Lokalsport | 26.06.2014

Phoenix Racing gewinnt 42. ADAC Zurich 24h-Rennen auf dem Nürburgring

Neuer Distanzrekord mit 159 Runden

Die siegreiche Fahrerbesetzung des Audi R8 LMS ultra: René Rast (v.li), Markus Winkelhock, Christopher Haase und Christian Mamerow.

Nürburg. In einem hochklassigen und mit teilweise spektakulären Szenen gespickten 24h-Rennen sicherte sich vor 205.000 Zuschauern an den vier Veranstaltungstagen, das Team von Phoenix Racing aus Meuspath den Sieg. Nach einem enorm abwechslungsreichen Rennverlauf mit 32 Führungswechseln waren es am Ende die Piloten des Audi R8 LMS ultra: Christopher Haase, Christian Mamerow, René Rast und Markus Winkelhock, die mit einem neuen Distanzrekord von 159 Runden und insgesamt 4.035,102 Kilometern das Rennen als Sieger beendeten. Auf Rang zwei folgte mit dem Mercedes-Benz SLS AMG GT3 vom Vorjahressieger Black Falcon in der Besetzung Jeroen Bleekemolen, Andreas Simonsen, Christian Menzel und Lance David Arnold, ein weiterer Rennbolide, von einem am Nürburgring beheimateten Rennteam. Komplettiert wurde das Siegerpodium von Michael Zehe, Christian Hohenadel, Nico Bastian und Maro Engel in dem zweiten Mercedes-Flügeltürer unter den Top 3 von ROWE Racing. Bereits am Mittwoch war der Startschuss für die Mammutveranstaltung des ADAC Nordrhein mit dem Adenauer Racing Day gefallen. Rund 2.000 Fans nützten, nach vierjähriger Pause und der Wiederbelebung, der vom MSC Adenau mitorganisierten Veranstaltung im vergangenen Jahr, die Gelegenheit mit ihren Motorsportidolen auf Tuchfühlung zugehen. Am Donnerstag und Freitag waren es natürlich die Protagonisten des 24h-Rennens, auf denen das Hauptaugenmerk der Zuschauer gerichtet war. Aber nicht nur das Qualifying des noch 175 Fahrzeuge starken Starterfeldes zu den 24h bot den Fans packenden Motorsport, auch die im Rahmenprogramm stattfindenden Läufe des Clio Cup Central Europe, der Spezial Tourenwagen Trophy sowie der ADAC Procar - DTC hinterließen spannungsvolle Eindrücke. Schon am frühen Donnerstagmorgen hatte zum motorsportlichen Warm Up der Veranstaltung das Dröhnen der RCN-Fahrzeuge die Zuschauer aus den Schlafsäcken, der rings um die Nordschleife errichteten Campingstädten, gelockt. Aber nicht nur die Zeltstädte erinnerten an die glorreichen Zeiten der „Grünen Hölle“, wie einst die Nordschleife von Formel-1 Legende Jacky Stewart getauft wurde. Auch mit dem Tourenwagen-Revival und einem großen Starterfeld zum Rennen der ADAC 24h-Classic brachten die Veranstalter ein Stück Nostalgie zurück an den Ring.

Ring frei für den Marathon

Insgesamt 165 Autos, darunter allein 31 der pfeilschnellen GT3-Boliden, nahmen dann am Samstag den Marathon zweimal rund um die Uhr unter die Räder, bei dem über weite Strecken des Rennens der Kampf an der Spitze eher einem Sprintrennen, als einer Langstreckenveranstaltung glich. Entsprechend hoch war daher auch besonders in den ersten zwei Stunden, die unfallbedingte Ausfallrate unter den Fahrzeugen der Spitzenteams. Neben dem Sieg des Phoenix Audi LMS und dem zweiten Gesamtrang des Black Falcon Mercedes-Benz SLS AMG GT3 zeigt, auch der Blick auf die weiteren Ergebnisse, ein überaus erfolgreiches Abschneiden der Fahrer und Teams aus der Region. Insgesamt standen am Ende zwei Siege, sieben Zweitplatzierungen sowie zwei dritte Ränge in den Klassenwertungen zu Buche. So konnte sich das Team von Prosport-Performance aus Herschbroich mit einem Porsche 997 GT3 Cup den Sieg in der Klasse SP10 sichern. In der gleichen Klasse belegte Andreas Gülden (Reiferscheid) in einem Aston Martin Vantage V8 des Aston Martin Test Centre (Meuspath) den zweiten Rang. Eine weitere Podiumsplatzierung verbuchte Prosport-Performance ebenfalls noch in der Klasse SP6, wo ein Porsche Cayman des Teams als Zweiter die Ziellinie überquerte. Die gleiche Position konnten sich auch die Piloten des BMW Mini JCW mit Ralf Zensen (Barweiler) sichern. Ebenfalls mit im Reigen der Zweitplatzierten das Team um Teamchef und Fahrer Stephan Wölflick (Quiddelbach), von Wölflick Racing. das sich mit einem Ford Focus in der SP4T den Herausforderungen des 24h-Rennens gestellt hatte. Allen voran war es aber die Mannschaft vom Team Black Falcon, die mit drei Podiumsplatzierungen ihrer sechs gestarteten Rennboliden, wesentlich zur Erfolgsbilanz der Lokalmatadoren beitrug. Neben Rang 2 in der Gesamtwertung und der gleichen Position in der Klasse SP9 durch den Mercedes SLS, belegte man mit Porsche Carrera in der Klasse V6 einem weiteren zweiten Rang. Der Sieg und Position 5 der beiden Porsche 911 GT3 Cup in der Klasse SP7 rundete den Erfolg des Teams ab.

