerikas an.

Weitere Informationen im Internet unter: www.VoluNation.com

Die Erfahrung mit den Kindern war für Eva einmalig.

Die Erfahrung mit den Kindern war für Eva einmalig.

Eva Schmitt war von Land, Menschen und Tierwelt in Südafrika begeistert.

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