RSC Mayen nahm am Magura 24 Stunden von Duisburg MTB-Rennen teil
Sieg bei den 24 Stunden von Duisburg
Markus Risse und seine Teampartnerin waren durch nichts zu stoppen
uisburg. In einem Industriepark in Duisburg fand das Magura 24 Stunden von Duisburg MTB-Rennen statt. Im Rahmen des größten MTB 24 Stunden Rennens innerhalb Europas standen rund 2.300 Teilnehmer in 2er, 4er oder 8er Teams und als Solo-Fahrer am Start.
Markus Risse (RSC Mayen) startete hier nach 2014 auch dieses Jahr als Zweier-Mixed Team zusammen mit seiner Teamkollegin Jana Kalbertodt aus Remscheid. Da Gisela Nagel von Radsport Nagel wieder die Verpflegung und Unterbringung in der Zeltstadt organisierte, war der Teamname mit „Team Radsport Nagel“ eine logische Konsequenz. Und mit Verpflegung ist bei Gisela Nagel ein Rundum-Sorglos-Paket gemeint, von Nudeln über Bratkartoffeln mit Fleisch vom Grill und Suppe bis hin zu den beliebten Blaubeerpfannkuchen wird hier alles geboten. Diese Komplettverpflegung, wo zu jeder Uhrzeit immer irgendetwas zum Essen bereit stand, ist auch deshalb besonders wichtig, da man als 2er Team teilweise nur 20 Minuten Pause hat, in der dann schnell die Kohlehydratspeicher wieder etwas aufgefüllt werden müssen.
Die Strecke im Landschaftspark Nord in Duisburg stellt keine großen technischen Herausforderungen an die Teilnehmer. Es gilt aber, in der eindrucksvollen Kulisse der ehemaligen Stahlproduktionsanlage einen passenden Rhythmus zu finden und auch mal auf den vielen Flachpassagen den Windschatten der anderen Teams auszunutzen.
Die Taktik
Der Start fand pünktlich um 12 Uhr statt. Jana und Markus hatten sich aus taktischen Gründen darauf verständigt, dass Markus den Start fährt, damit man von Beginn an vorne dabei ist und auch hier schon zusammen mit den reinen Männerteams als kleine Gruppe der Konkurrenz etwas enteilen kann. Dies gelang in der Startphase auch und so lag man vom Start weg in der Mixed Wertung auf Rang eins und je nachdem, wer gerade seine Runden abgeliefert hatte, sogar in der reinen Herren-Wertung auf Platz zwei bis drei. Denn in einem Mixed Team muss die Dame mindestens 35 Prozent der Runden absolvieren. Wenn hier der Herr gerade seinen Turn abgeliefert hat und die Dame auf die Runden schickt, kann es durchaus vorkommen, dass man kurzzeitig nicht mehr in der Mixed-, sondern in der Herrenwertung geführt wird.
Die Führung baute das Team Radsport Nagel im Verlauf des Samstagsnachmittags immer weiter aus. So hatten Jana und Markus schnell über eine Runde Vorsprung auf das zweitplatzierte Team, wobei man für eine Runde rund 20 Minuten Fahrzeit rechnen kann. Dann wurde Jana allerdings von einem anderen Teilnehmer an einer Stelle von der Rennstrecke gedrängt, an der eigentlich ein Überholverbot gilt. Dort geht es auf eine Rampe zu und so gilt dort aus Sicherheitsgründen ein Überholverbot. So kann man also auch davon sprechen, dass Jana abgeschossen wurde. Die Folge davon war eine aufgeschürfte Hüfte, ein aufgeschürftes Knie, ein verkratzter Ellenbogen und dass alles etwas geprellt war. Von diesem Zwischenfall ließ sich Jana aber nicht von weiterhin konstant schnellen Rundenzeiten abhalten. Und auch wenn es in den Ruhephasen alles etwas schmerzte, wurde dies auf der Rennstrecke wieder beiseite geschoben.
Zur Halbzeit in Führung - dann Vorderreifen platt
Zur Halbzeit um 24 Uhr am Samstag lagen Jana und Markus dann auch schon mit zwei Runden Vorsprung auf Platz eins. Doch dann passierte es, Markus fuhr sich auf der ersten Runde von einem vier- Rundenturn den Vorderreifen platt. Eigentlich kein großes Problem! Schlauch dabei, Kartuschenpumpe dabei, ruhig bleiben, anhalten. Aber was ist das? Die zuvor bereits getestete Kartuschenpumpe versagt ihren Dienst und ohne die keine Luft im Reifen. Nun hieß es Richtung Wechselzone joggen. Leider geschah der Defekt innerhalb des ersten Drittels der 8,5 km langen Runde und somit war der Weg entsprechend weit. Da auch keiner der Streckenposten eine Luftpumpe bei sich hatte, lief Markus, so schnell, wie es eben ging, mit dem Rad geschultert zurück in die Wechselzone und von dort noch schnell rüber zum Zeltplatz. Hier angekommen musste nun noch die Teamkollegin auf die Strecke geschickt und der Vorderreifen mit Luft versorgt werden. Schnell wurde klar, dass man mit diesem Defekt rund 30 Minuten verloren hatte und vor dem nächsten Einsatz von Markus mit neun Minuten Rückstand auf Platz zwei lag.
Jana und Markus blieben aber ruhig und brannten einfach weiter ihre schnellen Runden in die staubige Strecke. Nach dem nächsten Durchgang waren es dann nur noch 2,5 Minuten Rückstand und am frühen Morgen lag man auch wieder auf Rang eins. Alles noch mal gut gegangen. Jetzt darf bloß sonst nichts mehr passieren und die Körper der Sportler müssen weiter mitmachen. Ein paar Stunden vor Ende hatte man dann wieder eine Runde Vorsprung und es machte sich langsam ein wenig Vorfreude und Sicherheit bei Jana und Markus breit.
Es war vollbracht
Um kurz nach 12 Uhr war es dann auch vollbracht! Trotz aller Widrigkeiten sicherten sich Jana und Markus souverän mit über einer Runde Vorsprung den Sieg bei den 24 Stunden von Duisburg in der 2er Mixed Kategorie. Und trotz Abschuss und Defekt hätten sie damit in der Herrenklasse den vierten Platz belegt.
Überglücklich und zufrieden ging es dann nach spärlicher Entfernung des Staubs aus dem Gesicht und vom Rest vom Körper zur anstehenden Siegerehrung.
Ein besonderes Lob gilt hier der Catering Crew rund um Gisela Nagel und Radsport Nagel generell für die komplette Organisation des Renneinsatzes. Ein zusätzliches Lob von Markus geht an Radsport Breuer für die immer perfekte Vorbereitung des Bikes und der Firma Schwalbe für die Bereitstellung der Bereifung.
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