Allgemeine Berichte | 10.07.2013

Gemeindepsyiatrisches Betreuungszentrum in Adenau offiziell eröffnet

Neue Räumlichkeiten eingesegnet

Kreisbeigeordneter Horst Gies (2.v.l.) übereicht das Glaswappen an den Leiter des GPBZ Adenau Stephan Lung (l.). Mit dabei waren Frank Mertes, Hausoberer der Barmherzigen Brüder (2.v.r.), und der Kaufmännische Direktor Matthias Warmuth (r.).SES

Adenau. „Wir sind angekommen. Angekommen im Sinne der Rat- und Unterstützung suchenden Menschen, aber auch angekommen im Sozialgefüge der Stadt Adenau, und der umliegenden Verbandsgemeinde Adenau, Altenahr und Brohltal“, mit diesen Worten begrüßte Frank Mertes, Hausoberer der Barmherzigen Brüder Saffig, die anwesenden Gäste. Weiter führte Mertes aus, er sei froh, dass die Barmherzigen Brüder mit diesem Angebot dazu beitragen, dass jeder Mensch mit seinem individuellen Unterstützungsbedarf hier eine wohnortnahe und sozialraumorientierte Hilfe erfahren kann.

Entstehung des GPBZ

Mertes ließ den Aufbau des Gemeindepsyiatrischen Betreuungszentrums (GPBZ) noch einmal Revue passieren. Im September 2011 wurde von Manfred Nelius dem Leiter der Gemeindepsychatrie der Barmherzigen Brüder die Bitte an Frank Mertes gerichtet, den Angebotsaufbau in Adenau zu begleiten und als verantwortlicher Ansprechpartner vor Ort die Steuerung zu übernehmen. Einige Wochen später wurde ein Büro im Eifeler Hof eingerichtet und die ersten Klienten im Bereich des Betreuten Wohnens wurden aufgenommen. Im Dezember 2011 wurde mit inzwischen zwei Mitarbeiterinnen die Arbeit der Kontakt- und Informationsstelle übernommen und verschiedene Angebote etabliert. Beim „Offenen Treff“, der von der Stiftung Bethesda in Ahrweiler übernommen wurde, war das Informationsbedürfnis so groß, dass er nun zweimal die Woche stattfindet. Der Krankenhausinformationsdienst (KIS) mit seinen Freizeit- und Wochenendangeboten hat eine so hohe Nachfrage erfahren, dass die Ratsuchenden mittlerweile mit einem monatlichen Flyer informiert werden. Beim KIS wird außerdem den Bürgerinnen und Bürgern ein „offenes Beratungsangebot“ zur Verfügung gestellt. Beim „Betreuten Wohnen“ sind die Kontingentplätze von anfänglich sechs auf neun erhöht worden.

Neuland betreten

Neben dem Leiter Stefan Lung kümmern sich eine Ergotherapeutin, eine Diplom-Pädagogin, zwei Hauswirtschaftskräfte und ein Fahrdienst um das Wohl der Bürgerinnen und Bürger. Horst Gies als Vertreter des Landrates betonte, dass mit dem Projekt „Sozialraum Adenau“ bei der Versorgung behinderter und psychisch beeinträchtigter Mitbürger Neuland betreten werde. „Im Sozialraum Adenau, der die Verbandsgemeinden Adenau, Altenahr und Teile vom Brohltal erfasst, soll eine qualitativ hochwertige Versorgungsstruktur für einen mit rund 25.000 Einwohnern kleinen Versorgungsraum aufgebaut und vorgehalten werden. Gleichzeitig erstreckt sich das Gebiet über die Hälfte der Kreisfläche“, erläuterte Horst Gies. Das ist für die Leute in diesem Gebiet von Vorteil, brauchen sie jetzt nicht mehr Einrichtungen an der Rheinschiene oder in Ahrweiler in Anspruch zu nehmen. Den kirchlichen Segen spendete Pfarrer Heinrich Ant und für die musikalische Unterhaltung war die Gruppe „StringGrass“ zuständig. Nach der Theateraufführung des Theater-Ensemble der GPBZ Mayen konnten die neuen Räumlichkeit in Augenschein genommen werden.

Kreisbeigeordneter Horst Gies (2.v.l.) übereicht das Glaswappen an den Leiter des GPBZ Adenau Stephan Lung (l.). Mit dabei waren Frank Mertes, Hausoberer der Barmherzigen Brüder (2.v.r.), und der Kaufmännische Direktor Matthias Warmuth (r.).Foto: SES

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