Pleiten, Pech und Pannen

Beim Klassensieg des SP7 Porsches profitierte Black Falcon jedoch vom Pech der Besatzung des RTR Teams aus Adenau, die aufgrund ihrer Tankstrategie, sich am Ende den Klassensieg hätten sichern können. Doch drei Stunden vor Rennende musste das Team, in dem unter anderem auch Marc Hennerici (Mayen) das Rennen bestritt, noch einige Schreckminuten überstehen, als der Simfy Porsche mit einem gerissenen Gaszug im Streckenabschnitt „Bergwerk“ ausrollte. Hennericis Fahrerkollege Dennis Trebing (USA) gelang es aber, den abgerissenen Gaszug so zu platzieren, dass er ihn mit der Hand ziehen konnte und es ihm damit gelang, das Auto zur Reparatur in die Box zu bringen. In seinem letzten Stint gelang es dann Hennerici zumindest noch den verlorenen Boden auf den Zweiten wieder wettzumachen und den RTR Boliden auf Rang 2 in der Klassenwertung und Position 15 in der Gesamtwertung zu platzieren. Noch früher hatte das Rennglück bereits den Eifelblitz vom Team Scheid-Partl Motorsport aus Kottenborn verlassen. Dieser wurde bei der Überrundung durch den führenden McLaren MP4-12C GT3 förmlich von der Strecke gekickt. Damit waren natürlich alle Träume von einem Klassensieg dahin. Dennoch konnte sich das Fahrerquartett des BMW M235i Racing nach der Reparaturpause noch auf den dritten Rang in der BMW CUP- Wertung nach vorne kämpfen. Nicht die Zielflagge sah aufgrund von technischen Problemen, der Porsche GT3-R vom Frikadelli-Racing-Team, unter anderem mit den Piloten Sabine Schmitz und Klaus Abbelen (beide Barweiler). Auch der BMW 325i E90 von Michael Mönch (Adenau) musste nach über 16 Stunden Fahrzeit vorzeitig die Segel streichen. Das jahrelang dominierende Team von Manthey Racing war diesmal ohne Werksunterstützung mit vier Kunden-Porsche an den Start gerollt, von denen aber nur zwei das Ziel erreichten. Der dritte Rang in der SP7 und die 16. Gesamtposition dürfte da für das erfolgsverwöhnte Team nur ein geringes Trostpflaster gewesen sein. Nach dem Rennen, ist vor dem Rennen und so können sich Teilnehmer wie Fans vom 14. bis 17. Mai 2015 auf die 43. Auflage des ADAC Zurich 24h-Rennen freuen und das mit einer kleinen Sensation. Im Rahmenprogramm kehrt mit dem Lauf zur Tourenwagen-WM eine Automobil-Weltmeisterschaft an die legendäre Nürburgring-Nordschleife zurück.

Die siegreiche Fahrerbesetzung des Audi R8 LMS ultra: René Rast (v.li), Markus Winkelhock, Christopher Haase und Christian Mamerow.
Neuer Distanzrekord mit 159 Runden

Der in der Klasse SP10 siegreiche Porsche 997 GT3 Cup von Prosport-Performance aus Herschbroich.

Die siegreiche Fahrerbesetzung des Audi R8 LMS ultra: René Rast (v.li), Markus Winkelhock, Christopher Haase und Christian Mamerow.

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