Politik | 05.07.2014

Naturschutz-Großprojekt Obere Ahr-Hocheifel (OAH)

Kauf von Grundstücken verhandelt

Kreis Ahrweiler. Beim Naturschutz-Großprojekt Obere Ahr-Hocheifel (OAH) kauft der Kreis Ahrweiler private land- und forstwirtschaftliche Grundstücke auf. Meist handelt es sich um Gründland- und Waldflächen an Gewässern. Die Federführung für den Grunderwerb liegt beim Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) im Rahmen von Flurbereinigungsverfahren. Ergänzend zum DLR unterstützt jetzt das Büro StadtBauBoden von Diplom-Ingenieur Lorenz Denn (Remagen) den Grunderwerb und führt Gespräche mit den Eigentümern. Wie die Kreisverwaltung Ahrweiler meldet, wurde das Büro StadtBauBoden aus mehreren Unternehmen ermittelt, die entsprechende Angebote abgegeben hatten. Der Kreis- und Umweltausschuss hat die Auftragsvergabe beschlossen. Der Kreis kauft die Flächen für Naturschutzmaßnahmen, um vor allem Gewässer und Talauen langfristig zu sichern.

Im Gegensatz zu üblichen Flurbereinigungsverfahren ist der Verkauf der Grundstücke freiwillig. Eine Eigentumsübertragung auf den Kreis kommt nur mit Zustimmung der Eigentümer zustande. Zur Erklärung: In sonstigen Flurbereinigungsverfahren geben die Eigentümer zunächst ihre Flächen ab und bekommen dann neue zugeteilt, wobei sie bei der Zuteilung zwar ein Mitspracherecht haben, jedoch keinen rechtlichen Anspruch auf bestimmte Flächen. Beim OAH hingegen können die Eigentümer ihre Grundstücke abgeben, müssen dies aber nicht. OAH ist das größte Naturschutzprojekt des Kreises Ahrweiler. Der Bund und das Land Rheinland-Pfalz unterstützen das Vorhaben in der Verbandsgemeinde Adenau. Auf 3.300 Hektar sollen die Oberahr und ihre Zuflüsse aufgewertet und in ihrer natürlichen Entwicklung nachhaltig gesichert werden. Weitere Vorteile neben der Ökologie liegen beim Hochwasserschutz, der Landwirtschaft und im Tourismus. „Fortschritt durch Rückbau“ lautet beispielsweise das Motto, wenn gepflasterte oder betonierte Bachbetten renaturiert werden. Mehr Info: www.obere-ahr-hocheifel.de.

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