Initiative „Wir sind Nürburgring“ legte Fragen vor
Im Gespräch mit der Ministerpräsidentin
Mainz/Nürburgring. Auf Einladung von Ministerpräsidentin Malu Dreyer fuhr eine Delegation der Initiative „Wir sind Nürburgring“ in die Mainzer Staatskanzlei. Zum ersten Mal in der Geschichte des Projekts Nürburgring 2009 hatte die Landesregierung das Gespräch mit den Kritikern des gescheiterten Freizeitparks gesucht. Sabine Schmitz, Christian Menzel, Ossi Kragl und Claire Craus vertraten die Region und wurden freundlich empfangen.
Malu Dreyer ließ sich von ihrem Büroleiter Kai Hofmann, dem ständigen Vertreter der Chefin der Staatskanzlei Clemens Hoch, dem Pressereferenten Michael Maurer und dem Spiegelreferenten Daniel Stich begleiten. Knapp eineinhalb Stunden dauerte das konstruktive Gespräch. Die Delegation hatte zahlreiche Fragen Gemeinsam erörterten beide Seiten Möglichkeiten, die Rennstrecken in Öffentlicher Hand zu belassen.
„Das Erschütternde aber ist,“ so Christian Menzel, „unser Nürburgring – und damit auch die Region – werden verkauft, obwohl es seitens Brüssel und der EU final noch nicht entschieden ist, dass es sich bei der Finanzierung des Freizeitparks um illegale Beihilfen handelt.“
Die Landesregierung und die Insolvenzverwalter werden nur seriöse Bieter akzeptieren, sicherte die Ministerpräsidentin zu. Dr. Dr. Thomas Schmidt (einer der Insolvenzverwalter) wird dem Gläubigerausschuss einen Vorschlag unterbreiten. Dieser muss dann prüfen und letztendlich die Entscheidung treffen.
Sabine Schmitz äußerte, dass „die Identifikation der Region schwinden wird, wenn der Nürburgring in private Hände über geht. Das wird unkalkulierbare Risiken mit sich bringen“; so nur eines von vielen, vielen Problemen bei einem eventuellen Verkauf.
Am Ende stand das Versprechen von Malu Dreyer, nach einem Scheitern des Bieterverfahrens gemeinsam mit „Wir sind Nürburgring“ Szenarien für den Ring und für die Region erneut zu diskutieren.
Die Initiative freut sich, viele positive Denkanstöße eingebracht zu haben. Sie hofft darauf, auch nicht anwesende Politiker – wie Eveline Lemke, Roger Lewentz und Hendrik Hering – mit den aus der Region eingebrachten Ideen zu gewinnen.
„Wir und die Region sind gespannt, welche Antworten die Landesregierung auf unsere Fragen geben wird“, so Ossi Kragl, denn „Wir sind Nürburgring, unser Protest geht weiter.“
Pressemitteilung der Initiative
„Wir sind Nürburgring“
Sabine Schmitz und Christian Menzel vor der Staatskanzlei
