Lokalsport | 25.03.2015

SG Hocheifel musste erneut eine Niederlage einstecken

Mannschaft hat alles selbst in der Hand

Simon Schmitz machte ein starkes Spiel auf der offensiven Außenbahn.privat

Adenau. Die SG Hocheifel bleibt im Jahr 2015 weiter sieglos und musste am Sonntag eine bittere 1:2 (1:0)-Pleite in Remagen hinnehmen. Trotzdem verbleibt die Mannschaft weiter an der Tabellenspitze, hat jedoch erneut an Vorsprung einbüßen müssen. Auf dem neuen Kunstrasenplatz in Remagen entwickelte sich rasch eine temporeiche, aber höhepunktarme Partie, in der sich der gastgebende SV Remagen zunächst eine leichte optische Überlegenheit erarbeiten konnte.

Doch im Verlauf der ersten Hälfte wurden die Gäste dann mutiger und kamen ebenfalls zu Tormöglichkeiten. Nach einer guten halben Stunde war es Niklas Pauly, der von Tom Wolff stark in Szene gesetzt wurde und den Ball von der Strafraumgrenze eiskalt im Tor versenken konnte. Der SV Remagen wurde nach dem Gegentreffer etwas offensiver, konnte jedoch bis zur Pause keine gefährlichen Aktionen mehr kreieren, sodass die Gäste die Führung mit in die Kabinen nehmen konnten.

Den besseren Start in die zweite Halbzeit erwischten nun aber die Kombinierten aus der Hocheifel, die in der 50. Minute durch Tom Wolff beinahe das 2:0 erzielt hätten, nachdem er vom stark aufspielenden Simon Schmitz mustergültig bedient wurde. Doch der SG-Stürmer verzog knapp, und in der Folgezeit wendete sich das Blatt zugunsten der Hausherren: Nach einem Foul des bereits verwarnten Innenverteidigers Richard Kröber zeigte ihm der insgesamt sehr kleinlich agierende Unparteiische die Gelb-Rote Karte, sodass die SG Hocheifel fortan zu zehnt agieren musste. Nur zehn Minuten später musste die SG den nächsten Rückschlag hinnehmen, als ein Angreifer des SV Remagen nach einer guten Flanke frei vor dem starken SG- Schlussmann Michael Lussem auftauchte und ihn mit einem platzierten Kopfball überwinden konnte. Nach dem Ausgleich beruhigte sich das Spiel für eine kurze Zeit, doch die Gastgeber wirkten in Überzahl nun überlegener und scheiterten allzu häufig erst am überragend agierenden Lussem im SG-Tor.

20 Minuten vor Schluss hob der Kapitän des SV Remagen in einem Laufduell mit SG-Verteidiger Christian Baur im Strafraum ab. Der Unparteiische entschied zum Entsetzen der Gäste auf Foulelfmeter. Zu allem Überfluss schickte er den ebenfalls verwarnten Baur noch mit Gelb-Rot vom Feld, wodurch die Gäste das Spiel zu neunt beenden mussten. Den Strafstoß verwandelte ein Remagener souverän zur Führung.

In der Schlussphase der Partie zeigten die in doppelter Unterzahl agierenden Hocheifel-Spieler eine überragende Moral und erarbeiteten sich trotz der klaren zahlenmäßigen Unterlegenheit noch hochkarätige Tormöglichkeiten. Doch weder Tom Wolff noch Christoph Schumacher konnten den Ausgleichstreffer erzielen, der aufgrund der starken kämpferischen Leistung hochverdient gewesen wäre. Stattdessen endete das Spiel mit 1:2 aus Sicht der Gäste, die dieses Spiel völlig unnötigerweise aus der Hand gegeben und sich selbst durch die Platzverweise um den Lohn der Arbeit gebracht hatten.

Die Stimmung bei der SG Hocheifel und ihrem Trainer Mario Etteldorf , der sich abermals über individuelle Fehler seiner Akteure ärgern musste, war nach der verlorenen Partie entsprechend gedämpft. Der Übungsleiter der Kombinierten aus der Hocheifel betonte aber gleichzeitig, dass sich die Mannschaft nun mit harter Arbeit selbst aus der Formkrise befreien müsse und dass sich die Spieler nicht allzu lange mit diesem Negativerlebnis beschäftigen sollten. Tatsächlich gibt es trotz der aktuellen Negativserie noch immer keinen Anlass, in Panik zu verfallen, da das Team noch immer auf dem ersten Tabellenplatz steht und alle Stricke selbst in der Hand hält.

Dennoch wird es in den kommenden Wochen wichtig sein, dass sich die SG Hocheifel auf ihre eigenen Stärken besinnt und durch intensive Arbeit und hohe Konzentration wieder auf die Erfolgsspur zurückfindet. Dass die Mannschaft über die entsprechende Qualität verfügt, steht indes außer Frage, allerdings muss sie es nun schaffen, diese auch wieder gewinnbringend einzusetzen.

Die SG Hocheifel musste am Sonntag kurzfristig auf Luca Dederichs (grippaler Infekt) verzichten. Er wird der Mannschaft jedoch aller Voraussicht nach im nächsten Spiel zur Verfügung stehen.

SG Hocheifel: Lussem, Pung, Weiler, Kröber, Bell (65. Lauermann), Schmitz (78. Schneider), Stenz, Hertel (46. Baur), Schumacher, Pauly, Wolff.

Vorschau

Das nächste Spiel bestreitet die SG Hocheifel am Sonntag, 29. März, um 14.30 Uhr in Leimbach gegen die SG Wehr.

Simon Schmitz machte ein starkes Spiel auf der offensiven Außenbahn.Foto: privat

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