Luftsportvereine des Kreises Ahrweiler weiter auf dem Vormarsch
Segelflugliga: Vom Wettbewerb beflügelt
egion. Es ist Wettbewerbszeit bei den Segelfliegern: Auf dem Eifelflugplatz in Wershofen wurde am Himmelfahrts-Wochenende der Eifeler Regional-Cup (ERC) ausgeflogen, auf der Bad Breisiger Mönchsheide fand noch bis Pfingsten die Bad Breisiger Segelflugwoche (BBSW) mit Teilnehmern aus allen drei AW-Vereinen statt.
Die Wettbewerbe scheinen den Piloten des Luftsportvereins Mönchsheide (LVM), des Luftsportvereins (LSV) Bad Neuenahr-Ahrweiler und der Segelfluggruppe (SFG) Wershofen im wahrsten Sinne des Wortes Flügel verliehen zu haben. Am Samstag verhinderte der bedeckte Himmel die Streckensegelflüge, aber sonntags hatte das Wetter Einsehen mit den Segelfliegern. Auch wenn sie auf Landesebene wegen der besseren Bedingungen im Süden von Rheinland-Pfalz nicht die vordersten Plätze erobern konnten, so machten die Ahrkreis-Piloten doch das Beste aus den gegebenen Wetterumständen und schafften es in der bundesweiten Quali-Liga alle in die Punkteränge.
Am besten trafen es diese Runde die LVM-Piloten, die in der Landesliga den dritten Platz eroberten und dafür mit 10 Rundenpunkten belohnt wurden. Die drei Starter dieser Runde, Langstreckenspezialist Bernd Dolba (ASW 22 BL; 97 km/h), Markus Geiben (Arcus M; 90 km/h) und Alice Toups (Ventus 2a; 74 km/h) nahmen an dem Breisiger Segelflugwettbewerb teil und standen somit ausnahmsweise einmal zueinander in Konkurrenz. Aufgrund der dort gestellten Tagesaufgabe führte ihr Kurs sie zunächst Richtung Rurstausee und anschließend in Taunus und Westerwald, bevor es dann zurück zum Startplatz Mönchsheide ging. Dabei absolvierten sie Flugstrecken zwischen 185 und 350 Kilometern. In der bundesweiten Quali-Liga steuerten Stephen Parker/Günter Lödige noch einen Urlaubsflug bei: Mit ihrer Stemme S10 flogen sie von Bayreuth aus in den Bayrischen Wald und zurück und verbesserten mit einem Ligaschnitt von 85 km/h die Clubleistung. Als Belohnung gab es für den LVM Rundenplatz 13 und in der Gesamtwertung eine Verbesserung auf Rang 32.
Teilnehmer am Breisiger Wettbewerb waren auch die Neuenahrer Besatzungen Dietmar Spranger/Thomas Marr (DuoDiscus XL; 87 km/h) und Jürgen Koch (HpH304SJ Shark; 80 km/h). Gemeinsam mit ihrem Vereinskollegen Peter Metzen, der mit einem 82er-Schnitt im Ventus 2cT/18m vom Neuenahrer Flugplatz aus ins belgische St.Vith, nach Limburg, Mechernich und zurückflog, erreichten sie in der Rheinland-Pfalz-Liga zwar nur den sechsten Rundenplatz, können ihre Führungsposition aber dennoch souverän verteidigen. Auch bundesweit schnitten sie mit Rang 25 ganz passabel ab, fielen aber in der Wertung mit Platz fünf leicht zurück. Die Wershofener Eifeladler waren nahezu geschlossen Teilnehmer des Eifeler Regional-Cups auf dem eigenen Flugplatz - und nahmen damit bewusst in Kauf, dass ihnen in dieser Runde gewissermaßen die Flügel gestutzt waren. Denn das Konzept des Wettbewerbs sieht es vor, dass erfahrene Piloten ihren unerfahrenen Teamkollegen zur Seite stehen und dabei helfen, gemeinsam möglichst schnell zu sein. So ist verständlich, dass die Experten mit angezogener Handbremse unterwegs waren und nicht so schnell flogen wie sie hätten können. Zudem übernahm Gerd Krautwig - meist ein Garant für schnelle Flüge - die Aufgabe des Wettbewerbsleiters und blieb dadurch an den Boden gefesselt. Positiver Effekt: Neben Wolfgang Hofmeister-Dunkel (DG-800S; 75 km/h) und Wolfgang Zeyen (Club-Libelle; 53 km/h) schaffte es Dank dieser Unterstützung mit Tom Hoffmann (Discus CS; 61 km/h) auch ein Newcomer in die Wertung. Als Resultat kann die SFG mit dem Abschneiden als Neunter in der Landesliga und als Fünfzigster in der deutschen Quali-Liga noch ganz zufrieden sein, zumal es auch Nachwuchspilot Jan Bischoff gelang, mit der LS4b des Vereins in der U25-Landesliga dem Club den zehnten Platz zu sichern. Die Landesliga wird unverändert von den Kreisstädtern angeführt. Mit Tabellenplatz 4 überraschend zur Spitze aufschließen konnten die Flieger von der Mönchsheide, während die Eifeler Segelflieger mit Platz 10 aktuell wohl etwas hinter ihren Möglichkeiten zurückbleiben. In der Quali-Liga hat neben dem LSV (Rang 3) mit der Fliegergemeinschaft Dahlemer Binz auf Platz 8 übrigens ein weiterer Segelflugverein aus der Region Hoffnungen auf einen Aufstieg in die zweite Liga. Ob die beiden Clubs sich an der Spitze halten werden und der LVM weiter aufschließen kann, werden die verbleibenden 14 zeigen.
