Ausstellung im Rathaus Adenau bis zum 8. Mai
„Typ 2020 - was morgen zählt ...“
Zum Boys-Day 2014 präsentiert die Schau Männer in eher frauentypischen Berufen
Adenau. Auf insgesamt zehn Bannern à 200 mal 80 Zentimetern erwartet die Besucher der Ausstellung zum Boys-Day eine spannende Mischung aus sachlichen Berufsinformationen und persönlichen Eindrücken junger berufstätiger Männer. Die vorgestellten Nachwuchskräfte arbeiten in Berufen, in denen bisher nur wenige männliche Mitarbeiter zu finden sind.
Obwohl anfangs hin und wieder auch Vorurteile zu überwinden waren, sind heute alle überzeugt von ihrer Entscheidung und zufrieden mit ihrer Berufswahl - das zeigen zum Beispiel die Statements von Altenpfleger Daniel, »Pädagogik der Kindheit«-Student Johannes oder des Kaufmanns für Bürokommunikation Tobias.
Quizfragen auf den Bannern regen zu einer spielerischen Auseinandersetzung mit beruflichen Neigungen, sozialen Kompetenzen und Vorstellungen von Männlichkeit und Geschlechterrollen an. Zusätzlich liefern Links zu Berufsportalen und zu didaktischen Materialien hilfreiche Tipps für eine tiefergehende Berufsorientierung über den Besuch der Ausstellung hinaus. Damit ist die Ausstellung Berufsorientierung und Diskussionsanregung zugleich. Die Ausstellung „Typ 2020 - Was morgen zählt …“ gliedert sich in vier farblich gekennzeichnete Bereiche: allgemeine Informationen zum Start der Ausstellung (blau); Berufe in Gesundheit und Pflege, (orange); Berufe in Erziehung und Bildung (grün); Berufe im erweiterten Dienstleistungssektor (pink). Bürgermeister Guido Nisius und Jugendpfleger Jürgen Schwarzmann eröffneten die interessante Ausstellung am Montag im Foyer des Adenauer Rathauses. „Ich sehe es als wichtige Aufgabe, Schülern und jungen Leuten, die noch vor ihrer Berufswahl stehen, diese beruflichen Möglichkeiten näher zu bringen. Gerade in den sozialen Berufen ist der Männeranteil aktuell noch viel zu niedrig. So haben wir zum Beispiel in unseren Kindertageseinrichtungen derzeit nur weibliche Erzieherinnen beschäftigt. Ich würde mir wünschen, dass wir im Laufe der nächsten Jahre auch männliche Bewerber für dieses Berufsfeld haben, denn dort werden Fachkräfte dringend benötigt“, so Nisius.
